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Mittwoch, 22. Februar 2017

WIE SCHMECKT DAS BLUT VON DRACULA? (Taste the Blood of Dracula 1970 Peter Sasdy)


Ein Geheimclub dreier Männer das Unfassbare zu erforschen, erweist sich als ermüdender als gedacht. Als die Herren an einen Satansanbeter geraten, wird die Sache interessanter für sie. Man organisiert sich gemeinsam Draculas Blut, verwendet es für eine schwarze Messe und macht schließlich doch noch einen Rückzieher bevor man es trinkt. Im Eifer der unausweichlichen Auseinandersetzung mit dem Satanisten, der von Draculas Blut gekostet hat, töten die drei diesen und verlassen den unheiligen Ort. Aus der Leiche des Teufelsanbeters ersteht Dracula wieder auf und nimmt Rache an den drei Menschen, die seinen Diener töteten...


Der Erste, der Zweite und der Dritte...

Da die Sterbeszene Draculas im Vorgänger „Draculas Rückkehr“ sehr schön umgesetzt war, tut es gut diese zu Beginn von „Wie schmeckt das Blut von Dracula?“ noch einmal erleben zu dürfen. Eingebracht wird sie deshalb, weil damals jemand Zeuge dieser Prozedur wurde, von dem wir im Vorgänger keine Ahnung hatten. Es handelt sich um einen Geschäftsmann, der sich sehr wohl darüber bewusst ist welch wertvollen Fund er mit dem Mantel, dem Blut und dem Emblem Draculas gemacht hat. Bis die eigentliche Geschichte ihren Bogen zu diesen Ereignissen zu Beginn des Filmes wieder aufnimmt dauert ein wenig, dürfen wir doch nun das verlogene Spießbürgertum in der Hauptgeschichte angekommen kennen lernen, welches dem Glück eines jungen Paares im Wege steht.

Was zunächst nach klassischem Spießbürgertum klingt, entpuppt sich als ein Geheimclub dreier Männer, welche Grenzgebiete menschlichen Tuns ausloten wollen. Das gibt der Geschichte nicht nur einen modernen Touch, sondern auch einen sehr interessanten, gerade dann wenn die Herren auf einen abtrünnigen Adligen stoßen, der schwarze Messen abhält und weiß wie und wo man an das Blut von Dracula herankommt. Ob im dramatischen Bereich der jungen Liebe, oder im düsteren Bereich des alte Herren-Club, „Das Blut von Dracula“ (Alternativtitel) ist hoch unterhaltsam erzählt, und so konstruiert die Geschichte auch klingen mag, sie funktioniert und wird von Regisseur Peter Sasdy in einem solch düsteren Ton erzählt, dass man sich endlich wieder in einen richtigen Horrorfilm hineinversetzt fühlt, im Gegensatz zu den meist naiv ausgefallenen bisherigen Fortsetzungen des legendären „Dracula“ mit Christopher Lee.

Der verkörpert auch in dieser mittlerweile vierten von insgesamt acht Fortsetzungen den untoten Grafen, kann mit seinem zu zurückhaltendem Spiel jedoch nicht mit der Kraft der Geschichte mithalten. Die von ihm unter seine Kontrolle gebrachten Helfer wirken aufgrund ihrer tückischen Herangehensweise mehr als der Obervampir selbst, und im Gegensatz zu seinem Vorgänger ist diesmal auch der Tod Draculas mau umgesetzt, zumal er innerhalb eines Szenarios geschieht, welches ich nicht verstanden habe.

Aber der häufige Handlungsort einer düsteren Kirche, die Art welche Wege die Geschichte geht und was sie an tolle Ideen mit an Bord bringt, und auch so mancher Spezialeffekt, wie das Wiederbeleben Draculas Blutes in der schwarzen Messe, sind alles Pluspunkte die gegen die kleinen Schwachpunkte des Streifens steuern, so dass man trotz des erneut blassen Einbringens Christopher Lees, der den Vampir im Original so genial verkörperte, es mit einem der besseren Filme der Reihe zu tun hat, so anders wie er sich schaut, bei all den Bemühungen der immergleichen Rahmenstory zusätzliche Sehwerte bescheren zu wollen.


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