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Sonntag, 6. November 2016

ZOOMBIES - DER TAG DER TIERE IST DA (Zoombies 2016 Glenn Miller)


Affen verbreiten in einem Zoo einen Virus, der die ganzen wilden Tiere zu Zombies macht...


Bären, Löwen, Giraffen...

Der neueste Trend des Zombiefilms geht Richtung Tier-Horror. „Zombiber“ kam noch als Komödie konzipiert daher, der „Zombie Shark“ nahm sich bereits viel zu ernst, und „Zoombies“ tritt nun in die Fußstapfen des Nicht-Zombiefilms „Rise of the Animals“ und lässt Wildtiere auf die Mitarbeiter eines Zoos los, freilich Zombie-verseucht. Das klingt lustig, da kann man was draus machen, und dass das Ganze aus dem Hause The Asylum stammt, verschreckt nach dem geglückten „Sharknado“ auch nicht mehr so arg wie zuvor. Aber Glenn Millers Beitrag reicht weder an diesen, noch an „Mega Piranha“ und Co heran, dafür ist er viel zu uninspiriert heruntergekurbelt.

Ein Haufen Menschen, die mit Schauspielerei nichts zu tun haben, machen sich in der Rolle diverser Möchtegern-Persönlichkeiten, die selbst für den Begriff Stereotyp eine Beleidigung sind, zum Affen wenn sie gegen unsichtbare Tiere kämpfen, die später per mieses CGI ins Bild gepixelt werden, und dies auch nur wenn es unbedingt sein muss. Diverse Attacken finden auch mal getrennt von Mensch und Tier statt, und sollen per Schnittsetzung suggerieren dass es dennoch Körperkontakt zwischen beiden Spezies gibt. Aber man kann sich bereits nach Lesen dieser Review denken, dass der Schnitt nicht besser ausfällt als die Spezialeffekte und das Schauspieltalent der Mimen, deswegen weiß eine solche Szene auch nicht zu funktionieren.

Zumindest als typischer Asylum-Durchschnitt weiß „Zoombies - Der Tage der Tiere ist da“ für sehr genügsame Zuschauer zu funktionieren, hat die Firma doch Routine im Umsetzen dieser Art Film und schmeißt einen nicht mehr ganz so arg mit Widersprüchen zu wie zu unfreiwillig komischen Bestzeiten. Ein kleines Augenzwinkern weht ohnehin durch den Film, zur Horror-Komödie wird der Streifen jedoch nie, was ihm allerdings gut getan hätte. Dämliche Figuren mit noch dämlicheren privaten Problemen unterhalten halbwegs passabel bevor das Zombietreiben losgeht. Und wenn dann schließlich Giraffen über Menschen herfallen oder ein kleines Mädchen zur Selbstverteidigung zum Messer greift, weiß dies zumindest halbwegs zu amüsieren.

Mehr Wirkung hätten solche Momente freilich erreicht, wenn man wenigstens einen Hauch Geld in die Effekte gesteckt hätte. Aber bis auf die Affen zu Beginn des Streifens weiß keines der Tiere zu überzeugen. Und die besagte Bluttat des kleinen Mädchens geschieht lediglich im Off. Im direkten Vergleich schneidet meiner Meinung nach „Zombie Shark“ besser ab, was an seinen recht abenteuerlichen letzten 20 Minuten liegt. „Zoombies“ hingegen wird mit fortschreitender Laufzeit immer uninteressanter und schafft es auch zum Finale hin nicht noch einmal das Interesse des Publikums zu wecken.


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