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23.09.2018

OTTO IST AUF FRAUEN SCHARF (1968)

Franz Antel ist ein berüchtigter Regisseur der extrem albernsten Zeit deutschsprachiger Komödien. Neben diverser Sexpossen gehen auch billigste Kalauerfilme wie "Musik, Musik, da wackelt die Penne" auf sein Konto, und gerade mit diesem verglichen darf man doch erleichtert feststellen, dass "Otto ist auf Frauen scharf" weit weniger penetrant daher kommt als dieser. Freilich erhält man dieses Bild durch den direkten Vergleich, das hier besprochene Werk ist noch immer recht derb, wie typische Komödienvertreter dieser Zeit, mit Klamauk aufgebauscht. Aber gerade mit Blick auf Hauptdarsteller Gunther Philipp, der immer gern zum argen Überagieren neigt, überrascht der zurückgefahrene Ton, was aber freilich nur jenen Menschen auffallen kann, die des öfteren in Filmen dieser Art unterwegs sind. Ganz im Gegenteil zu allen Vorurteilen ist es sogar Philipp selbst, der in seiner Rolle als Otto zu überraschen weiß. Es ist nicht so, dass er nicht auch hier viele Möglichkeiten für ein theoretisch unnötiges Affentheater ausnutzen würde, aber man erkennt in seinem Spiel, ja selbst sogar in seinem Klamauk ein echtes Verständnis für die Rolle die er verkörpert und das macht bereits viel am unerwarteten Gelingen des Streifens aus.

Gelingen ist vielleicht ein wenig zu hochgegriffen, immerhin ist dies ein Franz Antel-Film, und da werden schräge Possen gern mit Humor verwechselt, Geschichten undurchdacht erzählt und vieles andere findet ebenso dilettantisch statt. Aber "Otto ist auf Frauen scharf" ist trotz dieser Eigenarten irgendwie anders. Es weht eine gewisse Unschuld über dem Projekt, vielleicht ein wenig vergleichbar mit dem ebenfalls recht amateurhaft ausgefallenem "Die Supernasen". Sicherlich ist die hier besprochene Komödie meilenweit davon entfernt ein professioneller und tatsächlich funktionierender Film zu sein, aber seine Unbedarftheit besitzt einen gewissen Charme, mal ausgelöst durch die Naivität, mal durch überraschend kreative Ideen, dann wieder aufgrund der sichtbaren Spielfreude aller Akteure. Was über allem diesem steht ist eine kindliche Mentalität, in der alles nicht so ernst gemeint ist wie es andere Filmschaffende nehmen würden. Trotz allerlei nackter Tatsachen bleiben selbst die "Erotikszenen" zahm, der Extremhumor ist freilich gar infantil ausgefallen, ebenso die Geschichte, die keine ist.

Die schmeißt schnell das Konzept des biederen Mannes, der für promiskuitiv gehalten wird, über Bord, um einen völlig wirren, undurchdachten Plot zu servieren, in dem keine der vielen Figuren irgendetwas in der Hand hätte um die Geschehnisse bewusst zu lenken. Der Zufall schwebt tatsächlich über allem. Otto wird zum gesuchten Millionenbetrüger, sein alter Schulfreund landet in der Klappse, Verwechslungen wie diese finden sich im Minutentakt im Film wieder, stets völlig überkonzipiert eingebracht, und da man dementsprechend auch kein Gefühl für psychologische Glaubwürdigkeit besitzt, verliebt sich die US-Dame freilich in den Casanova, wissendlich dass er einer ist. Und auch der verknocherte alte Otto gewinnt am Ende das Herz seiner neuen, jungen und attraktiven Sekretärin. Denn "Otto ist auf Frauen scharf" ist ein filmisch gewordener Altherrenwitz, so grausig und sympathisch zugleich wie eben solche, dies aufgrund der hohen Naivität und des kindlichen Charmes der über allem weht und aus einer eigentlich unangenehmen Chose etwas liebenswertes entstehen lässt. 

