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22.01.2024

GHOSTBUSTERS 2 (1989)

Die Fortsetzung des Erfolgsfilms von 1989, erneut aus der Feder von Dan Aykroyd und Harold Raimis, kommt nicht so energiereich und kreativ daher wie der Vorgänger. Sie ist durchaus okay zu nennen, ein Wiedersehen mit all den liebgewonnenen Gesichtern bereitet Freude, aber trotz 5 Jahre Wartezeit und damit genügend Raum, um mehr als einen Schnellschuss abzuliefern, bleibt Teil 2 im Vergleich erkennbar schwächer. An den größeren Ideen, die seinen Plot umgeben, mangelt es nicht. Die Eingangsidee, was aus den Ghostbusters nach dem großen Sieg wurde, gehört mit zu den lustigsten Einfällen, der Fluss aus Schleim weiß zu gefallen (herrlich die Baustellenszene), New York als Ort der negativen Energie ebenso, und der hörige Lakai des Gemälde des Bösen ist mindestens in der deutschen Synchronfassung recht lustig ausgefallen. In den Details kommt "Ghostbusters 2" jedoch glattgebügelter daher, ist man doch nicht mehr um so viele Gags bemüht wie zuvor und hofft dass die Aufhänger und die Spezialeffekte allein schon für ein positives Sehvergnügen ausreichen. Tun sie irgendwie auch, aber eben nicht mit gleichem Ergebnis. Das ebenfalls von Ivan Reitman abgelieferte Sequel befriedigt die Grundbedürfnisse des von Teil 1 angefixten Zuschauer, das war es aber auch schon. 

Lustige, aus dem Standard tanzende Ideen, wie der Gedanke, dass mit dem Schleim tatsächlich auch sexuell experimentiert wurde, sind leider rar gesät, wo sie hingegen das Original noch überfluteten. Und dass es wieder Dana ist, über die man auf die nächste Katastrophenwelle des Übernatürlichen aufmerksam wird, ist schon etwas einfallslos zu nennen, zumal ihre Beziehung zu Venkman, bzw. das erneute Aufblühen dieser, etwas zu stark ins Zentrum der Geschehnisse gerückt wird. Den alten Figuren werden insgesamt keine neuen Facetten beschert, sie wirken wie Blaupausen ihrer selbst, einzig die Idee den Steuerberater ohne Selbstbewusstsein zum Anwalt der Geisterjäger ohne Selbstbewusstsein zu machen, sorgt für einige Lacher und wird zu einer wirksamen Erweiterung einer von vielen Figuren mit Potential. Auch das eigentliche Hauptereignis, das es zu bewältigen gilt, ist nicht mehr so gewaltiger Natur, wie die Katastrophe, die man seinerzeit aufhalten musste. Und dass die Freiheitsstatue keinen Marshmallowmann ersetzen kann, dürfte klar sein, hätte man also gar nicht erst versuchen sollen. Aber da reden wir ohnehin von der schwächsten Phase des Films, die aus dem simplen, aber noch akzeptablen Gag eines tanzenden Toastern nun ein Phänomen macht, das wie gelenkt wirkt. Wie das denn bitte? 

Die Botschaft, wie es überhaupt zum Sieg über den Tyrannen von einst kommen kann, ist herzlicher Natur, und letztendlich strahlt "Ghostbusters 2" eine Unschuld aus, die es einem leicht macht zu akzeptieren, dass es sich nur um eine simple Fortsetzung handelt. Sie unterhält, sie vergnügt, sie beschert schöne Momente, nicht mehr, nicht weniger, da hat es schon weit weniger gute Fortsetzungen gegeben. Bedenkt man aber, dass alle wichtigen Personen vor und hinter der Kamera wieder mit am Start waren, wirkt es dennoch wie eine vertane Chance. Da nicht jeder vom Ensemble mit der Spielfreude von einst dabei ist, schien dies aber schon während des Drehs aufzufallen.  Wiki

21.01.2024

GHOSTBUSTERS (1984)

Neben "Zurück in die Zukunft" dürfte "Ghostbusters" wohl die heute noch kultigst verehrte US-Komödie der 80er Jahre sein. Und das passt schon, verkörpert er doch alles, was die Anhänger dieses Jahrzehnts am Kino dieser Zeit wertschätzen. Er mag laut, mit Spezialeffekten überfrachtet und auf massentauglich getrimmt sein, aber das von den Hauptdarstellern Dan Aykroyd und Harold Ramis verfasste Drehbuch hält tatsächlich einige gekonnte Lacher bereit und bietet eine erzählenswerte Geschichte. Die ist zwar weit simpler ausgefallen, als das große Kawumm drumherum zunächst erkennen lässt, aber angereichert mit allerhand amüsanten Randideen und besetzt mit einer gut aufgelegten Schar Berühmtheiten, wird aus der amüsanten Chose tatsächlich ein Hingucker. Mir persönlich ging manch zu prollig ausfallender Spruch Venkmans auf den Geist, den ich entgegen der populären Meinung insgesamt eher als den Schwachpunkt der Figurenzeichnungen sehe (wobei ich trotzdem erwähnen will, dass auch er einige gute Passagen beschert bekommen hat), und das finde ich etwas schade, ist es doch Bill Murray, der diese Rolle bekleidet, und der ist äußerst talentiert. Sein Spiel und die deutsche Synchronstimme biegen manch zu plumpes Gehabe gerade, so dass die Figur trotzdem nicht zum penetranten Störfaktor wird. Und jede Menge anderer lustiger Figuren, insbesondere jene von Rick Moranis verkörperte, lassen ohnehin nicht zu, dass eine Schwäche dem kompletten Werk schaden könnte. 

Etliche Randfiguren, ob natürlicher oder übernatürlicher Abstammung, sprühen vor Einfallsreichtum und treffsicherem Humor. Die Charaktere, so oberflächlich sie auch ausfallen mögen, kommen trotz dem Meer an Spezialeffekten und einer Geschichte, die stets neue Sehwerte beschert, nicht zu kurz, entfachen Sympathie und durchdringen die Stereotype, das sie eigentlich verkörpern. Die obligatorisch integrierte Liebesgeschichte wird an der kurzen Leine gehalten. Dass ihr im Happy End mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, als zu ihrem bisherigen Gehalt passend gewesen wäre, lässt sich ebenso verschmerzen, wie das etwas zu penetrante Abfeiern der Helden bei ihrer Ankunft und nach dem Sieg. Klar, hier wurde Metaebenen-durchdringend gearbeitet, wenn die Statisten ihren Prominenten zujubeln und Regisseur Ivan Reitman dies nutzt, um es so aussehen zu lassen, dass die Geisterjäger gefeiert werden. Aber es hinterlässt einen etwas zu selbstherrlichen Eindruck, das finde ich etwas schade. Zumal "Ghostbusters - Die Geisterjäger" (Alternativtitel) ansonsten aus all den typischen Hollywoodkrankheiten das Gute herauszuholen weiß. Vieles von dem, was an anderen Werken stören würde, wird hier zum Pluspunkt, woran man erneut sieht, dass es auf das Drehbuch und professionelle Beteiligte mit Herzblut an der Sache ankommt, ob ein großes Showereignis mit lautem Dauerfeuerwerk an Gags und Effekten letzten Endes zu etwas Sehenswertem wird oder nicht. Mancher Schauwert mutet derart professionell an, dass er 9 Jahre vor dem endgültigen CGI-Einzug ins US-Kino wie ein Effekt aus dem Computer wirkt (positiv gemeint).

"Ghostbusters" mag massenkompatibel umgesetzt sein, hält seine Geschichte leicht verständlich und lässt nie Zeit zum Atmen aufkommen, aber er ist zudem ideenreich umgesetzt, schlägt inhaltlich dennoch manchen Haken, erwartet eine große Leistung von den Verantwortlichen vor und hinter der Kamera und hat auch tatsächlich Erzählenswertes  zu bieten. Er ist nicht einzig auf die Bedürfnisse des Publikums ausgelegt, wie die seelenlos wirkenden Großproduktionen von damals und heute, sondern entfacht tatsächliche Sympathie und Begeisterung, gerade auch weil er inmitten einer Geisterkomödie gar nicht erst versucht das Horrorgenre zu streifen oder zu ehren. Dies wird hemmungslos veralbert, spätestens mit der wundervollen Idee den Marshmallowmann zum Endgegner zu machen.  Wiki

23.05.2020

HIGH FIDELITY (2000)

"High Fidelity" zeichnet sich nicht nur damit aus gekonnt den Herzschmerz mit all seinen Facetten lebensnah einzufangen, innerhalb einer Situation die längst nicht so Schwarz/Weiß gezeichnet ist, wie im US-Kino gerne üblich, er ist auch insgesamt äußerst stilsicher, gut beobachtet und empathisch ausgefallen. Das sieht man zum einen in der authentischen Charakterzeichnung der Hauptfiguren, die alle weder glänzende Vorbilder sind, noch das Gegenteil und deren Beweggründe nur selten rational begründet sind, es zeigt sich auch beeindruckend in der Umsetzung der Szene, in der alles spielt. Ein Soundtrack, der wie die Faust aufs Auge passt, wohl überlegte Plattensammlungen und Vinyl-Sortimente im Geschäft, Themen-bezogene Dialoge mit Insider-Kenntnissen, sowie die hier gelebten Mentalitäten, die nur leicht Stereotype streifen, seien nur einmal genannt, um oberflächlich abzugrasen wie gekonnt hier über Musikinteressierte berichtet wird. Von elitären Menschen wird da einmal sogar ganz offen geredet, was nur eine von vielen ausgezeichnet gut reflektierenden Momenten ist in einem Film, der, wahrscheinlich dank der Buchvorlage, ohnehin genau darin eine seiner größten Stärken besitzt. Um dem Ganzen noch eins drauf zu setzen liefert "High Fidelity" zudem eine tatsächliche Lösung des Lebenproblems, welches Rob durchmacht. Im Gegenzug ist die Versöhnung mit Laura weder als zwingend notwendiges Hollywood Happy End inszeniert, noch folgt sie einer logischen Konsequenz. Aufgrund der Charakterzeichnungen passt sie psychologisch gesehen aber exakt in das Umfeld, die Umstände und das Seelenleben der beiden und ist somit in seiner irrationalen Art ebenfalls höchst authentisch ausgefallen.

Dem Drehbuch gelingt der Kniff immer zu wissen wann etwas auch mal Comic-artig übertrieben gehört, um den Humoreffekt zu erhöhen (beispielsweise in der herrlich überdrehten Maskerade, mit der Tim Robbins in einer Nebenrolle so angenehm unangenehm zu glänzen weiß), ohne dem Werk seinen lebensechten Anstrich zu nehmen. Mit diesem Gesamtrezept schaut sich der Streifen mit seinem hohen Anspruch an sich selbst lockerleicht und kurzweilig inszeniert, trotz dramatischer Schwerpunkte, die tatsächlich ernst genommen werden, nie schwerfällig oder zu stark Richtung Tragikomödie schwenkend inszeniert, und so ist Regisseur Stephen Frears ein unglaublich sehenswerter, überzeugender und lebensbejahender Film geglückt, über Gefühle, die fast jeder nachvollziehen kann, angereichert mit Analysen über das Leben und die Gesellschaft, die einem oft genau die klaren Worte servieren, die man selbst nicht hätte ausformulieren können. Frears ist gekonnter Routinier, ist bereits seit den 60er Jahren Regisseur und hat in unterschiedlichen Genres schon vorher längst bewiesen, was er kann. Stellvertretend sollen hier nur einmal das Horror-Drama "Mary Reilly" und die Komödie "Ein ganz normaler Held" genannt sein, alles Werke die ein breites Publikum ansprechen, ohne an Mainstream-Krankheiten zu leiden.

Neben ihm und dem hervorragenden Drehbuch weiß auch die treffsichere Besetzung die Qualität des Streifens zu stützen. John Cusack, der "High Fidelity" mit produzierte, schaut sich wie die Idealbesetzung der Hauptrolle, die unbekannte und unglaublich charismatisch besetzte Iben Hjeljle trifft als weiblicher Mit- und Gegenpart derart ins Schwarze, dass man sich niemand anders in der Rolle vorstellen möchte, Tim Robbins ist Trumpf wie immer, Joan Cusack überzeugend in einer kleinen, aber interessant herausgearbeiteten Rolle mit dabei, Jack Black spielt üblich überdreht und ist dennoch sensibel spielend dabei und darf somit für die ein oder andere Überraschung sorgen, Lisa Bonet lässt sich ebenfalls kaum anders besetzt vorstellen, Catherine Zeta-Jones spielt gekonnt eiskalt wie fast immer, und Todd Louiso gelingt das Kunststück seine Figur komplett introvertiert anzusetzen, ohne sie auch nur im Ansatz der Lächerlichkeit Preis zu geben oder unrealistisch wirken zu lassen. Somit zählt "High Fidelity" zu den Glückstreffern, bei denen wahrlich alles stimmt, weil sich hier Menschen zusammengefunden haben, denen die Umsetzung der Buchvorlage nicht nur sehr wichtig war und die nicht nur mit äußerst viel Respekt an das Projekt herangegangen sind, sondern auch verstanden haben auf was zu achten ist, wie der Stoff gemeint ist und wie dieses großartige Drehbuch umgesetzt werden muss. Der Film bietet dem Zuschauer Erkenntnisse, Wiedererkennungswert und vielschichtigen Unterhaltungswert in bester Kino-Professionalität, so dass er zu einem jener Werke wird, die man sich wahrlich immer wieder angucken kann, ohne dass Abnutzungserscheinungen zu erkennen sind.  OFDb

18.11.2018

UND TÄGLICH GRÜSST DAS MURMELTIER (1993)

Mag literarisch auch die Kurzgeschichte "12:01 PM" der erste Beitrag zum Thema Zeitschleife als Tageswiederholung gewesen sein, aus filmischer Sicht war "Und täglich grüßt das Murmeltier" das erste Produkt seiner Art. Diesem folgten zunächst TV-Produktionen wie "Und täglich grüßt der Weihnachtsmann", später aber auch die Großproduktion "Edge of Tomorrow". Egal wie gut ("12:01"), unterhaltsam ("Happy Deathday"), oder mäßig ("Und täglich grüßt der Bräutigam") die Ergebnisse auch ausfielen, so berühmt wie die mit Bill Murray in der Hauptrolle besetzte Komödie von Harold Ramis wurde keiner dieser Streifen. Wann auch immer sich ein Film wie "Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie" mit der Thematik der Wiederholung des immer gleichen Tages beschäftigt, er muss sich mit der hier besprochenen Fantasy-Komödie messen, die sich im Gegensatz zu manchem Nachzügler kein bisschen dafür interessiert warum es zu besagter Zeitschleife kommt.

