Donnerstag, 7. Februar 2013

THE STRANGE WORLD OF PLANET X (1957 Gilbert Gunn)


Die Experimente eines Wissenschaftlers, bei denen Magnetfelder erschaffen werden, bleiben nicht ohne Nebenwirkungen. Tiere mutieren zur Übergröße, und Aggressionen machen sich breit. Um das schlimmste zu verhindern wird ein Außerirdischer gesandt...


Die Umwelt spinnt...

"The Strange World Of Planet X", basierend auf einer TV-Serie die ich nicht kenne, gehört mit zu den schlechtesten Vertretern des Monsterfilms und des Science Fiction-Genres aus dieser trashigen Zeit.

Obwohl kaum etwas passiert ist das Werk extremst dialoglastig, was bei interessanten Gesprächen noch in Ordnung ginge. Aber neben dem inhaltlichen Mangel eines reichhaltigen Gesprächsstoffes kommt noch erschwerend hinzu, dass in diesem in Deutschland nur auf englisch erschienenen Film für unsere Verhältnisse sehr undeutliches Englisch gesprochen wird. Die einen kriegen die Zähne nicht auseinander, die meisten haben einen für uns Deutsche schwer verständlichen Dialekt, lediglich die weibliche Rolle spricht für unsere Ohren in der gewohnten Art. Und da im Film fast nur geredet und geredet wird, ist das schwierig zu schauen und nervig noch dazu. Wenn man nach spätestens 30 Minuten merkt, wie öde dieser Film ist, ärgert man sich fast so angestrengt zugehört zu haben.

Die Darsteller fallen weder positiv noch negativ auf, lediglich die Kinderrolle ist sehr schlecht gecastet. Das Mädchen steht wie versteift in der Gegend herum, und man hat das Gefühl sie würde ihren Text ablesen, so schlecht ist ihre Betonung.

Da der Film so langweilig war haben wir (gesehen wurde der Film in fröhlicher Runde) irgendwann mit der Bildvorspultaste einige Dialogszenen übersprungen, um einen Blick auf die Rieseninsekten zu werfen, der Grund weswegen wir ursprünglich eingeschaltet hatten. Zu sehen sind echte Insekten die billig in das Filmmaterial eingefügt wurden, groß wirken sollen, aber nur weiterhin winzig wirken, und die so gut wie nie mit Menschen zusammen im Bild zu sehen sind.

Meist hält die Kamera auf die Insekten drauf, immer wieder kurz unterbrochen von menschlichen Taten wie z.B. das Schreien einer Frau. Da gibt es dann die obligatorische Spinne ebenso wie muntere Kakerlaken (oder zumindest ähnliches Viechzeug), aber alles nicht interessant, halbwegs packend oder wenigstens aus heutiger Sicht humorfördernd in Szene gesetzt. Da auch das Alien zuvor bereits in Menschengestalt gezeigt wurde, ersparten wir uns den Rest und beendeten das Werk frühzeitig. Ob das Alien zum Schluss anders aussah kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall ging mir "Cosmic Monsters" (Alternativtitel) komplett auf den Wecker, und das schreibe ich als Freund solcher Filme und auch als Freund dialoglastigerer Werke aus dem Horror- und Science Fiction-Bereich.


Trailer,   OFDb

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