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Mittwoch, 24. September 2014

AVANTGARDE (2010 Marcel Walz)


Alex, ein frankfurter Model, reist zu Karrierezwecken nach New York, wo sie in dem tiefen Sumpf der Modewelt droht unterzugehen...


Ein braver Skandal...

Ich hatte schon eine böse Vorahnung was „Avantgarde“ von Marcel Walz betrifft. Wer auf dem Cover so auf Tabu-brechender Film getrimmt ist kann entweder nur grenzwertige Hardcore-Kacke anbieten oder ein biederes Stück Film in Möchtegern-schriller Verkleidung sein. „Fashion Christ“ (Alternativtitel) ist letztes von beidem, ein arg geschwätzig ausgefallener Pseudo-Thriller, der in der Deutschfassung den Zuhörer zudem mit einer ganz üblen Porno-Synchro belästigt.

Ein paar schräge Masken hier, ein paar Tröpfchen Blut dort, auch umgeschaltet auf den Original-Ton (leider ohne Untertitel trotz deutscher Mitbeteiligung) kann „Party Monster 2“ (Alternativtitel) in keinster Weise überzeugen - nicht einmal die Models, und die hätten nur schön aussehen müssen. Man sieht dem Streifen seine Nähe zu einer Pornoproduktion viel zu offensichtlich an und wahrscheinlich stammt das Casting aus eben diesem Bereich. Walz‘ Werk ist zu Fetisch-Szene-anbiedernd und aufgrund seiner Kostengünstigkeit auch gerne mal lächerlich, beispielsweise wenn eine Empfangsdame mit einem Gerät zum Türe öffnen telefoniert.

Damit ist „Avantgarde“ noch peinlicher ausgefallen als der kürzlich von mir gesichtete misslungene Versuch des Regisseurs mit „RAW - Der Fluch der Grete Müller“ ein deutsches „Blair Witch Project“-Plagiat auf die Beine zu stellen. Den Namen Marcel Walz muss man sich als Cineast unbedingt merken - um ihm auch ja aus dem Weg zu gehen und kein weiteres seiner unterirdischen, den Zuschauer beleidigenden Schundwerke zu sichten.


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