Freilich wissen wir, dass sie der Läuterung Connors Charakter dient, wodurch sie tatsächlich ausgelöst wird, bzw. welche Kraft hinter dieser Chance steckt, und warum Connor sie sich scheinbar verdient hat, wird jedoch nie erklärt oder auch nur im Ansatz hinterfragt. Vielleicht steckt Amor dahinter, denn "Groundhog Day" (Originaltitel) beschäftigt sich deshalb nie mit dem Rätsel hinter den Ereignissen, weil er sich auf seine Liebesgeschichte konzentriert. Dass das Ergebnis trotzdem nicht auf den Bereich RomCom reduziert werden kann, beweist die Grundidee, die bereits bei weniger kreativem Herangehen ein Selbstläufer gewesen wäre. Da aber Komödienspezialist Harold Ramis ("Caddyshack", "Reine Nervensache") den Film geschrieben und inszeniert hat, wird das Ergebnis gar zum Party-fördernden Happening, denn das Drehbuch sprudelt nur so vor wunderbaren Einfällen, gut gesetzten Pointen, herrlich flachen Kalauern und cleverem Humor. Unterstützt durch Murrays zynisches Spiel ist eine höchst unterhaltsame Komödie entstanden, die man tatsächlich alle Jahre wieder hervorholen kann, um sich erneut am grandiosen Ergebnis zu erfreuen.

Das einzige Makel, meiner Meinung nach, besteht im überraschend humorarmen Schluss, der nach dem wundervoll komischen "Bleib hier" keinen einzigen Versuch mehr unternimmt etwas Humorvolles ins Geschehen einzubauen. Da sprechen wir zwar nur von wenigen Minuten bis zum Einsatz des Abspanns, überraschen tut mich diese Vorgehensweise aber dennoch immer wieder aufs Neue, wirkt der Schluss doch damit etwas zu kitschig und eher aus Pflicht einen Schluss präsentieren zu müssen inszeniert. Aber was soll man jammern, wenn der Weg bis dahin bestens funktioniert? "Und täglich grüßt das Murmeltier" trumpft nicht nur mit vielschichtiger Komik und einer guten Besetzung, seine Liebesgeschichte weiß einen mitzureißen, kurze dramatische Momente stecken an, und wenn es Richtung Läuterung geht verzichtet der Film auf den erhobenen Zeigefinger, sprich die Moral hält sich stark zurück, so wie es der Kitsch stets zuvor tat, wenn Connor anfängt Empathie und Zuneigung zu seiner Produktionsassistentin zu empfinden. Wer je an einem Film mitgewirkt hat, wird zudem Gefallen daran finden, dass Fehler stets zu Wiederholungen der selben Szene führen, so wie man es tatsächlich von Dreharbeiten kennt, ohne dass besagte Szenen üblicher Weise je den Weg in einen fertigen Film finden würden. Zur Entstehungszeit von Ramis Werk guckten sich diese Momente erfrischend anders. Die Filme, die sich heutzutage mit der Zeitschleifenthematik beschäftigen, finden oft noch alternative Möglichkeiten die Wiederholung darzustellen. So oder so müssen sie sich aber trotzdem auch immer wieder an der Methode Ramis bedienen. Ohne diese geht es dann doch nicht.  OFDb

15.11.2017

ZWEI UNTER VOLLDAMPF (1986)

So richtig wusste man in der Mitte der 80er Jahre noch nicht wie man den talentierten Komiker John Candy in den Kinobereich einbinden könnte. Eine alleinige Hauptrolle traute man ihm nicht zu, meist durfte er Randfiguren verkörpern wie in „Alles hört auf mein Kommando“ oder in „Zum Teufel mit den Kohlen“. Wenn er dann mal eine Haupfigur mimen durfte, dann stets im Partnergewand, wie in „Ein Ticket für zwei“ mit Steve Martin an der Seite, oder wie in dem hier besprochenen, weit weniger bekannten „Zwei unter Volldampf“, in dem er Eugene Levy zur Seite gestellt bekommt, der hierzulande erst spät durch die Rolle des Vaters in der „American Pie“-Reihe berühmt werden sollte.

