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Sonntag, 26. Juni 2016

SHADOW CREATURE (1995 James Gribbins)


Die Polizei untersucht vermeintliche Serienmorde. In Wirklichkeit tötet ein Monster die Menschen...


Das Monster aus dem Glas...

Wieder einmal hat die Wissenschaft eine schreckliche und vor allen Dingen mörderische Kreatur geschaffen, welche der Menschheit gefährlich wird. Und während recht viele Beiträge dieser Art unterhalten oder zumindest als okay durchgehen, gibt es auch immer viel Schrott diesbezüglich zu sichten, und zu dieser Variante zählt leider auch „Shadow Creature“, der in Deutschland allein schon aufgrund seiner unterirdisch schlechten Synchronisation nie die Chance gehabt hätte sein Publikum zu finden. Es ist eine Beleidigung, dass so viele Werke auf DVD solch eine ungenießbare Deutschvertonung beschert bekommen, dies aus Kostengründen, so dass man beim Originalton leider nicht auf einen deutschen Untertitel ausweichen kann, denn der hätte schließlich auch Geld gekostet.

„Armageddon der Seelen“ (Alternativtitel) gehört zu jenen Opfern dieser Vertonung, die auch mit einer besseren nicht sonderlich genießbarer geworden wären, ist er doch so unglaublich langsam und verkrampft erzählt, dass man kaum glauben kann was man da sieht. Hier waren keine Profis am Werk, ein Amateurfilm ist „Shadow Creature“ jedoch leider auch nicht, dort findet man in der Regel engagierte Menschen vor, die aus wenig viel schaffen wollen. Was man hier sehen darf sind lustlos agierende Darsteller in einer Inszenierung welcher jegliches Gefühl für ein anständiges Tempo, dem Einfangen eines bestimmten Feelings und dem Aufbau von Atmosphäre und einem stimmigen Spannungsbogen fehlt.

Hin und wieder schafft es ein Horrorfilm auch ohne düstere Stimmung und Nervenkitzel zu unterhalten, einfach weil die Geschichte stimmt, oder die Stimmung, oder die Figurenzeichnung. Dies sucht man bei James Gribbins einziger Regiearbeit alles vergebens, so dass sich früh Ernüchterung einstellt und der Wunsch frühzeitig auszuschalten. Ich kann es jedem nachempfinden der diesem Wunsch nachgegeben hat - und ja, ich gebe es zu: auch ich war ein solcher Zuschauer. Ich werde auch nicht jünger. Und wo kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist, da brauche ich auch nicht naivst hoffen dass sich die Lage verbessert. Schade eigentlich, denn in der Kreatur steckte noch ein Mensch. Gribbins Film war noch keines dieser CGI-Monster-Filmchen.


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