Schlombies Filmbesprechungen auf Facebook:

Donnerstag, 14. Mai 2015

ZOMBIE WARZ (Falls the Shadow 2011 Steven Berryessa)


Die Zivilisation ist untergegangen. Menschenfressende Infizierte bedrohen die Welt. Einige der gesunden Überlebenden liefern sich einen Kampf mit einem Mann, der eine rein arische und christliche Gesellschaft schaffen will...


Der softe Weltuntergang...

Postapokalyptische Zombiefilme gibt es zuhauf, und am nervigsten fallen jene billig produzierten aus, denen die Action am wichtigsten ist. Von denen hebt sich „Zombie WarZ“ insofern ab, als dass sich die Geschichte auf den menschlichen Aspekt orientiert. Geschossen wird selten, geredet um so mehr, leider nicht immer realitätsgetreu, dafür aber immerhin ethisch sanft orientiert, ein interessanter Ansatz. Es ist schon schade, dass Berryessas Filmdebut aufgrund seiner kostengünstigen Umstände kaum eine Chance hat sich so entfalten zu können, wie man es der Ausgangslage wünscht. Ein Videobild in farblich steriler Optik stört ebenso wie das mangelnde Schauspieltalent der Helden oder die etwas arg selten auftauchenden Infizierten in einer Welt, die ohne deren größere Population gar nicht so menschenfeindlich wirkt, wie es die Verantwortlichen des Streifens gerne hätten.

Das sind aber alles sicherlich Probleme, die einen Independentfilm nicht gänzlich kaputt gemacht hätten, wenn Regisseur Berryessa, der auch für das Drehbuch verantwortlich war, die Dramaturgie beherrschen würde. Seine drei Geschichten, die zunächst parallel nebeneinander herlaufen bevor sie sich vereinen, lassen einen bis auf wenige drastische Augenblicke emotional kalt, obwohl lobenswerter Weise die Tragik der Figuren im Vordergrund steht. Und die etwas arg simple Gesellschaftskritik mittels des bösen christlichen Nazis und dessen Gegenstück, der von der Seuche immun gebliebene schwarze Junge, wirkt schon ein wenig zu plump symbolisiert.

Sicherlich ist auch die mäßige Deutschvertonung mit dran schuld, dass sich „Falls the Shadow“ (Originaltitel) so plump schaut, aber auch das Umschalten auf den Originalton (deutscher Untertitel ist vorhanden) macht nicht so unglaublich viel aus, als dass es den Streifen damit nennenswert sehenswerter machen würde. Ich habe unter all den Billigproduktionen der beliebten Zombiefilm-Welle schon uninspiriertere Werke gesehen, dahingeschludert wirkt „The Forgotten“ (Alternativtitel) keinesfalls. Aber er ist alles andere als aufregend ausgefallen und am Ende doch nur ein geschwätziges Stück Hinhalten. Und die Zombies sehen auch nicht gerade toll aus.


Weitere Reviews zum Film: 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen