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Montag, 28. Dezember 2015

ROBOCROC (2013 Arthur Sinclair)


Ein Army-Experiment stürzt unerwartet über einem Zoo ab. Kleinste Nano-Roboter nehmen den Körper eines Krokodils ein und folgen ihrer einprogrammierten Mission: überleben...


Nach einem Witz benannt...

Corin Nemec durfte schon gegen „Sand Sharks“, „Dragon Wasps“ und gegen außerirdisch beeinflusste Haie („Raging Sharks“) kämpfen. Diesmal bekommt er es in einer wie immer neuen Rolle, welche den anderen aber fast komplett ähnelt, mit dem „Robocroc“ zu tun, ein Titel der freilich eine scherzhafte Anlehnung an den populären „RoboCop“ ist, und der genau so als scherzhafte Äußerung innerhalb des Filmes auch abfällig fällt, wenn ein Teenager in einem Freibad erkennt mit welcher Art Gefahr er es zu tun hat.

In solch einem lebensbedrohlichem Moment mit solchen Sprüchen kommen ist nicht gerade realitätsorientiert, aber das sind die mit billigen CGI angereicherten TV-Horrorfilmchen, die mittlerweile unter dem Begriff Creature Feature bekannt und berüchtigt sind, ohnehin nie. Ganz im Gegenteil, wie immer darf man die Hände über den Kopf schlagen bei so vielen Ungereimtheiten und Idiotien. Genau deshalb schaut man sich besagte Filme u.a. an, nie wissend ob sie als trashiger Zwischendurchverzehr funktionieren oder nicht.

Für „Robocroc“ sah es lange Zeit ganz gut aus, war die ewig selbe Geschichte doch wenigstens flott genug erzählt um sich trotz der immergleichen Soße nicht zu langweilen. Aber dem Tod der Bestie musste unbedingt noch ein etwa 20minütiges angehangenes Finale beschert werden, in welchem das erwachte Biest erneut zuschlagen darf, und genau hier zieht sich der Film nun unnötig in die Länge, zumal er in dieser Phase nicht mehr zu erzählen hat als zuvor.

So wird ein Vorteil zum Nachteil. Denn „Robocroc“ steigt von der ersten Sekunde an mitten ins Geschehen ein. Nach nicht einmal zwei Minuten legt das Krokodil los. Aus dementsprechend viel Leerlauf besteht schließlich der Rest des Streifens, der durch seine sympathische C-Besetzung und seine Dümmlichkeit aber trotzdem halbwegs zu unterhalten weiß. So ist „Robocroc“ besser als der Maschinenhund in Yuznas „Rottweiler“ ausgefallen, aber als Trash nicht halb so gut wie der metallene Werwolf in „Metal Beast“. Das Krokodil im hier besprochenen Werk wird ohnehin erst so nach und nach zur metallenen Bestie, und erst im Finale haben wir es mit einem komplett stählernen Biest zu tun.

So oder so macht man jedoch kaum Gebrauch von der Verwandlung des Tieres, erst der finale Plan es zu besiegen macht einen wirklichen Unterschied aus einem Krokodil und einem Robocroc. Somit hat der Film einen ähnlichen Aufhänger wie seinerzeit „2-Headed Shark Attack“: die Veränderung am ursprünglichen Wesen macht für den Film keinen Unterschied. Ob der Hai nun ein oder zwei Köpfe hat, oder das Krokodil einen natürlichen oder einen metallenen Panzer, ist für die Geschichte völlig irrelevant, da sich am wiedererzählten Schema F trotzdem nichts ändert.


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