Schlombies Filmbesprechungen auf Facebook:

Samstag, 16. Mai 2015

ZOMBIE CHEERLEADER CAMP (2007 Jon Fabris)


Drei geile Böcke wollen im nahegelegenen Cheerleader-Camp Mädels aufreißen. Einer von ihnen wird auf dem Weg dorthin von einem Eichhörnchen gebissen, welches von einer vom Militär vor Jahrzehnten versteckten Chemikalie probiert hat, und löst mit seiner Erkrankung eine Zombieepidemie im Camp aus...


Cheerleading ohne Pompoms und Hirn...

Während in „Zombiber“ die Bedrohung von den kuscheligen Bibern ausgeht, durfte sieben Jahre zuvor ein Eichhörnchen in „Zombie Cheerleder Camp“ lediglich der Auslöser einer Zombieseuche sein. Dank einer in Cartoonbildern präsentierten Slideshow zu Beginn erfahren wir, dass das amerikanische Militär sich nach Ende des zeiten Weltkriegs eine Formel aus den geheimen Versuchslaboren Hitlers geklaut hat, selbst damit experimentierte und nach der nicht in den Griff kriegenden Zombieeskalation, die sie damit auslösten, das Zeug in Fässern in einer Höhle versteckten und diese daraufhin sprengten. Jahrzehnte später kam ein Eichhörnchen daher und bewies, dass sich die Vergangenheit nicht so leicht vertuschen lässt.

Allerdings wird das Militär nicht im Laufe der Spielzeit anrücken, so wie es in „Return of the living Dead“ der Fall war, der ebenfalls Fässer zum Auslöser der Geschehnisse machte. Alles in „Zombie Cheerleading Camp“ (Alternativtitel) passiert im Camp, in den Wäldern drum herum oder aber auch für kurze Zeit auf einer Straße und in der Behausung der drei jungen Männer. Für sonderlich Abwechslung ist da von den Locations her nicht gesorgt, Geld war halt knapp, Bock etwas zu drehen hatte man trotzdem.

Nur werden die meisten Zuschauer mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein. Vom Gag-Niveau her muss man sich Jon Fabris Debut wie „Police Academy“ vorstellen, lediglich mit weniger Witzen versehen und die meisten lediglich über flache Charakterzeichnungen vermittelt. Intelligent ist hier nichts, versteckt intelligent ebenso wenig, aber da man wusste was man da fabriziert schaut sich das ganze so krank wie ein etwas liebloser und besonders kostengünstig ausgefallener Troma-Film, freilich ohne deren übliches Niveau zu erreichen.

„Zombie Cheerleader Camp“ fehlt ein Anarcho-Stil, der solch billig heruntergekurbelten Produktionen gerne Rückendeckung gibt. Eine Party wie „Rabid Grannies“ wird man hier nicht erleben, dafür kommt der Streifen viel zu unbeholfen daher. Letztendlich ist er eine Amateur-Produktion, der man zumindest einiges verzeihen kann. Damit kann der Film für genügsame Leute als mauer Zwischendurchverzehr gerne mal mit ein wenig Augenzudrücken konsumiert werden.

Ich weiß nicht genau woran es liegt, wahrscheinlich an der herrlich dreisten Art so etwas trotz allem Unvermögens dennoch auf die Beine zu stellen, aber irgendwie hat der Streifen bei mir gerade noch so halbwegs funktioniert. Langeweile kam nicht auf, auch wenn die Story wahre Ereignisse ewig hinhält und der Film sich auf einigen Gags, wie jenen des schwulen Sohnes der Camp-Leitung der immer fleißig homogen mittrainiert, etwas zu extrem ausruht. An einem Tag nach zwei arg trockenen, sich selbst viel zu ernst nehmenden Zombiefilmen („Zombie Outbreak“ und „Zombie WarZ“) tat dieser lockig flockige Umgang mit der Thematik auch in dieser arg billig hingerotzten Art im Vergleich einfach gut. Nein, was bin ich manchmal leicht zufrieden zu stellen!


Weitere Reviews zum Film: 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen