Posts mit dem Label Billy Crystal werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Billy Crystal werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

26.06.2025

Kurzkommentare (3)

 

Reine Nervensache (1999)

DeNiro parodiert seine Paraderolle comicmäßig herrlich übertrieben und könnte dies wahrscheinlich im Schlaf, und das Drehbuch liefert wundervolle, alberne Pointen und Dialoge dazu ab. Es ist die Verspieltheit, die kindliche Freude die Sichtweise eines Kriminellen, eines Gewalttäters auf die Welt eines Analysten stoßen zu lassen, was den Film zum funktionierenden Selbstläufer werden lässt. DeNiros Gegenpol ist zu brav und steif gespielt von Billy Crystal, wie man ihn kennt, aber umringt von spielfreudigen weiteren Akteuren. Lediglich den Frauenrollen wurde keine Bemerkung geschenkt, deswegen sind sie wohl auch so austauschbar besetzt.  Wiki

 

Doctor Who - Die Heimsuchung (1982)

Böse Reptilien in der Vergangenheit der Erde, der Doktor inmitten des letzten Pestausbruchs, ferngesteuerte Einwohner und ein schelmischer Helfer aus der dort gerade stattfindenden Gegenwart, das alles ergibt im Mix einen unterhaltsamen Vierteiler, der nicht wirklich aus der Masse herausragt, aber keinerlei Längen besitzt. Der fünfte Doktor beweist sich ein weiteres Mal als sympathische Neubesetzung, lediglich die hohe Anzahl an Begleitern schadet den Abenteuern in dieser Phase ein wenig, ähnlich wie in den Anfängen des 13. Doktors, in dem sich selbige Fehlentscheidung einschlich.  Wiki

 

We Are Zombies (2023)

"We Are Zombies" ist durchaus eine amüsante Angelegenheit und kurzweilig zu konsumieren. Die Treffsicherheit eines "Turbo Kid" und die Brillanz eines "Summer of 84" ist in der erneuten Zusammenarbeit des Regie- und Drehbuch-Teams Simard und der beiden Whissells jedoch nicht zu bemerken, dafür fällt das Ergebnis trotz einiger weniger Besonderheiten dann doch zu austauschbar aus. Die Verspieltheit mit den Vorbildern und ihren Klischees wirkt aufgesetzter als üblicher Weise von diesem Trio zu erwarten war. Aber interessant genug ist die Horror-Komödie durchaus ausgefallen, es fehlt lediglich am Charme der Vorgänger.  Wiki

 

Saturday Night Fever (1977)

Es ist erstaunlich, wie neutral der Film über eine Figur berichtet, die sich für unglaublich toll und talentiert hält, während um sie herum die Tristheit des restlichen Alltags außerhalb der Disco trotz allerhand Klischees recht realistisch anmutend beleuchtet wird. Travoltas Rolle soll nur Identifikationsfigur sein, niemand mit Sympathie. Meiner Meinung nach hätte die Geschichte jedoch jemanden mit diesem Attribut benötigt, so arrogant und selbstverliebt der Held hier eine plumpe Modewelle zelebriert. Soziale Fragwürdigkeiten, wie eine Vergewaltigungsszene, die als zu verzeihende Selbstverständlichkeit eingebaut wurde, machen den Zugang für Menschen, denen die Tanzmaterie fremd ist, nicht gerade leichter.  Wiki  

 

Perfide (2014)

Müder Horrorfilm, der trotz des reizvollen Herkunftlandes Chile keinerlei fremdartige Atmosphäre aufweisen kann, geschweige denn eine dem Horrorfilm geschulte düstere. Uninteressant plätschert das sich auf wenige Figuren konzentrierende Geschehen dahin, welches durch das Auftauchen bedrohlicher Fremder nicht an Fahrt oder wohligem Unbehagen gewinnt. Ich konnte diesem dünnen Plot immer uninteressanter und unsympathischer werdender Figuren tatsächlich so gar nichts abgewinnen.  OFDb  

15.04.2023

HARRY UND SALLY (1989)

