Da mir zur Zeit die Motivation üblicher Besprechungen fehlt, möchte ich die letzten Sichtungen zumindest mal mit Kurzkommentaren versehen:
Terrifier 3 (2024)
Nicht mehr ganz so lang ausgefallen wie der Vorgänger, aber immer noch 120 Minuten laufend, merkt man wieder nichts von der Länge, so kurzweilig wie das Ergebnis wieder einmal ausgefallen ist, diesmal versehen mit mehr Hintergründen und einem Cliffhanger, so dass der dünne rote Faden etwas mehr Inhalt suggeriert. Ob nötig oder nicht, Arts Gemeinheiten sind nach wie vor brutal, und doch kann man "Terrifier 3", ebenso wie die ersten beiden Teile, nicht darauf reduzieren. Zu verspielt kommt das Gesamtszenario daher, das mit der Unberechenbarkeit des Clowns zu schocken weiß und uns nah genug an die Protagonistin heranführt, um ihr als Zuschauer mental beizustehen. Wiki
Monk - Staffel 6 (2007)
Nach zweijähriger Pause schaut sich Monk auch in dieser späten Phase noch so unterhaltsam wie eh und je. Nathalie bekommt etwas mehr Profil, Randy schön blöde Macken pro Folge zugeschrieben, und auch die Fälle bleiben interessant genug. Die erste Folge wird zugleich zu einem Highlight, wenn eine Frau sich als fanatischer Monk-Fan entpuppt und als Metaebenen-Gag seinen Fällen immer jene Titel zuschreibt, welche die einzelnen Folgen in der Serie tatsächlich tragen. Auch ein Fall in der Rapszene, einer mit Nudisten, oder jener um ein Fehlurteil Monks heben sich interessant hervor, ebenso wie jene Episode, in welcher Schlaflosigkeit Monk durch das Nachtleben in der Stadt führt oder der Detektiv zum begehrten Kunstmaler wird. Dass eine Folge um eine Sekte definitiv bei einem solch labilen Charakter nur funktionieren kann, macht auch diesen Kriminalfall zu etwas Besonderem. Wiki
He's Out There (2018)
Der Publikumsliebling aus der späten "Dexter"-Phase und "The Handmaid's Tale" ist wie immer hübsch anzusehen und spielt solide genug, aber ein Werk tragen, dass fast ausschließlich von ihrer Performance lebt, ist dann doch so wenig sinnvoll, wie das zu dominante Einbinden ängstlicher Kinder, von denen eins zudem noch krank ist, um das Dilemma zu verstärken. Somit setzt man mehr auf Drama, anstatt auf Thrill, und bei so menschlichem Handeln des Killers, wäre eine düstere Umsetzung umso wichtiger gewesen, eben weil er nicht wie die (übernatürliche) Horrorfilmbedrohung daher kommt. Letztendlich interessiert es bei derartiger Routine kaum, wie es die Heldin schaffen wird, während das Schicksal ihres Ehemannes bereits viel zu früh für solch dünnen Plot verraten wird. Nett abgefilmt, okay gespielt, aber weder wirklich unterhaltsam, noch durch irgendetwas auffällig. Wiki
Der Test des Piloten Pirx (1978)
Auch wenn ich von der Testphase persönlich gerne mehr gesehen hätte, so ist dieser polnisch-sowjetische Science Fiction doch auch in den anderen Phasen nicht uninteressant, da ein Großteil der Handlung philosophischer Natur ist. Das Spiel mit dem Unwissen um Kunstmensch oder nicht, verzuckert das Gedankenexperiment. Und man kann es dem Autor nur sehr anrechnen, dass sich der finale Kniff tatsächlich als cleverer Trick entpuppt, um eine dringend benötigte Antwort auf die Kernfrage des Experiments zu erhalten. Sicherlich fällt "Testflug zum Saturn" (Alternativtitel) an manchen Stellen zu redefreudig und in die Länge gezogen heraus, da habe ich mich oft gefragt warum man sich für manch weniger wichtigen Moment mehr Zeit gelassen hat, anstatt für den Testflug an sich, aber das Ergebnist ist mehr als längst überholtes Retro-Kino, es bleibt eine eher nüchtern vorgetragene, interessante Geschichte mit einfallsreichen Gedankengängen. Wiki
Blade - The Iron Cross (2020)
Mit Blade als beliebteste Puppe erhält die "Puppet Master"-Reihe dessen ersten Solo-Film (ich hätte da andere Favoriten gehabt). Und das Ergebnis entpuppt sich als einer der flotter zu guckenden Fortsetzungen, wird doch dank des Zusatzelementes um aggressive Zombies genug Spielerei integriert, um der dünnen Alibihandlung genügend Zunder zu bescheren. Da stört es dann wenig, dass Blade gar nicht so oft auftaucht, wie man meinen sollte. Und auch dass erneut ein Abenteuer zur Zeit des dritten Reiches spielt, geht damit in Ordnung. Ein gut aufgelegter Darsteller des irren Wissenschaftlers sorgt für den Rest inmitten von typischen Charles Band-Skurrilitäten, wie das auf Ed Wood-Art besetzte Muskelpaket in der Rolle des Helfers. OFDb
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