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07.08.2018

MUTTER MUSS WEG (2012)

Ich habe es an anderer Stelle schon geschrieben, und ich kann es nur immer wieder wiederholen: ich halte Bastian Pastewka für einen hervorragenden Komiker und empfinde es als Schande für dieses Land, dass solch einem Talent nicht der ihm gebührende Boden der Kinolandschaft bereitgestellt wird, damit der gute Mann sein Talent vollends ausleben kann. Den "Wixxer" samt Fortsetzung hat er sich zusammen mit Oliver Kalkofe selbst beschert, und trotz des Erfolges beider Filme geschah nichts weiter. Zumindest im Fernsehen konnte sich der auf Komik spezialisierte Schauspieler mit "Morgen hör ich auf" einmal auf andere Art beweisen, und als Trostpflaster gibt es zudem noch "Mutter muss weg" zu nennen, der jedoch ebenfalls nur ein TV-Film ist und Pastewka nicht vollends würdig ist. Zwar darf der durch die Serie "Pastewka" vollends zum Kult-Star gewachsene Mann sich auch hier anderweitig ausprobieren, was ihm auch gelingt, aber letztendlich bleibt die schwarze Komödie doch zu sehr Durchschnitt, als dass man sie wirklich empfehlen würde.

Unterhaltsam ist sie schon, zumal sie mit Judy Winter, die ich am liebsten in "Club Las Piranjas" sichte, und Karoline Eichhorn, sowie Rosalie Thomass auch in weiteren Rollen hervorragend besetzt wurde. Die Geschichte setzt in angenehmer Art auf Nummer sicher mit dem recht klassischen Plot des voreilig engagierten Auftragskillers. Das gab es schon einige Male zuvor thematisiert, eines meiner Lieblingsbeispiele ist der Hallervorden-Film "Alles im Eimer", der zusammen mit einigen Elementen aus "Mein Gott, Willi" fast schon zu "Mutter muss weg" wird, und Autor Marc Terjung schafft es zumindest diesem Treiben einen kleinen eigenen Stempel aufzusetzen, während Regisseur Edward Berger angenehmer Weise den Klamauk meidet und feinfühlig, aber absichtlich distanziert, das Ganze umsetzt. Dass er auch empathischer hätte vorgehen können, bewies er mit "Schimanski 11 - Asyl", das wäre kein Problem gewesen, der hier besprochene Film soll mit Absicht Distanz zu den Geschehnissen wahren.

Um wirklich warm mit ihm zu werden, hätte es meiner Meinung nach aber mehr Zugang zu Tristan geben müssen. Dessen Innenleben wird zwar psychologisch hervorragend beleuchtet, es mangelt nicht am Verstehen der Figur, aber die Sympathie um wirklich gemeinsam mit ihm mit zu leiden, in der Hoffnung dass er seinen seelischen Ballast los wird, findet nicht statt. Verständlich, gilt er doch nur als Identifikations- und nicht als Sympathiefigur, und letztendlich verrät auch die letzte Szene warum "Mutter muss weg" auf diese Art erzählt sein muss, aber irgend etwas fehlt mir da einfach, was mir Nähe zum ödipalen Egomanen bietet. 

Trotzdem funktioniert der Streifen als simple Unterhaltung für zwischendurch recht gut, zumindest bis zum Schluss, der gefühlte 100 unnötige Wendungen präsentiert, obwohl die erste nicht nur gereicht, sondern den Film passend zum schwarzhumorigen Grundthema auch perfekt geschlossen hätte. Aber leider geht es nach Tristans vermeintlichen Tod doch noch weiter, die Chance den idealen Schluss zu wählen wird aus kreativen Egogründen über Bord geschmissen, und das Drehbuch wird mit immer weiteren pseudo-cleveren Neuaufdeckungen zu einer Art kreativem Schwanzvergleich (mit welchem anderen Autor auch immer). Immerhin bügelt aber der tatsächliche Schluss diese Misere wieder aus - wenn auch nicht so gut wie das Ende mit dem ich geliebäugelt hätte. In Sachen Glaubwürdigkeit siegt jedoch der vom Autor gewählte Schluss, das muss ich zugeben.  OFDb