Immerhin ist der Film zahmer als der übliche Altherrenwitz, in manchen seiner Ideen überraschend treffsicherer als ein solcher, und so unbedarft und amateurhaft wie hier alles aneinander geleimt ist, kann man niemanden wirklich bös sein hier ein derart dilettantisches Werk auf die Nase gedrückt bekommen zu haben. Neben der sympathischen Hauptbesetzung mit Gunther Philipp sind es allerhand Nebenpersonen wie Hubert von Meryerinck, die für zusätzlich unschuldigen Charme sorgen. In einem Gastauftritt weiß auch der theoretisch völlig unwitzig und aggressiv komisch überdrehte Willy Millowitsch zu gefallen, was er der dazu passenden Inszenierung und dem Szenario in das er gepackt wurde zu verdanken hat, anstatt seinem überschätzten Talent. Und Heinz Erhardts Auftritt bildet wahrlich das Sahnehäubchen des Streifens, weiß aufgrund typischer Erhardt-Wortspielereien zu gefallen ("zahnlose Zuschauer") und aufgrund des kindlich anmutenden Parodie-Streiches rund um die Erfolgssendung "Wer bin ich". 

Gerade hier findet sich konzentriert angegangen jene unschuldige, kindlich komische Rezeptur wieder, die auch auf den überraschend gut funktionierenden Gesamtfilm zutrifft, freilich nur wenn man über seinen eigenen Schatten springen kann und einem solchen Extremklamaukfilm, aus geradezu typischen Tagen dieser Gattung Kino, eine echte Chance geben kann, anstatt ihn von Anfang an als Trash abzustempeln. Mag einiges auch eher unfreiwillig komisch sein, darauf reduzieren sollte man den Film nicht. "Otto ist auf Frauen scharf" ist eine wundervolle Unverschämtheit, eine sympathische Dreistigkeit sich Film nennen zu dürfen, und ein Glücksfall für Antel trotz allem vorhandenen Dilettantismus doch noch (und weil es so ist) zu funktionieren, nicht jedoch aufgrund einer bewussten Handlung oder Denkweise von Antels Arbeit. Das Ergebnis ist dem Zufall geschult. Inmitten vieler ähnlich angegangener Projekte (auch von Antel selbst) hebt sich dieser Film auf ungewöhnliche Art von der restlichen Nerverei ab, obwohl alles dafür spricht, dass auch er ein solcher Kandidat ist. Manches muss man einfach auf sich wirken lassen und akzeptieren, anstatt verzweifelt zu analysieren was den Unterschied ausmacht.  OFDb

12.05.2016

AUSSER RAND UND BAND AM WOLFGANGSEE (1972)

Zwei Jahre nach „Musik, Musik - Da wackelt die Penne“ trommelte Regisseur Franz Antel noch einmal einen Großteil der Darsteller von einst zusammen, um ein Remake des ingesamt drei mal von ihm verfilmten „Eva erbt das Paradies... ein Abenteuer im Salzkammergut“ zu drehen. Obwohl auch Gunther Philipp und Paul Löwinger mit an Bord sind, ist die erneute Zusammenkunft der fröhlichen Truppe keinesfalls das Produkt selbiger kaum auszuhaltender Extremkomik geworden, wie das damals mit Ilja Richter und Hansi Kraus besetzte Werk, von denen diesmal lediglich noch Hansi Kraus für eine Nebenrolle übrig geblieben ist.

Freilich ist „Außer Rand und Band am Wolfgangsee“ das typische Feel Good-Produkt seiner Zeit geworden, aber er ist nicht so penetrant erzählt wie Antels oben zuerst erwähnte Komödie. Einzig Löwinger spielt dominant wie er immer spielt, diesmal in der Rolle eines Sympathisanten, und isoliert von anderen Extremkomikern funktioniert sein gewöhnungsbedürftiger Humor sogar überraschend gut, was mich schon sehr verwundert hat. Hauptsächlich lebt der Film freilich von seinem höchst naiven Optimismus und seinem fast schon dilettantischen Flair, welches durch Spielfreude, gute Laune und einem Touch unfreiwilliger Komik den nötigen Mix ergibt um auf naivster Basis nett trivial unterhalten zu werden.

