Sonntag, 24. März 2013

DIE AKTE ALUMINIUM (2012 Bert Ehgartner)


Immer mehr Wissenschaftler sind der Ansicht, dass das im Alltag sehr praktische Aluminium längst nicht so harmlos ist wie bislang vermutet und gesundheitliche Schäden weit über das hinausgehen, als das was bei der Produktion in den Entwicklungsländern bislang bekannt ist...


Planet Alu...

Der Blick auf „Die Akte Aluminium“ kann einen schon erschrecken, stellt er doch die Lobby-Arbeit der Alu-Industrie den neuesten Forschungsergebnissen diverser Wissenschaftler auf aller Welt gegenüber, und da kann einem aufgrund der neuen Erkenntnisse schon anders werden, wenn man bedenkt wo Aluminium in unserem Alltag alles vorkommt.

Da mag manch einer an diverse Verpackungen denken, von der Dose bis hin zum Joghurtdeckel, eine mögliche Gefahr, die von diesen Produkten und von der Alufolie ausgehen könnte, wird im Film nicht thematisiert, scheint also nur in der Herstellung und deren Spätfolgen schädlich zu sein, ein Themenbereich der erst zur Mitte des Films vertieft wird. Die Nebenwirkungen, die Alu auf die Gesundheit in unserem westlichen Alltag hat, beziehen sich viel mehr auf die Bereiche Aluminium im Trinkwasser, in Pflegeprodukten, in Medikamenten und in der Verwendung bei Impfungen.

Letzteres kann man wohl als den harmlosesten Bereich bezeichnen, werden die Aluminiumteile beim impfen doch recht schnell vom Körper wieder entsorgt, bei einer kleinen Gruppe Menschen jedoch nicht. Und nach welchen Gesetzmäßigkeiten wer betroffen ist und wer nicht, ist noch nicht erforscht. Bedenklich ist das ganze dennoch, denn wie die wesentlich alamierenderen Bereiche Trinkwasser und Pflegeprodukte zeigen, kann sich Aluminium im Gehirn des Menschen festsetzen. Auch wenn es noch nicht vollständig bewiesen ist, so betont einer der wichtigsten Forscher zu gesundheitlichen Nebenwirkungen von Alu auf der Welt, dass es für ihn immer deutlicher wird, dass Aluminium im direkten Zusammenhang zur Alzheimer-Erkrankung stehe. Zwar würde die Krankheit auch ohne Aluminium existieren, aber längst nicht so früh auftauchend und so extrem greifend, wie in unserer modernen Welt üblich.

Dass Aluminium Allergien fördert, ist hingegen weit weniger spekulativ, ist der Zusammenhang zwischen diesen beiden Bereichen doch bereits bewiesen. Das in späteren Generationen immer häufiger auftauchende Phänomen von Allergien lässt sich u.a. durch die häufige Verwendung von Aluminium in Medikamenten erklären, ein Thema das man bislang für harmlos hielt, so dass selbst schwangere Mütter zu Medikamenten mit Alubestandteilen griffen, und es aufgrund der Ignoranz der EU und diverser Lobby-Bereiche es auch bis heute noch legal tun.

Tierversuche aus der Kosmetika sorgen ebenfalls für bedenkliche Entdeckungen. Und der Gehalt von Aluminium in alltäglich verwendeten Deosprays steht für Forscher heutzutage im direkten Bezug zu Krebserkrankungen, was am Beispiel von Brustkrebs bei Frauen in „Die Akte Alu“ (Alternativtitel) etwas mehr vertieft wird.