02.06.2018

MORGEN HÖR ICH AUF (2016)

Im Zuge des "Breaking Bad"-Erfolges konzipierte man auch im ZDF eine Serie verwandten Kalibers, und heraus kam "Morgen hör ich auf", inszeniert von Martin Eigler, der seit 2001 die Regie bei "Tatort"-Folgen führte und ansonsten hauptsächlich in den TV-Reihen "Stralsund" und "Solo für Schwarz" auf dem Regiestuhl Platz nahm. Nun mag der Versuch an den amerikanischen Erfolg anzuknüpfen nicht so seichte Massenware geworden sein wie die Projekte, in die Eigler bislang eingebunden war, ein halbwegs konsequentes, hartes Produkt wie das Vorbild ist "Morgen hör ich auf" jedoch auch nicht geworden, geht die Geschichte doch immer wieder etwas zu zahm mit ihren wichtigsten Figuren um und bleibt somit auch für den Stammzuschauer des Abendprogramms der öffentlich Rechtlichen konsumierbar.

Das muss nichts Schlechtes bedeuten, und der Vergleich zu "Breaking Bad" ist ohnehin unfair und auch nur zum Teil deckend, da "Morgen hör ich auf" zwar über einen ähnlichen Aufhänger verfügt und ebenfalls die Genres Thriller und Drama bedient, nicht aber den komödiantischen Anteil besitzt, der das amerikanische Vorbild so wunderbar abrundet. Die Serie, die Eigler mit konzipiert hat, ist komplett ernst gehalten, und das mag manch einen mit Blick auf die Hauptbesetzung verwundern, hat man doch den Komiker Bastian Pastewka für die Rolle des Geldfälschers gewinnen können, der sicherlich nicht bös drum war sich einmal anderweitig ausprobieren zu dürfen. Für mich gehört er zu den besten Komikern, die Deutschland zu bieten hat, und dass er schauspielerische Stärken besitzt, sah man bereits an seinen bisherigen Leistungen. Dementsprechend weiß er auch in diesem ernst gehaltenen Produkt zu überzeugen, auch wenn kleine Schwächen im Spiel durchaus zu erkennen sind, was aber durch die Sympathie, die dieser Mann auszustrahlen weiß, auch nicht all zu krumm genommen wird. Ohnehin ist "Morgen hör ich auf" so ein beispielloses Experiment und möchte etwas bieten, was es in der deutschen Fernsehlandschaft sonst zur Zeit nicht zu erblicken gibt, dass man nie all zu hart mit dem fertigen Produkt ins Gericht ziehen würde.

Eine gute Besetzung, gerade auch in den Kinderrollen vorzufinden, sorgt dafür, dass die leider nur fünf Folgen lang gelaufene, aber großteils abgeschlossen erzählte, Serie zu einem halbwegs glaubwürdigen Produkt wird. Denn das Drehbuch ist um diesen Punkt keineswegs bemüht. Stets müssen Täuschungen oder Wendungen über übertriebene Szenarien geschehen, obwohl glaubwürdigere Alternativen möglich gewesen wären. Auf der einen Seite ist "Morgen hör ich auf" wie eine absichtlich übertriebene Comic-Gangsterwelt dargestellt, auf der anderen Seite wird Familie Lehmann mit ihren Problemen ziemlich alltagsnah eingebracht, so dass ein realitätsbezogenerer Ansatz derer Erlebnisse wünschenswert gewesen wäre, zumal die angenehm schrägen Charakterzeichnungen der Randfiguren auch in einer solchen ihren Platz gefunden hätten. Dementsprechend kämpfen die guten Schauspieler immer wieder gegen ein Drehbuch, welches auf realitätsferne Weise möglichst durch aufregende Ereignisse trumpfen möchte, und es gleichzeitig vernachlässigt seine Geschichte konsequent genug zu erzählen, so wohlwollend wie jeder einzelne Handlungsstrang endet.