Leider gibt Michael Schanze weder musikalisch noch als lässiger Held viel her. Sein müdes Gesinge vereint sich so gar nicht mit dem frech gewollten Stil des jungen Hotels. Und die extra für den Film eingekaufen Musikstars, Roberto Blanco und irgendeine Black-Band die kaum noch wer kennt, sind billig in den Film eingebaut, spielend auf einer Bühne die nie Berührung mit den Drehorten am Wolfgangsee fand, geschweige denn Berührung mit den Figuren des Filmes.

Als einzig positiv erweist sich musikalisch das versöhnliche Zusammenspiel von Michaels lässiger Combo mit der spießiegen Dorfkappele, die zunächst eine Art Duell spielen, um schließlich wunderschön vereint mit ihrem jeweiligen Stil zu harmonieren. Mit dieser Musikszene wird symbolisch eine größere Aussage getroffen als Worte je hergeben könnten, ohne in dieser unendlichen Fröhlichkeit und dem keine schwarzen Wolken am Himmel kennenden Optimismus heuchlerisch oder lächerlich zu wirken.

Zwar gibt es nur die übliche, in solchen Komödien ewig wiedergekäuerte, Geschichte zu erleben, in welcher junge Leute sich mit List, Tücke und ohne gesunden Menschenverstand aus einer finanziellen Misere befreien, aber das spielfreudige Team aus mal wenig und mal noch weniger talentierten Mimen bringt das Ganze schon recht ordentlich und halbwegs unverkrampft rüber, manchmal mit überraschend tauglichen Witzchen versehen, meist aber einfach nur, ohne hervorhebenswerte Pluspunkte, den Geist seiner Zeit toll einfangend, selbstverständlich nur für Leute goutierbar, die mit den überholten heile Welt-Filmchen dieser Zeit etwas anfangen können. Mir hat es besser gefallen als so manch zu chaotische deutsche Komödie der 70er Jahre.  OFDb

19.11.2013

MUSIK, MUSIK - DA WACKELT DIE PENNE (1970)

Die 60er und 70er Jahre-Generation deutscher Filmemacher hat viel Mist verzapft für den man sich gerade mit Blick aufs Ausland und dem was diverse Länder zeitgleich für das Kino geschaffen haben schämen müsste. Und die kleine Stinkperle „Musik, Musik - Da wackelt die Penne“ gehört neben Rudi Carrells und Ilja Richters Tuntenausflügen der tollen Tanten und Karl Dalls Film-Verbrechen „Sunshine Reggae auf Ibiza" ganz klar zu den peinlichsten "Komödien" die je das Lichtspielhaus erblickten. Im Gegensatz zu den Vergleichsfilmen weiß Antels Humorlegastheniker-Traum aber zumindest auf unfreiwillig komischer Ebene zu gefallen, zumal sich hinter all dem Schrott ein gewisser Charme nicht komplett verstecken lässt. Wenn ich nur wüsste wo ich anfangen soll...

Ilja Richter, von den Idiotenkasperles der damaligen Zeit noch irgendwo der sympathischste, hat null Probleme damit Peinlichkeiten zu unterbieten und hatte scheinbar ein dickes Fell, denn ein solches Spiel müsste ihm schon damals eine Menge Kritik eingebracht haben. Wallace-Filme liefern uns schließlich den geschichtlichen Beweis, dass nicht ganz Deutschland verstrahlt war. Leider erwarten Zugpferd Ilja und Regisseur Antel aber auch vom Publikum ein dickes Fell, um das Werk überhaupt bis zum Ende erleben zu können. Das ist vom Normalzuschauer schon etwas zu viel erwartet, und selbst Trash-Freunde wie meiner einer müssen sich trotz aller Sympathie für diesen Schrott eingestehen: so unfreiwillig komisch das auch ist, es ist gleichzeitig auch recht anstrengend zu sichten.

Bei meiner Erstsichtung ging ich an diesen Film heran mit einer ungefähren Erwartung a la "Hurra, die Schule brennt", jenem Teil der nicht nur von unfreiwilliger Komik lebenden „Die Lümmel von der ersten Bank“-Reihe, der im Gegensatz zu den anderen 6 Teilen komplett im Trash badet. Dieser war cineastisch gesehen jene Art von Müll die lustig und peinlich zugleich war. Er war aber noch guckbar in Hinsicht darauf, dass man sich trotz aller Belustigung denken konnte, dass es für diesen Irrsinn ein ernst gemeintes Publikum gab. Dieses Gefühl geht bei "Musik, Musik - Da wackelt die Penne" vollkommen flöten. Selbst Schlagerfreunde, die im hier besprochenen Film mit viel Musik bedient werden, können nicht diesen grausamsten aller grausamen Albernheiten ernsthaft auf die Art witzig finden, wie dies einst gemeint war. Oder doch? Ich bekomme Angst!

