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Donnerstag, 28. Juli 2016

21 JUMP STREET (2012 Phil Lord u.a.)


Schmidt war ein Streber, Jenko ein Sportler, deswegen verstanden sie sich auf der Highschool nicht. Als die beiden auf der Polizeiakademie wieder zusammentreffen freunden sie sich an und helfen einander. Auch nach der Ausbildung sind beide zusammen im Einsatz unterwegs. In der 21 Jump Street erhalten sie den Auftrag als verdeckte Ermittler als Schüler auf die Highschool zu gehen. Durch ein Missverständnis muss der Sportler den Schlaukopf und der Schlaukopf den Sportler mimen. Und inmitten von Partys und neuen Freunden wird der eigentliche Auftrag, die Suche nach dem Kopf hinter einem neu gestarteten Drogenring, zur Nebensache...


Der Leistungskurs Leukämi...

Ich kenne die brühmte Serie „21 Jump Street“ mit Johnny Depp nicht und habe damals nicht einmal zufällig reingeschaltet. Aber das war kein Hinderniss mit der Kinoversion mit Jonah Hill und Channing Tatum seinen Spaß zu haben, ist diese kleine Komödie, die von ihrer Idee her ein klein wenig an „Mord in der Highschool“ erinnert, doch ein kurzweiliges Stück Nonsens, zumindest wenn man keine hohen Erwartungen an einen derartigen Stoff hegt. Ich habe den Film der Regisseure Phil Lord und Christopher Miller nun bereits zum zweiten Mal gesehen, und aufgrund seines Tempos bleibt er auch dann interessant, kann man sich doch wahrlich nicht jeden Kalauer merken, der in dieser flotten Umsetzung abgefeuert wird.

Allerdings spielt da auch die Belanglosigkeit eine Rolle mit. „21 Jump Street“ ist so schnell geguckt wie vergessen. Er ist die angenehme Art des Fast Food-Kinos welches Hollywood einem immer wieder zuwirft. Die Komödie ist wahrlich sympathisch, aber auch nicht sonderlich innovativ. Zu viele Witze sind zu platt, als dass man den Streifen irgendwem wirklich weiter empfehlen könnte, und dass die Geschichte ohnehin ein austauschbarer, nichtssagender Witz ist, ist nun wirklich keine Überraschung. Allerdings stimmt die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern, und die Idee des Rollentauschs weiß, so ausgelutscht sie eigentlich ist, zu wirken.

Gute Laune am Set, der Mut sich für keinen Witz zu schade zu sein und der Versuch Komik auf verschiedenen Ebenen zu verwenden, machen diesen Schnellverzehr interessant genug um ihn sich wirklich einmal gönnen zu können. Im direkten Vergleich hat die Fortsetzung „22 Jump Street“ jedoch die Nase vorn, wird dort die Medien-reflektierende Komik, die hier noch etwas zu bemüht ausfällt, doch pointensicherer eingebaut, und auch kurze Längen, die sich im Original trotz des hohen Tempos finden, werden in der Fortsetzung weggebügelt.

Dennoch weiß auch Teil 1 zu gefallen, allein schon weil er die Öko-Teens von heute aufs Korn nimmt, die Umweltschutz pseudo-ideologisch anstatt aus wirklichem Engagement zelebrieren. Und gerade in diesem Bereich weiß die Besetzung des Oberbösewicht-Schülers zu gefallen, der von James Francos Bruder Dave Franco unglaublich lustig verkörpert wird. Ihn zusammen neben seinem Bruder zu erleben, am besten in einer Seth Rogen-Komödie, stelle ich mir sehr humorfördernd vor. Im hier besprochenen Werk kommt er ein wenig zu kurz, aber die Nebenfiguren haben ohnehin der dominanten Präsenz ihrer beiden Helden zu weichen, und da diese auf simple Art wissen wie sie ihr Publikum belustigen, geht das auch als okay in Ordnung. Erst wenn die Originalbesetzung der Ur-Serie für einen sehr gelungenen Gastauftritt ins Geschehen tritt, müssen auch Hill und Tatum kurzfristig zur Seite treten und die Manege wem anders überlassen.



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