Doch eigentlich kann man über derartige Makel und manche Blauäugigkeit recht gut hinwegsehen, ist "Morgen hör ich auf" doch trotzdem eine unterhaltsame Serie geworden, der man gewünscht hätte, dass sie ihre Geschichte weitererzählt. Mag der Hauptplot auch beendet sein, und die Reihe damit als abgeschlossene Mini-Serie in Erinnerung bleiben, letztendlich haben die Autoren der Reihe immerhin einen nun als Schluss-Gag wirkenden Cliffhanger eingebaut, so dass man wohl doch seinerzeit auf eine Fortsetzung gehofft hat. Warum das ZDF eine solche von unseren Gebühren nicht finanziert hat, während es andernorts nur so mit unserem Geld herumwirft, wenn es um schlechtes Entertainment geht, will sich mir nicht erschließen, denn trotz aller Schwächen stimmt der Ansatz und der Unterhaltungswert der hier besprochenen TV-Produktion. Und auch das große Vorbild mit Bryan Cranston wuchs erst mit einer zweiten Staffel tatsächlich über sich hinaus, also wäre ein Blick reizbar gewesen, wohin sich die Lehmann-Familie mit weiteren Verstrickungen der Dinge entwickelt hätte. Zumal die Figur Pastewkas erfrischend angenehm menschlich bleibt, selbst wenn sie zu drastischen Mitteln greifen muss, so dass sich der Charakter bislang nicht zum tatsächlichen Schurken gewandelt hat. Dieser Realitätsansatz der Figur(en) verleiht "Morgen hör ich auf" sein angenehm deutsches Flair, welches eine amerikanische Serie nicht in der Lage wäre zu erreichen.  OFDb

16.07.2016

NEUES VOM WIXXER (2007)

Nachdem „Der Wixxer“ bereits allerhand Verweise, Storyfragmente, Klischees, Schauspieler, Stereotype, Stilmittel und Handlungsorte der Wallace-Geschichten, welche die hauptsächlich in den 60er Jahren entstandene Rialto-Reihe erzählte, durch den Kakao gezogen hatte, war das Wichtigste zu Parodiezwecken eigentlich schon verarbeitet. Nicht dass bei über 30 Filmen nicht trotzdem noch einiges an Material vorhanden wäre, aber „Neues vom Wixxer“ guckt sich eher im Grundton wie eine Wallace-Parodie, teilt sich inhaltlich jedoch den Bereich des humoristisch Nachgeahmten mit der kunterbunten Welt der TV-Hits und Kinoerfolge, die zur Erscheinungszeit der hier besprochenen Komödie gerade von sich reden ließen.

Obwohl nun also vergleichsweise weniger Wallace durch die Fortsetzung weht, hat man nach vergeblicher Mühe bei Teil 1 für Teil 2 nun endlich Wallace-Legende Joachim Fuchsberger für eine große Nebenrolle gewinnen können, der sichtlich in die Jahre gekommen ist, aber eine wunderbare Plattform versteckter Anspielungen auf die Originale bietet, inklusive eine „Der Zinker“-Verwechslung mit Heinz Drache. Auch mit an Bord ist Chris Howland, den man seinerzeit aber nur in Konkurrenzprodukten der berühmten Wallace-Reihe erleben durfte. Da diese aber nicht nur finanziell vom großen Kuchen mitnaschen wollten, sondern auch stilistische und inhaltliche Ähnlichkeiten zu Rialtos Geldkuh aufwiesen, geht das schon in Ordnung.

Zumal wie erwähnt diesmal nicht nur die Wallace-Filme ihr Fett weg kriegen. Da wird über Klassiker wie „Winnetou“ ebenso gekalauert wie über zur Entstehungszeit moderne Kino-Hits wie „Drei Engel für Charlie“ oder Quoten-Hits wie „7 Tage 7 Köpfe“ und „24“. Mit den Handlungsorten Kloster und Irrenanstalt konnte man zudem mit anderen Elementen vergangener Wallacefilme spielen als bisher, was mit ein Grund dafür ist warum „Neues vom Wixxer“ nicht nur wie ein wiedergekäuertes unnötiges Anhängsel des ersten Teils wirkt, sondern stattdessen wie eine kraftvolle Weiterführung. Mit dazu bei tragen die Stars, die im Vorgänger nicht mit an Bord waren, als da wären der unglaublich komische Christian Tramitz, die wie immer toll schauspielernde Christiane Paul und Judy Winter in einer mimisch großartig gemeisterten Rolle als Nonne.