Spitzenreiter für den Bodensatz übelstem Klamauks ist der von Paul Löwinger gespielte Hausmeister. War diese (dort von wem anders gespielte) Rolle in Lümmelteilen sogar noch freiwillig komisch besetzt, so ließ man hier einen komplett unwitzigen Mann auf die Menschheit los, der immer stammelt, rumhampelt und dem man ansieht für wie witzig er sich selbst hält. In seiner Heimat Österreich war dieser Volksschauspieler seinerzeit gar Kult, prägte jene Form Theater, an dessem Konzept sich Peter Steiner später erfolgreich dreist bediente, und erfand mit dieser Komik einen Zweig der seinerzeit wohl als ähnlich modern, provokant und skurril empfunden wurde, wie heute die zurecht anerkannte Kunst eines Helge Schneiders. Diesen Respekt kann man Löwingers Humor leider nicht mehr entgegen bringen, ist er im Gegensatz zu Helges Humor doch kein beobachtender und in seiner Extreme wirklich nur noch peinlich zu nennen. Der gute Mann hatte scheinbar das Glück mit diesem Klamauk den Geist der Zeit zu treffen. Hüllen wir von nun an lieber den Mantel des Schweigens über seinen Humor.

Hansi Kraus, der ewige Lümmel, kommt in diesem Streifen etwas zu kurz, da er nicht mitsingt und andere für die Streiche verantwortlich sind. Er ist lediglich als Publikumsliebling mit an Bord. Ein längst vergessener Stimmenimitator, dessen Name ich nicht kenne, stiftet sein Talent dem Film, um daraus mieseste Witze zu ernten, und Howard Carpendale liefert einen der unsinnigsten Gastauftritte ab, indem er auf einem fahrenden Boot im Schneidersitz sitzend seinen ersten Hit "Das schöne Mädchen von Seite 1" trällert, ohne dabei in die eigentliche Geschichte integriert zu werden. Um dem ganzen doch einen losen Zusammenhang zu geben, wird kurz der büffelnde Hansi Kraus eingeblendet, der kurz klagt er könne nicht lernen, wenn Howie singt. Zumindest das ist lustig, wenn auch aus dreistem Grund eingebaut.

Der Part der bösen Lehrer ist auch zehn mal extremer gespielt als bei den Lümmel-Filmen. Dessen Oberbösewicht Knörzerich, gespielt von dem sehr talentierten Rudolf Schündler, darf diesmal den Part eines sympathischen Erwachsenen namens Onkel Emma spielen. Doch selbst als Klassenlehrer in besagter Lümmel-Reihe war seine Figur nicht losgelöst von Sympathie angelegt. Ein solcher Bezug fehlt in der hier angewendeten Lehrerbesetzung komplett, was vom Film aber auch so gewollt ist.  Die Lehrer sind derart überzogen dargestellt, dass freiwillige Komik kaum noch möglich ist, bei Gunther Philipp und der weiblichen Pädagogin sogar gar nicht mehr. Die ständigen sexuellen Anspielungen zweier Lehrer sind derart verklemmt, dass nur noch der übelste Karnevalsclub-Spießer darüber lachen kann, auch wenn die lange Unterhose des männlichen Parts auch heute noch auf freiwillige Art belustigt.

Die Streiche der "Schüler", das Highlight von Filmen wie „Klassenkeile“, „Die Lümmel von der ersten Bank“ und „Immer Ärger mit den Paukern“ sind entweder völlig überkonstruiert (Haschisch im Feuerlöcher) oder peinlich aufgrund des Alters der Schüler. Mancher Gag würde heutzutage maximal von einem 5-Klässler ausgeführt werden ohne sich zu schämen. Da mag der Blick von heute etwas ungerecht wirken, ich weiß es nicht, aber in diesem speziellen Fall kann ich mich einfach nicht in die damaligen Sehgewohnheiten hineinversetzen, so wie man es sonst bis zu einem gewissen Grad bei Klassikern der Filmgeschichte kann.