Es sind nicht seine Drehbücher, die hat wer anders geschrieben, aber letztendlich hat Regisseur Rob Reiner die Eingangssequenz für "Harry und Sally" aus dem Hauptplot seines Teenfilms "Der Volltreffer" aus dem Jahr 1985 entnommen und lässt das ungleiche Paar diesmal erst erwachsen werden, bevor es zueinander findet. Hierfür spielt die Geschichte zwei Mal mit Zeitsprüngen, lässt dann aus den sich nicht sympathisch findenden Menschen Freunde werden, und von nun an fiebert der Zuschauer über einen inhaltlich lang gestreckten Zeitraum mit, dass diese wundervollen Menschen, mit ihren Macken, Tücken und ihrem Charme, partnerschaftlich zueinander finden. Der Weg dorthin ist äußerst amüsant, nicht weil die eigentliche Geschichte so höllisch interessant klingt, sondern weil das Drehbuch uns derart geniale Dialoge und Situationen beschert, dass "When Harry Met Sally..." (Originaltitel) damit etwas völlig Eigenständiges im Meer der romantischen Komödien wird. 

Fast scheint es so, als wäre ihm das Anliegen der Romantik egal, so lebensnah und bitter die Komik manches Mal anmuten mag, ohne dabei gleich zur Tragikomödie zu werden. Aber "Harry und Sally" hat sein Herz am rechten Fleck, verliert sein Ziel nie aus den Augen, gönnt uns jedoch statt dem üblichen Kitsch des Genres etwas, das den Zuschauer tatsächlich zum Schmachten bringt: er lässt uns die beiden richtig kennen lernen. Aus zwei Streithähnen werden Freunde, die sich all das anvertrauen, was sie dem eigenen Geschlecht nicht sagen können, und darüber hinaus freilich vieles mehr. Thematisiert werden Fragen wie, können Männer und Frauen einfach befreundet sein? Gibt es einen Zeitpunkt wo aus Freundschaft keine Liebe mehr werden kann? Was wollen Männer und Frauen jeweils in einer Beziehung? Wie gehen sie mit Trennung um? Und freilich geht es auch um das Reifen, um Theorie und Praxis und um die Menschen um einen herum, die hier keinesfalls, wie so oft in Vergleichsfilmen, entweder zu nervigen Sidekicks werden, oder zur enttäuschten ersten Wahl einer der Protagonisten. 

Stattdesen arbeitet ein Teil der Geschichte sogar damit, dass es eine solche Person im nahen Umfeld nicht gibt, ganz im Gegenteil, wie ein herrlich treffsicher Trinkspruch während einer Hochzeitsfeier bestätigt und zu einem der größten Lacher wird. Die Nebenfiguren sind ebenso greifbare Menschen wie die Hauptfiguren und ganz wichtig für das soziale Umfeld der beiden und für die Psychologie des Films, selbst für seinen Humors und seine Technik (z.B. die Split Screen-Sequenzen). "Harry & Sally" ist nicht nur darin und in den anderen bereits erwähnten Unterschieden zur typischen RomCom Ausnahme. Auch die berühmteste, lauteste und vulgärste Szene des Films, die in anderen Werken oft der Publikumsliebling der Masse mit ihrem einfach gestrickten Humor wird, während die tatsächlichen humoristischen Schätze fast unbemerkt bleiben, gehört hier tatsächlich zu den Highlights, auch von der Schauspielleistung Meg Ryans her. 

Was aber nicht bedeutet, dass diese Szene die zu entdeckenden Humorschätze besagter Vergleiche ersetzen würde. Die gibt es hier ebenfalls zu erleben und dies zuhauf, manchmal schlichtweg zur Verdeutlichung der Charaktere, wie die Idee mit den Karteikarten für die Videosammlung, oder die Unterhaltung über Sex nach einer missglückten Verabredung, manchmal um Stimmungen zu untermauern, wie die herrliche Situation rund um einen der hässlichsten Tische der Welt. Laute Komik, wie die Kernspuckszene im Auto und die berühmte Orgasmusszene, gehen Hand in Hand mit sensiblem Humor, empathischen Beobachtungen und tatsächlich auch manchem Filmklischee, das sich inmitten der genialen Zutaten nicht einmal wie ein solches anfühlt. "Harry und Sally" ist ein gute Laune Film, eine Komödie, die einem zum Träumen verführt, ein Film über Menschen, die man kennen und mögen lernt. Er ist einer der ganz großen Werke eines Subgenres, das meist nur der geistfreien Gefühls-Berieselung dient. Eben weil sich der Film guckt, als gehöre er nicht dazu, funktioniert er so gut und wird zum Pflichtfilm eines jeden Kinointeressierten.  Wiki