Beide machen nicht gerade den Eindruck die Idealbesetzung für eine Buddy-Actionkomödie zu sein, und tatsächlich wirken sie in den härteren Szenen wie die Waschlappen-Variante von „Lethal Weapon“. Allerdings kommt es „Zwei unter Volldampf“ zu Gute, dass trotz der Regie Mark L. Lesters, der eher für harte Stoffe wie „Die Klasse von 1984“ steht, der Komödienfaktor weit mehr in den Fokus rückte als der Bereich der Action, was die Mitarbeit von Harold Ramis am Drehbuch verdeutlicht, der in den 80er Jahren für so manchen Komödienerfolg zuständig war. Lesters Film konzentriert sich auf das Losersein seiner beiden Hauptfiguren und fährt damit, gerade mit Blick auf die Ausbildung zum Sicherheitsbeamten und der damit verbundenen trotteligen Gruppe Mitauszubildenden, im Fahrwasser der zur Entstehungszeit erfolgreich laufenden „Police Academy“-Welle mit.

Candys Figur wirkt ein wenig unausgegoren, womit ich auf die Einleitung dieses Artikels zurückkomme. In der ersten Szene ist er ein Feigling ohne Selbstbewusstsein, im Rest des Filmes ist er der zwielichtige, aber mit dem Herz am rechten Fleck agierende, Sprücheklopfer, der für einen erfolgreichen Einsatz alles geben würde, selbst wenn er dafür, wie die LKW-Szene im Stau verdeutlicht, mehr Leben riskiert als es zu retten gilt. Hin und wieder darf Candy etwas zotiger agieren, z.B. wenn er als dicke Tunte getarnt herumschwulen darf. Meist aber bleibt er der unnütz wirkende Angeber, der schlechte Umgang der Rolle Eugene Levys, wie die Rolle Meg Ryans an einer Stelle des Films zu früh anmerkt, lange bevor der Charakter Candys tatsächlich so wirkt wie er abgestempelt wird. Der gutmütige Trottel, die Paraderolle Candys, bleibt diesmal fast gänzlich zu Hause, was zur Abwechslung aber auch einmal okay ist.

Eugene Levy bleibt überraschend blass, obwohl er doch schon lange vor „American Pie“, z.B. in seiner kleinen Rolle in „Ein Geschenk des Himmels“, beweisen durfte wie lustig er sein kann. Tatsächlich mimt er hier nur den Ängstlichen, der vom Sprücheklopfer stets zu Heldentaten verführt werden muss, auch wenn diese, mit ehrlichem Blick auf das Ablenkungsmanöver der vielen chaotischen Füllszenen, recht rar gesät sind und selbst im Finale, wenn er über sich hinaus wächst, noch immer nicht ganz überzeugen wollen. Meg Ryan ist hier eigentlich nur unnötiger Anhang. Aufgrund ihrer wenigen Szenen und der vergessenen Vertiefung ihres Charakters versteht man nie so ganz, warum sie irgendwann anfängt den beiden Unglücksraben zu helfen. Und selbst wenn sie dies tut, erlangt ihre Rolle nie eine wirkliche Bedeutung. In „Die Reise ins Ich“ durfte sie kurz darauf bei ähnlicher Rollenposition weit mehr Einfluss auf eine Handlung nehmen als hier noch.

Wenn man nun noch bedenkt dass die Actionszenen in ihrer Extreme nicht wirklich mit der Leichtigkeit der Restszenen harmonieren und der billige, austauschbare 80er Jahre-Soundtrack endgültig die härteren Szenen nur routiniert umgesetzt erscheinen lässt, darf man sich schon wundern, dass „Armed and Dangerous“ (Originaltitel) eigentlich ein recht sympathischer, wenn auch austauschbarer und nicht lange im Gedächtnis heften bleibender, Film ist, der gerade in der ersten Hälfte mit manch schlichter, aber humorvollen Idee zu punkten weiß. Glücklicher Weise macht bereits die Einstiegsszene mit der Katze auf dem Baum recht deutlich was man vom Restfilm zu erwarten hat. Man sichtet dort einen lustigen Candy in einer Szene, aus der man in einer guten Komödie weit mehr geerntet hätte. Es reicht um simpel zu unterhalten, aber eben nicht für eine wahre Empfehlung. In schwächeren Szenen zuckt man mit den Achseln, in besseren grinst man vor sich hin, trotz aller Einfältigkeit und dem Fehlen wahrer zum Lachen einladender Pointensetzung.

Mark L. Lester inszeniert das unbeholfene Stück Action-Komödie recht solide, lässt die Klischees und Stereotype für sich selber wirken und lässt mittendrin die Sprüche klopfende Naturgewalt John Candy auf das Szenario los, in der Deutschfassung ein wenig gewöhnungsbedürftig synchronisiert, aber das passt ja recht gut zur ungewöhnlich ausgefallenen Rolle des kanadischen Komikers, der sonst eher die sympathische Art Loser-Typ mimen durfte. Zwar fragt man sich hinterher bei so viel dünner Luft warum „Zwei unter Volldampf“ trotz dem Fehlen großer Ideen und Gags und trotz seiner enorm klingenden Makel so unterhaltsam zu schauen war, aber das war er nun einmal, warum sollte ich es ihm nun abstreiten, nur weil theoretisch alles dagegen spricht?  OFDb

10.09.2017

BEIM ERSTEN MAL (2007)

Während der Versuch Seth Rogen in „Zack and Miri make a Porno“ sanfter als gewohnt einzusetzen eher als gescheitert betrachtet werden darf, ist dieses Experiment im ein Jahr zuvor erschienenden „Beim ersten Mal“ bereits vorher geglückt. Dabei klingt das Handlungskonstrukt zunächst arg bieder, der Plot keineswegs innovativ, wirkt eher orientierungslos angehaucht, und keine der Figurenzeichnungen ist positiv ausgefallen. Man muss schon etwas näher hingucken, um die Stärken eines Streifens kennenzulernen, der davon handelt dass zwei unterschiedliche Menschen aufgrund einer Schwangerschaft versuchen eine Partnerschaft zu leben. Das klingt arg nach dem zwanghaften Familienbild amerikanischer Filme, nach einem Belehrungsversuch Alternativlebende zur Zweisamkeit zu bekehren und nach gesellschaftlichen Vorurteilen ein Baby würde nur im klassischen Familienbild glücklich aufwachsen können.

„Beim ersten Mal“ ist hingegen viel sensibler erzählt und gedacht, als uns der provokante Ekelhumor rund um Bens Clique zunächst weiß machen möchte. Es geht um den echten Versuch den Menschen hinter dem ersten Eindruck kennenzulernen, um den wahren Charakter eines Menschen, der in der Regel etwas Liebenswertes in sich trägt, das es zu entdecken lohnt. Und Judd Apatows Film macht es seinen Protagonisten wahrlich nicht leicht dies aneinander zu entdecken. Fortschritte wechseln sich mit Rückschritten ab, zu arges Bemühen mit natürlichem Funktionieren, äußere Beeinflussung mit eigenem, kritischen Denken, zu schnelle Entscheidungen mit zu stark überdachten. Wie im wahren Leben werden die Tücken des Alltags, das Umfeld und die Selbstzweifel zu Stolpersteinen des Glücks.

Aufgrund dieser facettenreichen Orientierung tut es dem Film unglaublich gut, dass er sich stets für Nebensächlichkeiten Zeit nimmt, thematisch scheinbar sinnlos abdriftet, oft um das Ergebnis herumschlendernd anstatt das Ziel direkter anzusteuern. Wer den wahren Kern des Films entdeckt und in diesem emotional eintauchen kann, der wird nie, wie oft zu lesen, beklagen, dass die Laufzeit zu lang ausgefallen sei und dass der Film mit Nichtigkeiten überfrachtet sei. Ganz im Gegenteil würde die Hauptgeschichte gar nicht ohne dieses Beiwerk funktionieren, weil eben dies das Leben ausmacht und beeinflusst.

Es ist schön, dass es trotz diverser Entgleitungen in eine alternative Kinorealität, in solch einem Film tatsächlich einmal um den Menschen geht, anstatt um Erwartungen eines Kinofilms zu diesem Genre. Es geht um alles was der Mensch verkörpert, ohne moralisch oder anderweitig orientiert irgendetwas schönreden zu müssen. Das ist in einem romantisch angelegten Werk durchaus möglich, wie „Knocked Up“ beweist, aber man muss sensibel hinter den Schleier scheinbarer Klisches blicken können, man muss selbst die Fähigkeiten der hier gezeigten Figuren besitzen, sich auf jemanden einzulassen, der einem zunächst unsympathisch erscheint. Und dank der Gegenüberstellung eines nicht wirklich glücklichen oder unglücklichen Ehepaares, bekommt der Versuch der beiden zentralen Figuren eine Spiegelung dessen vorgehalten, was aus einer Partnerschaft werden kann, sollte, bzw. nicht sollte.

Es ist wohl dem Drehbuch zu verdanken, dass selbst diese Nebenfiguren empathisch beleuchtet werden, Tiefe erhalten und zu weit mehr werden als für Randaussagen nützliche Stereotypen. Dass dies bei Bens Freunden nur bedingt funktioniert, verwundert aufgrund der unangenehmen Ekelkomik in diesen Reihen nicht, die Rogens grenzwertigen Humor ebenso in den Film einbringen, wie Rogen in vorgenommener Besetzung seine persönlichen Freunde integriert, seine Standard-Crew. Dass aber selbst deren verkörperte Figuren den Ansatz von Tiefe besitzen und der Zuschauer die Schwächen sich stark gebender, schmuddeliger Männer entdecken kann, beweist die Sensibilität des Streifens, bzw bei Nichtfunktionieren der Mangel an Sensibilität beim Zuschauer.