Das Grundszenario des Streifens ist auch schön peinlich zu nennen (ich weiß, ich benutze dieses Wort diesmal sehr oft, aber nur peinlich trifft es wirklich): die jungen Leute wollen ein Musical a la "Hair" inszenieren. Leider tanzen sie dafür zu viel zu schlechter Musik (das Titellied schießt den Vogel ab) und hampeln viel zu extrem und unchoreographiert dabei herum. Dieses Hampeln muss man ernsthaft gesehen haben, um zu wissen wie übertrieben es tatsächlich ist, gerade im Hinblick darauf, dass wir Proben beiwohnen dürfen. Was bei diesem improvisierten und ziellosen „tanzen“ geprobt werden muss, erschließt sich dem Zuschauer nicht. Und wenn in Sololiedern mal manch einer von den Kids ruhige Töne anstimmt, dann hampeln die anderen auf ruhigere Art mit, quasi ADHS unter Valium, und machen dabei zudem schlechte Grimassen.

Natürlich gibt es innerhalb der ohnehin schon unsinnigen und völlig überzogenen Szenen Unlogiken zuhauf zu entdecken. Hier sei nur einmal kurz meine liebste erwähnt: ein zur Entstehungszeit typischer Kassettenrekorder wird an einem Seil aus dem Fenster herunter gelassen und startet zum richtigen Zeitpunkt von selbst, obwohl keiner die Play-Taste von oben bedienen kann.

Genial unfreiwillig komisch ist auch die Besetzung eines der Mädels in der Klasse einer Grundschule, die zu einem Nebenstrang der eigentlichen Geschichte um Abiturienten gehört. Selbst für ihr junges Alter betrachtet völlig talentfrei sitzt sie als eines von vielen Kindern im Klassenraum, hat dabei ein ganz übles gekünsteltes Grinsen im Gesicht, und die Kamera hält aus der Masse heraus genau bei ihr an, so dass sie einen Sonderposten in einem der  peinlichsten Lieder bekommt, welches Unterricht in Form von Gesang demonstrieren soll. Beachtung verdient der völlig bescheuerte Text „Wir wissen 2x2 ist 4 und 4 ist 8. Bei 3x3 da haben wir schwer nachgedacht“, der von den Schülern in einer Fröhlichkeit vorgetragen wird, die verboten gehört. In einer späteren Szene sitzt Chris Roberts in der Klasse und singt dem eben erwähntem blonden Mädchen Liedzeilen wie "Baby, ich wollt ich wär, oh Baby Dein Teddybär" vor.

Wenn man einmal davon absieht welch bösen Nachgeschmack dieses Lied heutzutage hat in Zeiten von Pädophilen-Hysterie, so ist es doch anhand dieser zwei Beispiele nicht zu übersehen, dass da irgendwer, der für diesen Film Geld beigesteuert hat, erzwungen hat eine Verwandte in den Streifen unterzubringen, die Tochter, die Nichte, wen auch immer. Warum sollte sonst eine dumme Gans mit null Talent die anderen talentlosen Nullen toppen können? Wir danken dieser unbekannten Person dennoch, denn der Trash-Fan kann über solche Momente Tränen lachen.

Goldigste Beispiele der unfreiwilligen Komik dürften nun genug genannt sein. Meidet diesen Film, wenn ihr nicht über Müll lachen könnt! Und könnt ihr dies, so seid dennoch gewarnt: „Musik, Musik - Da wackelt die Penne“ ist anstrengender als die meisten anderen deutschen "Komödien" dieser Zeit. Meiner Meinung nach ist er diese Mehrkonzentration des Zuschauers aber auch wert, gehört er in meinen Augen doch zu den amüsantesten und unterirdischsten Werken seiner Zeit. Ich habe ihn nun schon mehrere Male gesehen und lache mich noch immer über die ewig gleichen Szenen kaputt. Aber ich bin ja auch ein verstrahlter Typ.  OFDb