08.05.2020

AMERICA'S SWEETHEARTS (2001)

Billy Crystal, Mit-Autor, Mit-Produzent und Mit-Hauptdarsteller in einer Person, verarbeitet diverse Stereotypen der Filmwirtschaft, aus der er selbst kommt, in seinem "America's Sweethearts", macht dies aber auf liebevolle Art, ohne der Branche zu schaden. Als sich darauf konzentrierende Satire würde der Film deswegen zu harmlos erscheinen, aber Crystal möchte gar nicht mit Hollywood abrechnen, er nutzt diese Schattenseiten für eine Liebeserklärung an sein Berufsumfeld. Das weiß ihm deshalb zu gelingen, weil er zum einen manche Fragwürdigkeit nicht dem System unterstellt, sondern einzelnen Charaktertypen, so dass jeweils der Eindruck der Diven, der Druck machenden und über Leichen gehenden Produzenten u.ä. Vertreter der Branche je über die spezielle Orientierung der jeweiligen Figuren eingebracht wird und selbst diesen ein gewisser Charme zugestanden wird. Zudem geht es Crystal nur zum Teil darum den Medienzirkus Hollywoods zu persiflieren. Denn "America's Sweethearts" will zudem auch eine Liebes-Komödie sein. Und da kommt die Rolle Julia Roberts ins Spiel, die seit "Pretty Woman" ohnehin im Genre des Liebesfilms festzustecken schien.

Sie ist zwar nun erneut Part einer derartigen Geschichte, allerdings wird durch die Mitorientierung der Branchen-Persiflage auch ihre Rolle stark in diese mit einbezogen, wenn auch nur durch die passive Beteiligung hinter den Kulissen, so dass der leichte Satirepart auch auf ihren Charakter zurückfällt. Die schrägen Umstände unter denen Eddie und Kiki zusammen finden, wird somit selbst fast zur Verballhornung des Genres Liebesfilm. Leider ist ihr Charakter eine Spur zu schwach ausgefallen, ordnet sich Kiki doch derart stark den Wünschen ihrer Schwester unter, dass man ihr das Heraustreten aus ihrem Schatten im Laufe der Erzählung ebenso wenig zutraut, wie die positiven Empfindungen der egoistischen Gwen gegenüber. Hier hätte man sich intensiver auf ihre Charakterentwicklung, anstatt auf den umso stärker durchleuchteten Medienzirkus, orientieren müssen, damit dieser nicht unerheblich wichtige Teil der Geschichte glaubwürdig und emotional intensiv funktionieren kann.

Was das Drehbuch nicht zu genüge beachtet, machen die Darsteller positioniert in ihren meist ohnehin typischen Rollenbildern professionell zu einem guten Teil wieder wett. Catherine-Zeta Jones glaubt man persönlich zu hassen, so intensiv wie sie allein schon mimisch in ihrer Rolle zu wirken weiß, John Cusacks Hoch- und hauptsächliche Talfahrt der Gefühle kommen stilsicher und überzeugend witzig herüber, Billy Crystal kommt mit seiner üblichen Komik daher, und Christopher Walken darf diesmal schrullig-exentrisch hinter ungewohnter Maske agieren. Julia Roberts wirkt hingegen etwas unterfordert, darf meist nur süß lächeln oder auf niedliche Art enttäuscht gucken, während die Geschichte uns wenig überzeugend weismachen will, dass sie einst unattraktiv war. Auch derartige Aspekte sorgen dafür, dass die eigentliche Liebesgeschichte nie ergreifend genug wird, um aus dem Bereich des Medienwirbels als Hauptaspekt der Geschichte zum Ende hin gekonnt herauszuragen.