In Nebenrollen und Gastauftritten tummeln sich zudem Hella von Sinnen, Martin Semmelrogge, Frank Zander, Roberto Blanko, Michael Kessler, Achim Mentzel und manch andere Prominente mit herum, während zudem auch die wichtigsten Gesichter des Originals für das Projekt zu gewinnen waren, einschließlich Christoph Maria Herbst, dessen Rolle als Hatler aufgefrischt wird durch seine Position als Leiter einer Nervenheilanstalt. Pastewkas Mimiken mögen nicht ganz so gekonnt humoristisch ausgefallen sein wie im Vorgänger, sind aber noch immer eine Wucht, und Oliver Kalkofe schlägt sich wacker inmitten der professionellen Schauspieler, so dass ich hier wie in Teil 1 nicht verstehe was die Leute an seiner Leistung stets zu meckern haben.

Sein grenzwertiger Humor, der nicht so recht in „Der Wixxer“ hineinpassen wollte, wird in der Fortsetzung auf ein Minimum reduziert, was dem Film sichtlich gut tut, und da jeder der erstmals auftauchenden Mimen zudem seinen eigenen Humor mit einbringt, guckt sich auch dieser zweite Teil frisch und angenehm und bietet gekonnter Weise so viel zu Lachen wie sein Vorgänger. Sicherlich fällt eine schnell nachgereichte Fortsetzung nie so liebevoll detailreich aus wie ein erstes Projekt, für das man in der Regel mehr Zeit besitzt und in das man Ideen einbauen kann, die einem schon lange im Kopf herumspuken. Der Feinschliff des ersten Teils fehlt und einen pompösen Moment wie die wundervolle Gesangseinlage des Originals gibt es nicht zu sichten.

Stattdessen überrascht das Drehbuch jedoch mit einem interessanten Aufhänger, einem einfallsreichen Szenario, welches trotz wirrer, irrer Ideen, die manches Mal auch die physikalischen Gesetze aus den Angeln heben, doch immer zusammenhängend und durchdacht ist, sowie einer Mörderaufdeckung, die so pointensicher wie schwachsinnig genial ist, dass sie auf ganz eigene Art Wallace-Klischees aufs Korn nehmen kann. „Neues vom Wixxer“ ist somit der würdige Nachfolger eines geglückten Nummer 1 und auch mit weniger Edgar Wallace im Gepäck noch immer eine klare Empfehlung für Freunde deutschen Humors.  OFDb

08.07.2016

DER WIXXER (2004)

Auch wenn „Der Wixxer“ selbst für meinen Geschmack typisch Kalkofe an mancher Stelle zu unnötig vulgär daher kommt, so ist das Ergebnis an sich doch eine liebevolle, detailreiche und sympathische Verulkung und Verbeugung zugleich vor der deutschen Rialto-Wallace-Reihe, die man nicht zwingend kennen muss um seinen Spaß mit dem von Tobi Baumann inszenierten Film zu haben, den Sehwert jedoch bereichert.

Die Autoren Pastewka, Kalkofe und Welke zaubern einen schmackhaften Mix aus Wallace-Elementen, Albernheiten, deutscher Mentalität, dem Humor der Zucker/Abrahams/Zucker-Filme und einem Hauch Amateurfilm-Niveau, was ich als positive Eigenschaft verstanden haben will, schaut sich „Der Wixxer“ doch (am Anfang mehr als im weiteren Verlauf) teilweise wie selbstgedreht. Es ist ein schwer zu erklärender Charme für eine eigentlich professionell produzierte Produktion, aber ein wichtiger Bestandteil zum Funktionieren des Streifens, was auch im unglaublich sympathisch ausgefallenem Abspann spürbar wird, in welchem nicht einzig Patzer den Blick hinter die Kulissen bestimmen, sondern auch andere herzliche und solidarische Momente einer scheinbar wunderschönen Drehzeit.

