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Montag, 25. Mai 2015

DARK LEGENDS - NEUGIER KANN TÖDLICH SEIN (The Shortcut 2009 Nicholaus Goossen)


Ein geheimnisvoller Waldweg, der an der Highschool grenzt, wird seit Jahrzehnten gemieden seit zu Großmutters Zeiten Menschen dort vermisst wurden. In dem Waldgebiet haust lediglich ein alter, merkwürdiger Mann, der jenen Kindern Angst macht, die sich aufgrund einer Mutprobe doch auf sein Grundstück trauen. Als ein Teenager den Verdacht hegt, dass der alte Mann seinen Hund getötet hat, bricht eine Gruppe Teenager in sein Haus ein und stößt auf ein schreckliches Geheimnis...


Eine Dose voller Hundemarken...

Mit seiner Erfolgsfirma Happy Madison erlebt Adam Sandler einen großen, ungebrochenen Erfolg auf dem Komödienmarkt. Also wollte er es auch mal im Horrorbereich versuchen und produzierte unter der Sub-Firma Scary Madison „The Shortcut“, der bei uns als „Dark Legends - Neugier kann tödlich sein“ auf dem DVD-Markt erschien. Sandlers Komödien sind eher routiniert, teilweise erschreckend überraschungsfrei umgesetzt. Deswegen habe ich mich nach dem Lesen seines Namens im Vorspann auch im Horrorbereich direkt auf Durchschnittsunterhaltung eingestellt. Und das war kein Fehler.

Allerhand Rückblicke verraten uns mehr über kommende Ereignisse als es dem Spannungsbogen der Geschichte gut tut. Trotzdem schafft es Regisseur Nicholaus Goossen, der für Sandler einst die schrecklich debile Komödie „Grandma‘s Boy“ inszeniert hat, sowohl einen angenehmen Spannungsbogen zu kreieren, als auch das zu viele Wissen in die Erwartungshaltung des Zuschauers einfließen zu lassen. Zu wissen was man weiß ist teilweise beunruhigender, als wenn man das Publikum komplett im Dunkeln gelassen hätte. Im Horrorbereich schlägt sich Goossen somit wackerer als in dem der Komödie, auch wenn wir hier lediglich von einem zahmen Teenie-Horror sprechen.

Dieser orientiert sich komplett an das Teeniealter der Protagonisten, was ich nicht nur auf den Inhalt beziehe, sondern auch auf die Art der Inszenierung. Der Spannungsgehalt den Goossen erreicht erschafft er nicht aus Grusel, sondern eher aus abenteuerlichen Situationen, wie man sie selbst aus seiner Jugend kennt. Das heimliche Betreten eines Grundstücks auf das man nicht darf, verbotene Gebäude des Nachts betreten (zu meiner Zeit waren es Baustellen die wir unter Herzklopfen untersuchten), das weiß allein schon durch die Jugendperspektive zu wirken. Dass man noch mehr angespannt ist als einst als Kind liegt freilich daran dass man weiß, dass man gerade einen Horrorfilm sichtet. Trotzdem wäre der Horrorpart der Geschichte fast nicht nötig gewesen.

Die Figuren gewinnen ebenso wenig einen Innovationspreis wie die Geschichte, aber auch hier braucht man nicht all zu kritisch sein, guckt sich „Dark Legends“ (Alternativtitel) allein schon deshalb halbwegs erfrischend, weil die Art wie die stereotype Figurenkonstellation zueinander findet frei von Klischees ist. In einem Meer an Veröffentlichungen gleichem Genres sind es manchmal die Kleinigkeiten die es ausmachen können ob ein Film routiniert langweilig oder routiniert unterhaltsam ist.

Trotz inhaltlicher Einfallslosigkeit ist dieser kleine Film Letzteres geworden. Damit wird er zwar keine Empfehlung, kann von Vielguckern des Genres, die nicht nur die harte Horrorkost benötigen, aber ruhig mal geschaut werden. „Stand By Me“ stößt auf Luessenhops „Texas Chainsaw“ ohne dass „Dark Legends" einem von beiden auch nur ansatzweise das Wasser reichen könnte. Anspruchslose Kurzweile hat Goossens Genre-Beitrag trotzdem bereitet. Lediglich der Schluss enttäuscht, wird aber durch eine finale schwarzhumorige Pointe ein wenig aufgefangen.


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Kommentare:

  1. Interessant. Ich habe den Film auch mal gesehen. Wusste auch nicht so ganz. Sehr zahmer Film, mit sehr vielen Schwächen, aber am Ende, hat er doch ganz gut unterhalten. Es war zumindest keine verschwendete Zeit.

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    1. Ja, das bringt es eigentlich ganz gut auf den Punkt. Ich denke mal für einen Jugendlichen guckt er sich sicherlich etwas intensiver. Und ansonsten: leichte Kost, familienfreundlicher Horror!

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