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Sonntag, 28. Februar 2016

KILLER ANTS - SIE KOMMEN UM DICH ZU FRESSEN (Invictia 2014 Carolyn Banks)


Ein junges Pärchen stößt nach seinem Umzug nach Texas auf eine aggressive Ameisenform...


Phase Blöd...

Die Gattung des Ameisenfilms innerhalb des Sub-Genres Tier-Horror hat noch nie sonderlich gute Werke hervor gebracht. Ob nun „Marabunta“, „Killerameisen“ oder „Ameisen - Die Rache der schwarzen Königin“, all diese Filme sind eher lahm als unterhaltsam ausgefallen. „Ants on a Plane“ wusste zumindest in seiner Schlechtigkeit zu unterhalten, war aber auch nicht der Partybrüller den man sich von Trash erhofft. Interessanter Weise war es der Science Fiction-Bereich der recht früh den einzig mir bislang bekannten brauchbaren Film zu dieser Thematik hervorgebracht hat und das war der geniale „Phase 4“.

Wer nun glaubt die Billigproduktion „Killer Ants - Sie kommen um dich zu fressen“, die mit ihren schlechten, arg ruckeligen Aufnahmen und dilettantischen Darstellern mehr Amateurfilm als Independentfilm ist, handle ebenfalls von einer gefährlich mutierten Ameisengattung die in Massen ausschwärmt um Menschen zu töten, der irrt. Fast sind die kleinen, schlecht am Computer animierten, Krabbler Statisten in ihrem eigenen Film, so selten wie sie auftauchen. Letztendlich bedient man sich bei der hier erzählten Kriminalgeschichte beim ersten Killerbienen-Film „Die tödlichen Bienen“ und lässt die roten Feuerameisen mittels einer Chemikalie auf die Opfer los. Mord durch fremdbeeinflusste Tiere könnte man dies nennen, womit auch ein Vergleich zur Sat 1-Produktion „Die Krähen“ legitim wird.

Bereits das war ein ziemlich öder Film, aber „Invicta“ (Originaltitel) ist noch schlechter als dieser, ist er doch so untalentiert zusammengeschustert dass sein Makel nicht die Langeweile ist (obwohl er wahrlich nicht interessant ausgefallen ist), sondern die Dreistigkeit einen solchen Film überhaupt auf die Menschheit losgelassen zu haben. Selten fühlte ich mich von der Stümperhaftigkeit eines Streifens derart beleidigt wie im hier vorliegenden Werk, wird doch gar nicht erst versucht den Film halbwegs professionell aussehen zu lassen. Eine miese Kameraführung, uninspiriert eingefangene Bilder, ein hanebüchenes Drehbuch, schlechte Schnitte, überforderte Mimen - bei dieser Aufzählung fügt sich die hundsmieserable deutsche Pornosynchro nahtlos ein, die es in ihrer brutal schlechten Art einfach nicht schafft den Film noch weiter herunter zu ziehen, als er es bereits von sich aus tut.

Also um Himmels Willen, lasst bloß die Finger von diesem nicht einmal auf Trash-Basis lustigen Schund, der Werke des Syfy-Senders wie hochwertige Kunstfilme aussehen lässt und einem lediglich Lebenszeit und Geld raubt. Das hier zelebrierte Weltbild, die Lustlosigkeit an der Umsetzung und der Dilettantismus der uns von allen Seiten anweht sind mehr als ausreichende Gründe „Killer Ants“ (Alternativtitel) aus dem Weg zu gehen, zumal er nicht einmal die Art Geschichte erzählt die sein Cover verspricht.


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