20.10.2021

TEEN WOLF - STAFFEL 1 (2011)

Scott ist ein mittelmäßiger Schüler, ebenso unauffälliges Mitglied im Lacrosse-Team und unsterblich in die neue Mitschülerin Allison verliebt. Als er eines nachts von einem Wolf gebissen wird, ist nichts mehr wie zuvor. Sich bei Vollmond in einen Werwolf verwandelnd, weiß er nicht wie er seine mörderische, tierische Seite unter Kontrolle bringen kann. Doch sein bester Freund Stiles steht ihm zur Seite und entdeckt mit ihm zusammen jemanden, der auch ein Werwolf ist, jedoch nicht willens ist zu kooperieren. Zudem gibt es einen Alpha-Wolf, zu dessen Rudel Scott nun unfreiwillig gehört, ohne zu ahnen wer dieser Kopf der Meute ist. Und nicht nur dass seine neue tierische Seite hinderlich bei der Vertiefung seiner Beziehung zu Allison ist, die keine Ahnung von seinem Fluch hat, so stellt sich zusätzlich auch noch heraus, dass deren Eltern ohne ihr Wissen Werwolfjäger sind und damit einer langen Familientradition folgen...

Das alte, abgebrannte Haus...

Titel hin oder her, mit den ollen, eher mittelmäßigen zwei Teenie-Komödien gleichen Namens aus den 80er Jahren hat die Serie "Teen Wolf" herzlich wenig gemein. Humor eher als leichte Begleitzutat an Bord und den Sport weit weniger in den Fokus rückend als die beiden Vorgänger, orientiert sich die Serie eher an Werken wie "Buffy - Im Bann der Dämonen", im Gegensatz zu dieser Serie jedoch nicht unterschiedliche Missionen abarbeitend, die zu jeweiligen Abenteuern pro Folge werden, sondern eher deren Seifenoper-Gehalt aufgreifend, von welcher folgenübergreifend erzählt wird. Da wird emotional gelitten, geliebt und gelacht, da herrscht Misstrauen vor der eigenen Werwolf-Natur, weiteren Werwölfen, dem Entdecken des Geheimnisses und gnadenloser Werwolf-Jäger, da gilt es auf Superhelden-Art eigentlich unüberwindbare Hindernisse zu meistern und Aufgaben zu erfüllen, die große Liebe zu schützen und gleichzeitig die klassischen Teenageraufgaben in den Rollen als Schüler, bester Freund und Sohn gerecht zu werden. 

Das ist alles nicht neu, setzt auch nur wenige eigene, nennenswerte Akzente, schaut sich aber durchaus sympathisch, allein schon weil die Besetzung der einzelnen Rollen zu gefallen weiß. Um Authentizität geht es nie, "Teen Wolf" will eine abenteuerliche Wohlfühl-Teen-Serie sein, die sich auch des öfteren Ausflüge in den Thrill-Bereich erlaubt und aufgrund dieses sich harmlos anfühlenden Mixes mit manch harten Effekten überrascht und mit manch erwachsenem Umgang kleinerer Themen inmitten seines eigentlich dem Teen-Publikum verpflichtenden Hauptgeschehens. Hat man erst einmal die sehr dürftig ausgefallene Pilotfolge hinter sich gebracht, die viel zu gehetzt den üblichen Standard lieblos zusammengefasst serviert, wird aus dieser dürftigen Grundlage ein überraschend kurzweiliges Happening, zwar frei wahrer Innovationen, aber in seiner Tonlage, gerade im zwischenmenschlichen Bereich, angenehm dargeboten. Aufgrund ihres eher schlichten Erscheinungsbildes hat mich die Serie zudem mit einer völlig anderen Auflösung der Identität des Alphas überrascht, als ich zuvor vermutet hätte. 

Man sieht also, kleine Trümpfe besitzt die sich brav an die Regeln derartiger Produktionen haltende Geschichte durchaus bereit. Und sollte es nach Staffel 1 nicht mehr so sympathisch weiter gehen wie bisher, bleibt einem mit dem Schließen aller bedeutenden Erzählebenen eine für sich stehende, gelungene Staffel, welche die Folgestaffeln nicht dringend benötigt um als zu Ende erzählt zu gelten.  OFDb

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