Was bei Ben zu Hause passiert ist selbst mir als Freund seiner Filme oftmals zu viel des Schlechten und kratzte damit leicht an der ansonsten angenehm zu schauenden Fassade des Wohlfühlfilms. Aber mit diesen kleinen Abstrichen kann ich leben innerhalb eines Filmes der stillen Komik, der urplötzlichen lauten Lacher, der ansteckenden Romantik und der nachvollziehbaren Reibereien. Es ist herzerwärmend zwei unterschiedliche Menschen dabei zu begleiten das Liebenswerte ineinander zu entdecken, und es tut ebenso gut ganz nebenbei eine entstehende Männerfreundschaft mitzuerleben, deren einzige Basis es zunächst ist Vater zu sein / Vater zu werden. Vielleicht ist es letztgenannter, nicht zu unterschätzender Aspekt, der dabei hilft aus „Beim ersten Mal“ keinen reinen Frauenfilm werden zu lassen. Aber allein die Besetzung Seth Rogens ist eigentlich schon der erste Schritt gegen solch ein Klischee-Kino zu steuern.  OFDb

06.02.2016

THE OFFICE - STAFFEL 1 - 3 (2005)

Der Anfang der ersten Staffel entspricht ziemlich genau dem wovon das britische Original „The Office“ gehandelt hat, eine Serie die meiner Meinung nach das Beste ist was TV bisher je hervorgebracht hat. Der Witz des Originals ist intelligent, gewagt, kreativ, provozierend, herzlich, realitätsnah und vieles mehr, und ein Remake sollte ganz automatisch nicht mithalten können bei solch brillantem Ergebnis. Der deutsche Ableger „Stromberg“ bewies jedoch, dass man dem Ziel zumindest recht nahe kommen kann, ist er doch ebenfalls recht genial ausgefallen, wenn auch nur im Schatten des tragikomischen britischen Originals existierend.

Im Gegensatz zum deutschen Ableger „Stromberg“, der in unserem Land nach „Das Büro“ mit Ingolf Lück bereits der zweite Versuch war „The Office“ für den deutschen Markt umzusetzen, orientiert sich die amerikanische Version inhaltlich wesentlich näher am britischen Original als es das sehr freizügige Remake mit Christoph Maria Herbst in der Hauptrolle tat. Die Amis taten das was sie unter dem Remake-Prinzip seit je her verstehen, sie drehten die bereits erzählte Geschichte einfach noch einmal.

Doch der Pilotfilm des amerikanischen „The Office“ zeigt dass kulturelle Differenzen sich nicht einfach dadurch lösen lassen, dass man einige Inhalte dem amerikanischen Leben angleicht. Es reicht nicht aus amerikanische Promis, Serien und Gesellschaftsprobleme in das ansonsten fast identische Drehbuch des Originals zu stopfen. Leider versucht man genau dies im Piloten, und so darf man dabei zusehen wie überforderte Mimen den subtilen Humor von Gervais Serie nicht verstehen und Regieanweisungen versuchen dem Amerikaner etwas mit überzogenen Minen und Taten verstehen zu lassen, was er in der Regel nicht verstehen kann.

Glücklicher Weise schien man dies zu erkennen, und bereits in der zweiten Folge ist zu erkennen dass die Serie, die bei uns u.a. auch unter dem Alternativtitel „Das Büro“ lief, versucht sich vom Original zu lösen um eigenständigere Wege zu gehen. Als Vorlage für Episode 2 dient die Idee der Episode 3 des Originals, allerdings wird das Thema der Fortbildung, von welcher die Folgen handeln, abgeändert und sie dient dem amerikanischen Remake lediglich als Aufhänger. Erreichen wir Folge 3 befreit sich „The Office“ endgültig von „The Office“ und findet seinen eigenen Drive, der sich nach 6 Folgen der ersten Staffel zudem darin zeigen wird, dass die kommenden Staffeln aus je über 20 Episoden bestehen werden, so wie es für amerikanische Serien üblich ist.

Freilich konnte man sich aufgrund des Piloten nie ganz vom Original lösen, der Betrieb bleibt ein Papiervertrieb, der Chef hält sich für einen Entertainer, und eine unglückliche Liebschaft besteht zwischen einem Angestellten und der süßen Frau von der Rezeption. Als typische amerikanische Sitcom durchgezogen nutzt man diese Grundlagen jedoch für völlig eigene Ideen und Geschichten. Warum man allerdings dabei blieb die Serie im Dokuformat zu belassen, will sich mir nicht erschließen, weiß die amerikanische Serie doch inhaltlich nichts mit dem Stil anzufangen, so dass es immer unlogischer wird dass sich die Leute filmen lassen, je tiefer die Serie ins Geschehen eintaucht.

Schließlich befinden wir uns nun endgültig in einem typisch amerikanischen Produkt, bei welchem bis auf kleine rote Fäden am Ende immer alles wieder auf Null zurückgeschraubt werden muss, um immer wieder einen neuen albernen Aufguss des Aufhängers, dem Büroalltag, zu präsentieren. Der ursprüngliche Aufhänger der Aufgabe einer der bestehenden Filialen wird lange Zeit aus den Augen verloren und schließlich relativ einfach gelöst, um ihn endlich aus dem Weg zu haben. Die Komik fällt wesentlich alberner aus als im Original und ist Kilometer weit von deren Genialität entfernt. „The Office“ soll einfach eine geistlose Sitcom zum Abschalten nach dem gestressten Arbeitsalltag sein, und kann man dies akzeptieren und die US-Sitcom als etwas Eigenständiges sehen, dann weiß dies auf banaler Ebene auch zu funktionieren.