Somit bleibt uns am Schluss ein braver, aber lustiger Blick hinter die Kulissen Hollywoods und eine Liebesgeschichte, die zumindest dank der sympathischen Besetzung eine Spur besser funktioniert, als es das Drehbuch eigentlich zulässt. Damit ist der Streifen unterhaltsam genug ausgefallen, um als leichter Verzehr durchzugehen, wird aber kein Werk, das derart intensiv in Erinnerung bleibt, wie beispielsweise "Wild Boys - Der Sommer ihres Lebens", den ebenfalls Joe Roth inszenierte. Mit "Die Supertrottel", der Fortsetzung von "Die Rache der Eierköpfe", bewies er einst hingegen, dass er auch wesentlich schlechteres als den hier präsentierten Mainstream-Medienkritik-Kompromiss abliefern kann.  OFDb

16.05.2015

DIE BESTIMMER - KINDER HAFTEN FÜR IHRE ELTERN (2012)

Jede Generation hat eine andere Ansicht von Leben und Erziehung, und selbstverständlich entstehen dadurch Konflikte. Das war schon immer so, und das wird immer so sein. Aber kaum eine Großeltern-Generation dürfte es in Amerika schwieriger gehabt haben als die heutige, pervertiert doch in der Gesellschaft dort eine Political Correctness heran, die in ihrer Extreme nicht schön zu reden ist. Sportspiele ohne Wettbewerbsgedanke stehen im Widerspruch zum Karriere-orientierten Verunstalten eigentlich locker gemeinter Hobbys. Nein sagen wird durch freundliche Floskeln ersetzt, Zucker ist des Teufels, Essen muss ohnehin glutenfrei und ähnliches sein, und die Kinderseele darf durch nichts, aber auch gar nichts was ansatzweise den Ernst des Lebens wiederspiegelt, verletzt werden.

Tendenzen dieser Art gibt es leider bereits in Deutschland zu erkennen. Und schon die bei uns gelebte Light-Variante der Political Correctness ist höchst bedenklich. Aber was sich in Amerika auftut, und ganz besonders in der Familienfilm-Welt dieses Landes, kann man nur noch als weltfremd und beschämend bezeichnen. Theoretisch wäre es also schön einen Film zu sichten, in welchem alte Erziehungsmethoden, welche die Kinder und ihre Bedürfnisse noch ernst nehmen und wo Fehler machen erlaubt ist, den weichgespühlten Vorstellungen heutiger Eltern einen Strich durch die Rechnung machen und zeigen was dem Kind wirklich gut tut.

Aber „Die Bestimmer“ ist nun einmal selbst ein Kind seiner Zeit, setzt im Ursprung zwar auf dieser Idee an, aber freilich nur um am Ende ein vor Kitsch triefendes Happy End zu zelebrieren, in welchem sich beide Arten zu Handeln freundschaftlich entgegen kommen. Sicher wäre es schön wenn so etwas möglich wäre, aber dann würden heute auch Faschisten mit Demokraten glücklich Hand in Hand auf grünen Wiesen spazieren gehen. Was im Grundsatz völlig gegenteilig ist kann nun einmal nicht versöhnlich sein. Der Mensch der veralteten Streitgesellschaft, welcher sich Problemen erwachsen stellt, weiß dies. Der Mensch der Political Correctness, der die Welt in einem verfälschten Rosarot betrachtet, weiß dies nicht.Und deswegen gibt es an der Realität vorbei gedrehte Filme wie diesen.

Dass „Parental Guidance“ trotz seiner unangenehmen Unwirklichkeit trotzdem ein wenig funktioniert liegt an den sympathischen Stars Billy Crystal und Bette Midler und jenen Momenten, in welchen sie trotz höchst angerichtetem Chaos Recht behalten sollten. Die beiden auf die überbehütenden Erziehungsmethoden ihrer Tochter und ihres Schwiegersohnes stoßen zu lassen, sorgt jedoch nur selten wie gedacht für Lacher, sondern viel eher für ein Grummeln in der Magengegend gesund denkender Menschen.

