Samstag, 22. Dezember 2012

ANGRIFF DER DEICHZOMBIES (2004 Andre Vosz)


Erst überfahren sie versehentlich einen Passanten auf der Straße und lassen ihn links liegen, kurze Zeit später finden sich zwei Jugendliche in einem Stück Natur wieder, auf dem untote Gleichaltrige ihr blutiges Unwesen treiben...


Rückenaufnahmen...

Dieser 5 ½-Minüter ist einer dieser Kurzfilme, der auf die Schnelle mit der heimischen Kamera an einem Tag oder einem Wochenende unter Kumpels abgedreht wurde. Manche Projekte dieser Art, ich nenne nur „Aberracion“, „Die Bestie“ oder „Die gelbe Killerbanane aus dem All gegen die Kiwi“, funktionieren, „Angriff der Deichzombies“ tut es nicht.

Letztendlich ist der Film zu ernst erzählt, auch wenn Einstellungen versehentlich grinsender Mitwirkenden nicht hinausgeschnitten bzw. nicht neu gedreht wurden. Vosz' Film ist schwarzhumorig untermalt, aufgrund der steifen Art schwappt die Komik jedoch nicht auf den Zuschauer über.

Was bleibt ist ein Amateur-Projekt, das hauptsächlich auf seine Gore-Effekte schielt. Diese sind für ein Schnellschuss-Projekt ordentlich, sind dennoch zu billig um zu gefallen. „Angriff der Deichzombies“ ist in meinen Augen einer dieser Filme, die man im Freundeskreis zeigen kann. Fremden kann da nicht viel gefallen.

Da wird mit Blut gematscht, ein angebliches Herz gefressen, gebissen und auferstanden. Mit der Zeit werden es immer mehr Zombies (wenn auch trotzdem nur eine handvoll), und mittendrin hört der Spaß urplötzlich auf. Da wird dann darauf hin verwiesen, dass es sich hier um eine Trilogie handelt, aber ich muss gestehen bei den Fortsetzungen nicht mehr mit dabei zu sein. Was ich hier sah war zu gewöhnlich und völlig ohne Ideen umgesetzt. Wenigstens ein Hauch Story hätte vorhanden sein können. Die Darstellerleistung ist selbst auf Amateur-Niveau übrigens schlecht zu nennen. Dass man die „Schauspieler“ meist nur von hinten gefilmt sieht macht die Angelegenheit nicht angenehmer.

Auch wenn es nach lästern klingt: der Abspann ist das angenehmste an diesem Streifen. Im Hintergrund läuft das sehr schöne Lied „Our House“ von Madness, Bilder zeigen uns ein wenig den Hintergrund der Dreharbeiten. Wäre der Film so professionell wie sein Abspann, er wäre zumindest als durchschnittlich durchgegangen.


OFDb

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