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Dienstag, 7. Juli 2015

THE AXE IS BACK - DIE RACHE DER LIZZIE BORDEN (Lizzie Borden's Revenge 2013 Dennis Devine)


Bei einer Seance beschwört eine Gruppe Studentinnen den Geist einer Frau herauf, die im 19. Jahrhundert eine Axtmörderin war...


The 1892 Axe Massacre...

Inmitten all der mies umgesetzten Horrorfilme, die ich in meinem Leben gesehen habe, gehört „The Axe is Back“ zu den am übelsten dahingerotzten Werken, die ich je sehen durfte. Hin und wieder schafft es ein sehr billig umgesetzter, direkt für den DVD-Markt produzierter Streifen zu überraschen, so z.B. „Day X - Outbreak of the Zombies“. Schon bei solch angenehmen Ergebnis muss man dennoch in vielen Dingen ein Auge zudrücken, meist auch die deutsche Billigvertonung betreffend, die bei vielen DVDs als einzige Sprachfassung enthalten ist. Dann aber kann man einen gewissen Spaß mit solchen Produktionen haben. Meist steckt hinter einem solchen Werk jedoch ungenießbare und uninspirierte Langeweile wie z.B. bei „Mexican Werewolf“ oder „Scarred - Narben des Todes“.

Schon mit diesen Beiträgen kann ich nichts anfangen, aber ein Film wie „Lizzie Borden‘s Revenge“ (Originaltitel) lässt diese halbgaren, geradezu uninteressanten Genre-Beiträge weit hinter sich zurück. Dennis Devines Werk weiß in keinem Punkt zu überzeugen, lässt nirgendwo ein Anzeichen dafür aufblitzen, dass man sich auch nur irgendeine Mühe geben wollte, und ist lediglich als Verarsche für den Horror-Fan zu betrachten, ein plumper Versuch mit falschen Cover-Versprechen an dessen Geld zu gelangen.
„The Axe is Back - Die Rache der Lizzie Borden“ ist trauriger Weise kein Debutfilm eines nie wieder tätig werdenden Regisseurs. Devine drehte schon x weitere Billig-Horrors. Das Geschäft mit Werken wie „Nazi Dawn“, „Alice in Murderland“ und „Don‘t Look in the Cellar“ scheint sich zu rentieren. Gesehen habe ich keinen davon, aber mit Blick auf den hier besprochenen Streifen kann ich mir nicht vorstellen, dass sich jemand mit so wenig Motivation und Talent anderswo mehr Mühe gegeben haben sollte.

Selten sah ich schlechtere CGI-Effekte, und der Billigmarkt ist voll von Produktionen die üble Computer-Tricks aufweisen. Selten sah das durchs Bild spritzende Blut unechter aus, wenn es überhaupt je schlechter aussah. Und nur ganz selten sind sichtlich aus der Porno-Branche gecastete Darstellerinnen noch übler in ihrem Schauspiel als in „The Axe is Back“. Mich würde es nicht wundern, wenn parallel zum hier besprochenen Stück Dreck noch ein Porno gedreht wurde. Allerdings hält sich der Erotikanteil im abgelieferten „Horrorfilm“ noch in Grenzen, eine direkte Porno-Variante zu „The Axe is Back“ scheint es also nicht zu geben.

Viel bleibt nicht zu sagen: Finger weg von diesem unterirdischen Bockmist, der mit üblem Farbfilter, unterirdischsten Darstellern, einem Handlungsablauf der selbst Grundschul-Abbrecher in ihrer Intelligenz beleidigt, miesen CGI-Effekten und einem billig heruntergedudeltem Hintergrund-Score wenigstens die deutsche Billigst-Synchro beschert bekommen hat, die er auch verdient. Hinter vielen Filmen die ich nicht mag steckt eine ordentliche Portion Mühe, so dass ein gewisser Respekt trotz alledem meinerseits vorhanden ist. Bei „The Axe is Back“ ist das nicht der Fall. Ein Werk wie dieses fällt für mich unter Betrug, da der Zuschauer erst gar keine Chance bekommt je nach Filmgeschmack angenehm unterhalten zu werden. Selbst übler Schund wie „Wicked Lake“ ist mühevoller umgesetzt, und selbst der war schon eine arge die Intelligenz des Zuschauers tretende Geduldsprobe.


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