Dienstag, 5. März 2013

TEENAGE CAVEMAN (2001 Larry Clark)


Bei einem sonst so friedlichen Steinzeitstamm kommt es zu Unruhen. Die Teenager fühlen sich vom Rat der Weisen betrogen, der ihnen etwas vorzuenthalten scheint. Also ziehen die Kids los, weit weg von dem Ort, wo sie sich auskennen. Auf ihrer Wanderung stoßen sie auf eine fremde Stadt und ein schreckliches Geheimnis...


Der kleine Bruder von Kids...

Wer braucht die Neuverfilmung eines 50er Jahre-Streifens, der strunzdoof und stinkelangweilig war? Keine Ahnung, vielleicht verkaufte sich der Titel recht gut weil das Original in Amerika ein Kulthit ist. Würde mich zwar wundern, aber was soll’s!

Dass das Original unbrauchbar war, um es erneut zu verfilmen, war Arkoff, Produzent der alten und neuen Verfilmung, scheinbar doch bewusst, also setzt das Remake erst dort an, wo das Original endete. Für eine Fortsetzung war es mit fast 50 Jahren Unterschied wohl zu spät, also setzte man komplett neu an und mixte den Schluss des Originals mit der Lebensstruktur der Steinzeitmenschen vom Rest des Originals. Da auch dies nichts hergibt wird dies allerdings nur als Ausgangspunkt genutzt, um schlussendlich komplett in eine andere Richtung umzuschwenken, die wiederum auch nur Ausrede ist, um Teens bei dem zu zeigen, was man von ihnen in anderen Filmen, egal welchen Genres, ohnehin immer zu sehen bekommt.

In einem Mix aus „The Village – Das Dorf“, „Mad Max“, „Der Omega-Mann“ und vielen B-Filmchen begleiten wir unter steinzeitähnlichen Bedingungen aufgewachsene Teens (diesmal gibt es wirklich Teenager zu sehen), die von dannen ziehen, um den Beweis zu suchen, dass ihnen etwas vorgelogen wurde. Und wirklich: Sie entdecken die Ruinen einer vergangenen Großstadt, Relikte aus vergangenen Zeiten, bevor Menschen die Welt kaputt machten. In diesen Ruinen treffen unsere Helden auf Überlebende, die den Teens erst einmal beibringen was Leben heißt. Also wird gefummelt, es werden Drogen konsumiert, es wird Blödsinn geredet, man zieht sich hübsch an, und so weiter, und so fort. Gähn!

Die Überlebenden vor Ort entpuppen sich als Gen-Experimente, geschaffen um zu überleben („Es lebt“ lässt grüßen), und diese haben ein düsteres Geheimnis.

Was für eins will man eigentlich nicht mehr wissen, denn der ganze Krampf, der unter brauchbarer Regie noch als amüsanter Trash hätte durchgehen können, wird völlig uninspiriert erzählt, lahm gespielt, lasch getrickst und mit nackter Haut und einer Dosis Blut aufgepeppt, damit wenigstens noch die Anspruchslosesten unter den Anspruchslosen vor Freude aufschreien können. Nun ja, wer's braucht!

Blickt man auf den Regiestuhl erblickt man dann auch den überschätzten Larry Clark, der bereits mit seinem Erstling „Kids“ zeigen konnte, wie primitiv sein Können ist. Da das ganze ein Jugend-Drama war, erntete er, trotz völliger unrealistischer Geschehnisse und trotz Klischees im Sekundentakt, Anerkennung. Der Mist wurde sogar mit etlichen Preisen ausgezeichnet. In „Teenage Caveman“ braucht sich Clark nun nicht mehr verstellen. Er arbeitet ebenso plump, erzählt ähnlichen doofen Mist, wenn auch auf anderer Ebene, und verkleidet es diesmal nicht als augenwischerischem Anspruch. Nein, er macht diesmal kein Geheimnis draus, dass er Schund erzählt. Leider Schund der nicht zündet! Schund, der kaum der Erwähnung wert ist. Macht bloß einen weiten Bogen um diese „Neuverfilmung“.


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