Sicherlich ist „The Office“ verglichen mit dem britischen Original eine Beleidigung und eher ein Produkt zum Fremdschämen. Als Serie für sich betrachtet, die gar nicht den hohen Anspruch des Originals an sich selber stellt, geht das Produkt jedoch in Ordnung, auch wenn es selbst dann nicht auf einer Höhe mit den wahrlich geglückten Sitcoms Amerikas steht, wozu meiner Meinung nach u.a. „The Big Bang Theory“ oder „Die wilden 70er“ gehören. Das Ergebnis befindet sich eher auf dem simplen und massentauglichen Niveau von „Hör mal wer da hämmert“, „Two and a Half Men“ und Co, alles Serien die weder einen Intelligenzpreis gewinnen würden, noch durch einfallsreiche Komik glänzen, die man allerdings für den trivialen Zeitvertreib für zwischendurch aufgrund ihrer Kurzweiligkeit ruhig anschauen kann.

Leider ist die deutsche Synchronisation ziemlich übel ausgefallen. Zwar gewöhnt man sich mit der Zeit an sie, selbst an die Stimme des grummeligen Dicken, die zum peinlichsten gehört was ich je in einer Synchro einer Erfolgsserie gehört habe (und das ist sie mit 9 Staffeln), gut sieht jedoch anders aus. Dass sich der schlichte Charme der Serie trotzdem durchsetzen kann, spricht für „The Office“ und ist hauptsächlich den Charakteren zu verdanken, auch wenn es im Vergleich zum Original auch hier derbe Abstriche zu verzeichnen gibt.

Die Rezeptionistin ist völlig austauschbar besetzt, der Angestelle der sich in sie verliebt hat ist kein charmanter Loser mehr sondern eine unsympathische Grinsebacke. Aber zumindest wissen die anderen zwei Hauptfiguren zu gefallen, sofern man das Original ausgeblendet bekommt. Ohne dieses im Kopf entpuppt sich Steve Carell als gute Entscheidung für die Rolle des untalentierten, infantilen Chefs, welcher immer wieder Aufmerksamkeit für sich benötigt. Und Rainn Wilson in der Rolle des Büro-Rambos ist eine Show für sich, wird sein Charakter doch zu einer übertriebenen Comicfigur wie sie Ernie für die „Stromberg“-Reihe wurde. Zudem wissen auch die meisten Nebenfiguren zu gefallen und zu wirken, auch wenn sie stets recht eindimensional für ein Klischee stehen müssen. Auch erst spät dazu stoßende Figuren wissen sich einzufügen und die Serie zu bereichern.

Dank der erweiterten Folgenzahl und der Belanglosigkeit des winzigen roten Fadens der sich durch die Staffeln schlängelt, sind Dinge möglich, die im Original nicht möglich waren. Sie waren dort auch nicht erforderlich. Aber das amerikanische „The Office“ hat in seiner schlichten Erscheinung jeglichen positiven Aspekt nötig, um nicht in die vollkommende Belanglosigkeit hinabzugleiten. Und so spielt das Drehbuch recht interessant noch lange mit den Folgen eines One Night-Stands zwischen Michael und seiner Chefin. Und auch die Liebschaft zwischen der Rezeptionistin und Jim weiß einige Überraschungen zu bieten. Dass der Soap-Gehalt der Sitcom halbwegs zu funktionieren weiß, erkennt man spätestens daran dass Jim einem trotz seines unsympathischen Charakters tatsächlich leid tut, wenn er aufgrund höherer Umstände stets zurückstecken muss.

Im Gesamten besteht die Serie in ihren ersten drei Staffeln aus ständigen Aufs und Abs mit mal weniger und mal geglückteren Folgen, Ideen, Witzen und Soap-Momenten. Mit dem Original sollte man die amerikanische „The Office“ ab Folge 3 nicht mehr vergleichen. Zuvor ist dies aufgrund der inhaltlichen Gleichschaltung kaum möglich, aber ab da wo die Serie ihre eigene Identität entdeckt und weiß was sie will geht sie als trivialer geistiger Abschalter durchaus in Ordnung. Damit ist das Ergebnis zwar um Lichtjahre schlichter ausgefallen als meine Lieblingsserie auf welche die hier besprochene Serie basiert, aber ich war erstaunt dass die Amerikaner auf ihrem wesentlich plumperen Niveau trotzdem etwas geschaffen haben, dass auf routinierter Ebene Laune macht weiter verfolgt zu werden.  OFDb