Die Wahrheit ist viel zu traurig und viel zu bedenklich um hier über einen Mentalitätenkonflikt schmunzeln zu können, wie es z.B. im deutsch-italienischen Konflikt der Christian Ulmen-Komödie „Maria, ihm schmeckt‘s nicht“ funktionierte. Wenn in einem Land etwas völlig falsch läuft, und man auch noch beobachten darf wie sich deren Entwicklung auch hierzulande immer weiter ausbreitet, dann bleibt einem vor Angst das Lachen im Halse stecken. Von daher: nett gemeint, aber nur verdaulich für Problem-Weggucker und Realitätsverweigerer.  OFDb

26.12.2012

FORGET PARIS (1995)

Mickey Gordon ist in Paris um seinen Vater zu beerdigen und lernt die attraktive Debra kennen, in die er sich verliebt. Nach einiger Zeit zieht Debra zu Mickey nach Amerika. Doch da ihr Partner in seinem Beruf als Schiedsrichter ständig unterwegs ist, ist das Leben nach dem Verfliegen der rosa Wolke sehr unbefriedigend. Eine Lösung muss her...

Ein Schiedsrichter – Blind vor Liebe anstatt blind auf dem Spielfeld...
 
Diese Liebeskomödie ist ein sympathischer Beitrag seines Subgenres. Er ist jedoch Meilenweit von den großen Filmen seiner Art entfernt (z.B. „Pretty Woman“, „Harry und Sally“). Das hat mehrere Gründe: Die Tragik mit immer neuen Wendungen und Erkenntnissen ist etwas arg dick aufgetragen, die Story wird durch ihre episodenhafte Erscheinung nie ganz eins, und die Komik Crystals outet viel zu häufig ihre Herkunft aus der Ecke der Stand Up-Komik.

Dennoch ist das fertige Werk witzig, trotz kleiner Längen großteils kurzweilig und pfiffiger als die routinierten Beiträge zum Subgenre Liebeskomödie. So erntet „Forget Paris“ einige hervorragende Lacher über seine Erzählweise, den Rückblick. Texte werden falsch erzählt, um zu prüfen ob die Person, welche die Geschichte erzählt bekommt, auch noch zuhört. Der Kellner des Lokals, in dem die Story erzählt wird, kennt sich mit den verworrenen Geschehnissen irgendwann fast besser aus als die Erzähler. Die einzelnen Kapitel klingen oft nach Happy End, dann wird die Story wieder ins negative umgeworfen, was die zartbesaitete Frau, der das alles erzählt wird, immer wieder Tränen in die Augen schießt. Und da gibt es noch jede Menge andere Spiele mit dem Rückblick.

Zusätzlich zu diesem Kniff gesellt sich ein weiterer hinzu: Mit fortschreitender Laufzeit erzählen immer mehr Menschen die Geschichte, meist übernehmen die Neuankömmlinge im Lokal, die zu besagter Runde gehören, bei ihrer Ankunft das Ruder um weiter zu erzählen. Oftmals ist man sich aber auch uneinig, was auch zu gelungenen Witzen in Rückblickszenen führt, die währenddessen zu sehen sind. Das ist eine gute Idee, weit aus besser als wenn die Unklarheiten lediglich ohne optisch Zusatzunterstützung am Lokaltisch ausdiskutiert würden.

Neben der üblichen, meist harmlosen Witzchen, dieses Subgenres bekommt man in „Forget Paris“ auch herrlich alberne und skurrile geboten. Diese sind zwar nicht in der Überzahl, frischen den Film aber enorm auf. Mit zu den schrägsten Ideen, man könnte es fast schwarze Tragikomik nennen, gehört der Einzug des Stiefvaters in die zu diesem Zeitpunkt ohnehin nicht mehr fröhliche Zweisamkeit.

Bleibt zum Schluss nur zu sagen, dass das fertige Werk ruhig einen kleinen Kick flotter hätte sein können und weniger Tragik locker gereicht hätte, um schräge Situationen auf realitätsnahe knallen zu lassen. Insgesamt bleibt das Ergebnis aber immer noch überdurchschnittlich. Spätestens der Fan des Hauptdarstellers wird einen Freudensprung machen, darf Billy Crystal doch, wohl auch weil er hier Regie führte, viel improvisieren.  OFDb