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Donnerstag, 25. September 2014

ZOMBIE KING - KÖNIG DER UNTOTEN (The Zombie King 2012 Aidan Belizaire)


Ein Mann hat seine Frau verloren. Traurig wie er ist macht er einen Deal mit einem Voodoo-Gott - mit fatalen Folgen. Nach kurzer Zeit ist die komplette Gegend vom Militär evakuiert, da es zu einer Zombie-Seuche kommt...


Heute mal Zombie King ohne Wrestler...

Edward Furlong und Corey Feldman gemeinsam auf die Leinwand zu bringen wäre eine ähnlich fruchtbare Idee wie seinerzeit die Zusammenarbeit Feldmans mit Corey Haim. Dafür bräuchte man die beiden jedoch in Hauptrollen in einer professionell finanzierten Produktion, und beides ist bei „Zombie King“, der mit der Anwesenheit dieser ehemaligen Prominenz wirbt, nicht der Fall.

Aidan Belizaires Debut-Film ist ein semi-professionelles Werk in billiger Video-Optik für den DVD-Markt, und als solches fehlen ihm die Bonus-Punkte und das Augenzudrücken, das man einer Amateur-Produktion noch zugestehen würde. Zwar weiß die deutsche Synchronisation mal ausnahmsweise nicht zu verärgern, was eigentlich ein Dauerzustand für derartige Filmbeiträge ist, und ein Tiefpunkt in Sachen Horror-Komödie ist ebenfalls nicht zu vermelden, aber so wirklich dolle ist sie nicht, diese britische Schnell-Schuss-Produktion, die durchaus den ein oder anderen flachen Lacher zu verzeichnen weiß, seine Defizite mit seinen paar Quantitäten aber nicht ausgeglichen bekommt.

Das beginnt mit den Szenen rund um Edward Furlong, die meist nur Rückblicke eines trauernden Mannes am Totenbett seiner Frau sind, was in der monotonen Optik und der sich wie Füllzeit schauenden Eintönigkeit bereits zu verärgern weiß, den Zuschauer aber so richtig verarscht, wenn besagte Rückblicke gar mehr als einmal gezeigt werden.

„Zombie King“ besteht fast nur aus Rückblicken, aber die meisten anderen gehen in Ordnung, wissen sie doch auf schlichte Art wenigstens etwas zu erzählen, und entzerrt man mit ihnen doch das altbackene Haupt-Szenario, in welchem Überlebende durch eine Zombie-verseuchte Welt schlendern - diesmal wenigstens eine mit den klassischen schluffenden Untoten.

Zumindest weiß die Story etwas mit den Berufen der Überlebenden anzufangen, so dass man durchaus darüber schmunzeln kann, dass ein harter Kerl von Postbote einst Taktik im Kampf gegen böse Kinder erlernen konnte und ein Milchmann Zombies am liebsten mit leeren Milchflaschen erledigt. Dass eine männliche Politesse sich auch am Ende der Zivilisation mal die Zeit nimmt einem falschparkenden Auto ein Knöllchen anzuklemmen, darf in dieser Aufzählung auch nicht fehlen.

Die erste Hälfte guckt sich wesentlich uninteressanter als die zweite, in welcher endlich Hintergründe beleuchtet werden und ein Plan zum Kampf gegen die Untoten und den Voodoo-Gott entsteht. Das wird alles nie wirklich unterhaltsam, auf der schlichten Grundlage eines semi-professionellen Filmes gesehen geht das aber durchaus für Vielseher des Genres in Ordnung, die sich mit Werken dieser Art arrangieren können.

Mag die Geschichte an sich auch überraschungsfrei erzählt sein, am Ende des Filmes wird der Abspann nach einiger Zeit kurz für einen Schluss-Gag unterbrochen, der die einzig einfallsreiche Idee des Filmes geworden ist und tatsächlich zu gefallen weiß. Nach dem müden vorhersehbaren ursprünglichen Schluss-Gag, der uns vor dem Abspann gezeigt wurde, tat das als Entschuldigung auch dringend Not.

„Zombie King“ ist alles andere als eine Empfehlung und würde nur im Gewand eines Amateurfilmes genügend Spaß bereiten. In einer Produktion wie hier ist das Ergebnis eher ärgerlicher Natur, auch wenn ich mich gewundert habe, dass nach einem eher langweiligen Einstieg das Geschehen doch noch auf banaler Ebene halbwegs interessant wurde.


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