So oder so, ähnlich wie der Eindruck zu Plastik nach „Plastic Planet“, wird einem beim Schauen immer klarer, dass es ein Fehler war ohne nötige Voruntersuchungen dem Aluminium, einem Stoff der in der Natur für Organismen keinerlei Verwendung findet, in unserem Alltagsbereich Tür und Tore zu öffnen und das sichere Eisen immer mehr durch Aluminium ersetzen zu lassen. So auch in der Bereinigung von Trinkwasser. Paris und andere internationale Städte reinigen ihr Wasser schon seit einiger Zeit nicht mehr mittels Aluminium, wurden sie von modernen Forschungen doch auf die neuesten Erkenntnisse gesundheitlicher Risiken in Verbindung mit diesem Verfahren aufmerksam gemacht. Man kann nur hoffen, dass viele Städte in Deutschland noch nachziehen werden, um Allergien und Krebserkrankungen vorzubeugen.

Wie zu solchen Themen üblich, so wird auch nicht darauf verzichtet die katastrophalen Folgen der Aluminiumgewinnung und -bearbeitung in den Entwicklungsländern aufzuzeigen, die wie so oft auf die Kosten des Lebensstandards und der Gesundheit der Ortsansässigen gehen, ob sie nun an der Arbeit mit Aluminium beteiligt sind oder nicht. Am übelsten wirken da die gezeigten Aufnahmen des Rotschlamms, der als unbrauchbares, hoch giftiges Restprodukt der Aluminiumbearbeitung auf einer Deponie landet, die längst nicht so geschützt ist wie sie wirkt und wesentlich mehr Fläche einnimmt, als die riesige Aluminiumfabrik, die ihn hervorbrachte. Fast schaut es sich wie ein Naturphänomen, wenn man die riesige rote „Landschaft“ beschauen darf, die nichts weiter zeigt als ein lebensunwürdiges, rein giftiges Fleckchen „Erde“.

Dass es wesentlich energieaufwendiger ist Aluminium herzustellen als zurück zum im Alltag etwas unpraktischen Eisen zu kehren, ist ein weiterer Aspekt den „Die Akte Aluminium“ thematisiert. Zwar ist Aluminium praktischer Weise bei der Wiederverwertung (bei einem Recycling-Anteil von beachtlichen wieder genutzten 95%) mit wesentlich weniger Energieverbrauch als bei der Erstgewinnung ein kostengünstigerer Stoff (und in der Natur auch wesentlich häufiger vorzufinden), aber die Hintergründe der Herstellung machen schon sehr deutlich, wie stark hier ärmere Länder ausgebeutet werden, Regenwald und Trinkwasser der Sache geopfert werden, und das lediglich für ein Produkt, dass zwar irre praktisch sein mag, streng genommen aber eigentlich nicht wirklich ohne Alternativen wichtig für unseren Alltag wäre.

Verzichten könnte man locker, ein Zurück ist bei seinem Siegeszug in unserem Alltag aber fast unmöglich, zumal viele Seiten die wissenschaftlichen Erkenntnisse noch immer leugnen. Am relativ harmlosen Beispiel Impfung sieht man die Extreme dieses Themas, wird es dort doch bereits seit der zwanziger Jahre eingesetzt, und sorgt dort seit so langer Zeit, wenn auch nur bei einem kleinen Prozentsatz der Menschen, für bislang übersehene Nebenwirkungen. Aufgrund der geringen Anzahl an Betroffenen sieht man keinen Handlungsbedarf an den bisherigen Impfverfahren etwas zu ändern.

In den bereichen Deo, Make Up, Sonnenschutz-Creme und Medikamente kann sich der Konsument zumindest von alleine schützen, wird Aluminium schließlich unter den Zutaten dieser Produkte genannt, so dass man ihnen aus dem Weg gehen kann. Das Benutzen des örtlichen Trinkwassers ist jedoch einer der vielen Bereiche, die von diversen Institutionen abhängen. Hier liegt die Gesundheit der Bürger in den Händen von Menschen, die zu diesem Thema hoffentlich bald aufwachen werden, denn nach Sichten von „Die Akte Aluminium“ kann einem wie gesagt schon anders werden, so hilflos fühlt man sich.

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