Mag man auch die wirklich große Wallace-Prominenz von einst vermissen (Fuchsberger ließ sich erst für die Fortsetzung „Neues vom Wixxer“ locken), so weiß doch gerade die Besetzung aus mal mehr mal weniger bekannten Mediengesichtern die Komödie zu bereichern, zumal alle, bishin zur kleinsten Rolle, wie jene überraschende und gut pointierte von Achim Mentzel, mit Spaß an der Freude dabei zu sein scheinen. Neben der professionell lustigen Leistung von Anke Engelke und Olli Dittrich, einem in vielen Filmbesprechungen schauspielerisch unterschätzten Oliver Kalkofe und dem wunderbaren Overacting eines Christoph Maria Herbst, fällt in erster Linie Bastian Pastewka mit seinem gekonnten Mimenspiel auf, welches ihn in den besten Szenen zu einer zu Fleisch gewordenden Comicfigur werden lässt, Momente die den Zuschauer selbst beim x-ten Schauen noch laut auflachen lassen.

Ohnehin ist die Pointensetzung in „Der Wixxer“ sehr gekonnt ausgefallen. Da mag sich immer auch mal manch weniger gut funktionierender Humor eingeschlichen haben, aber die dominierende Menge an brauchbaren bis guten Witzen macht daraus keinen störenden Negativpunkt. Einzig die größte Fehlentscheidung des Streifens, die Besetzung der beiden Söhne des Earl of Cockwood, hinterlässt einen Riss im sonst so positiv ausgefallenem Film. Der mir völlig unbekannte Lars Rudolph trumpft als treffsichere Klaus Kinski-Parodie, Wolfgang Völz tritt würdevoll würdelos in die Fußstapfen von Siegfried Schürenberg als Sir John, lediglich die weibliche Rolle der Miss Pennymarket ist etwas undankbar ausgefallen, was aber sicherlich auch an den Vorlagen aus den 60er Jahren liegt, an denen sich „Der Wixxer“ nun einmal orientieren muss.

Das Drehbuch erweist sich als höchst einfallsreich, wenn es gekonnt die Schwarz/Weiß-Phase der Rialto-Reihe von einst mit jener der Buntphase vereint. Und wie man es so charmant, witzig und wirksam zugleich schafft Richtung Finale ein Element in den Vordergrund zu setzen, das mit den Wallace-Filmen nicht das geringste zu tun hat, ich spreche von der unglaublich gelungenen Musikszene, in welcher Cockwood um die Hand von Miss Pennymarket anhält, werden nur die wenigsten Filmschaffenden verstehen. Dieser Moment macht einem deutlich, dass es eigentlich schade ist, dass Gesangsszenen in einer nicht Musical-orientierten Komödie keinen Platz mehr finden, eine verloren gegangene Tradition, die lange Zeit den Erfolg an den Kinokassen mitbestimmte.

Wie man herausliest hat „Der Wixxer“ viel zu bieten, Kreatives wie Lustiges, und allein deshalb finde ich es schade, dass man Kalkofe, Engelke und gerade den so unglaublich lustigen Pastewka heutzutage immer noch im Fernsehen anstatt auf der großen Leinwand antrifft. Wo sind die Produzenten von einst, die dem talentierten Hallervorden zurecht eine Kinokarriere bescherten? Wo sind die Geldgeber die damals selbst blassen Mimen wie Mike Krüger, Thomas Gottschalk und Otto Waalkes den Weg auf die Leinwand ermöglichten? Gibt es in der heutigen Generation von Filmfinanzierern keine Menschen mehr die Vertrauen in die Komik von jenen Menschen haben, deren Talent weit über jenes der TV-Comedy hinaus geht? Wir brauchen mehr Projekte wie „Der Wixxer“ und „Jerry Cotton“, aber keiner gibt der Komödien-Elite Deutschlands scheinbar eine Chance. Schade, aber das macht den hier besprochenen Film und seine fast genauso sympathische Fortsetzung um so wertvoller inmitten einer Komödienlandschaft aus peinlichen Otto-Filmen, dämlichen Bully-Werken und dem Proleten-Kino a la „Fack ju Göhte“.  OFDb