Sonntag, 17. März 2013

SALEM'S LOT - BRENNEN MUSS SALEM (Salem's Lot 2004 Mikael Salomon)


Der Buchautor Ben kommt nach vielen Jahren in seine Heimatstadt zurück. Er stellt fest, dass sich ein Vampir an diesem Ort sesshaft gemacht hat. Immer mehr Einwohner werden zu Blutsaugern...


Ein Vampir namens Rutger...

Ich kann mich zwar nur noch schwach erinnern, aber ich weiß noch, dass mich die alte Tobe Hooper-Verfilmung „Brennen muss Salem“ nicht gerade vom Hocker gerissen hat. Deswegen bin ich auch an die Neuverfilmung mit Vorsicht herangegangen, war aber neugierig, da mir die meisten Miniserien nach Stephen King bisher gefallen haben. Und siehe da: "Salem's Lot" ist ein interessantes Stück Film geworden.

Der Film weiß teilweise mit interessanten Bildern zu überzeugen. Er präsentiert uns B- und C-Stars, die ihre Aufgabe fast alle zur Zufriedenheit bewerkstelligen. Und er trennt beide Filmhälften an der richtigen Stelle, so dass man sich auch mit viel Neugierde an die zweite Hälfte heranwagt.

Für Zartbesaitete gibt es auch den ein oder anderen Schockmomente, der Rest ist routinierter Grusel, der dank interessanter Figuren und einer Atmosphäre ohne Langeweile dennoch mehr als bloßer Durchschnitt ist.

Mit Effekten hält man sich zurück, die paar wenigen die vorhanden sind, sind okay. Lobend zu erwähnen wäre, dass hier Kinder nicht verschont werden, ganz im Gegenteil, das Drehbuch geht hart mit ihnen um (wie nah da was am Stephen King-Buch ist weiß ich leider nicht). Die Kinder sind gut besetzt und werden passend zur Geschichte eingebracht. Unnötige Kindernerverei gibt es also nicht.

Die erste Hälfte lässt sich Zeit die Figuren einzuführen, der Horrorpart hält sich aber hier bereits nicht zurück, immerhin muss zum Start der 2. Hälfte fast die ganze Stadt in Vampire umgewandelt sein, um nun die Story umzuschwenken. Die Vampire mit ihren Beißerchen wirken, Rob Lowe sieht noch immer wie 16 aus, Rutger Hauer kommt kaum vor (weiß dafür aber in seiner Rolle zu überzeugen) und Donald Sutherland wirkt mit seinem ungewohnten Bart noch unechter als ohnehin meist.

Vampirfreunde und King-Fans werden ihren Spaß haben, Cineasten werden gut unterhalten. Mit zu viel Niveau rechnet man in einem solchen TV-Film ohnehin nicht, also wird man auch nicht so leicht enttäuscht.

Interessant zu erwähnen wäre vielleicht noch das Vampirhaus. Von außen wirkt es wie das Wohnhaus von Norman Bates und seiner Mutter aus der "Psycho"-Reihe, von innen ist es verrottet wie das alte Myers-Haus aus „Halloween“ und von seinen Räumlichkeiten (und ganz besonders von der Treppe in der Halle) her erinnert es sehr an das Vampirhaus aus "Fright Night". Insgesamt also eine nettmorbide Mischung, und auch für die anderen Settings brauchen sich die Verantwortlichen nicht zu schämen.

Dadurch dass man sein Hauptaugenmerk auf das Entfalten der Charaktere legte, schlichen sich auch kaum Logiklücken ein, zumindest drängen sie sich nicht so gnadenlos auf wie in anderen Genrebeiträgen dieser Art.


Trailer,   OFDb

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