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Sonntag, 2. August 2015

CREATURES FROM THE ABYSS (Plankton 1994 Al Passeri)


Bei einem Bootstrip in ein Unwetter geraten, stößt eine Gruppe junger Menschen auf offener See auf eine Yacht, auf die sie sich retten können. Das Schiff entpuppt sich als Forschungsstation für Unterwasserleben, aber von der Crew ist niemand mehr aufzufinden. Denn etwas Mörderisches lauert an Bord...


Piranhas hassen Sex...

Man nehme Joe Dantes „Piranhas“, stecke ihn in das Gewand einer typischen 90er Jahre Videotheken-Billig-Produktion und gebe eine gehörige Prise Schwachsinn hinzu, die man mit Gewalt und Sex mischt. Heraus kommt „Creatures from the Abyss“, der nicht nur von Dumpfbacken handelt, sondern scheinbar auch von solchen geschrieben ist, so dämlich wie er sich guckt. Sein Gehirn sollte man nicht einschalten, die Enttäuschung wäre groß, ist doch allein schon die Einleitung derart weit hergeholt und fern jeglichem nachvollziehbarem Verhaltens, dass man aus dem Augenverdrehen nicht mehr herauskommt.

Darf man nach der Hälfte der Laufzeit endlich Details zu den mordenden Fischen erfahren, die an Land wie im Wasser dem Menschen gefährlich werden können, dann entschuldigt das zwar so manch zuvor unnötig erscheinendes Gymmick am Rande, aber man ist endgültig angekommen im sleazy Pulp, wie ihn in dieser Stil-Richtung nur die 90er Jahre hervorbringen konnten. Das Rest-Niveau eines 70er Jahre-Films gleichen Zieles ist endgültig über Bord geworfen. „Plankton“ (Originaltitel) ist ein Film des reißerischen Effekts wegen, jegliche Qualität ist einfach nicht vorhanden. Wer sich schon schwer tut mit einem perfekt frisierten Mann, der andere ausschimpft weil er durch Lärm gerade aus dem Schlaf gerissen wurde, den werden Abgründe in der Logik erwarten, die wesentlich tiefer gehen.

Leider sind die Figuren etwas zu eindimensional ausgefallen, als dass sich „Piranha 4“ (Alternativtitel) flott genug gucken würde, um als Trash-Tipp herzuhalten. Zwar kann man wahrlich nicht über einen Mangel an Unsinnigkeiten klagen, und eigentlich passiert immer etwas, aber wirklich toll schaut sich Al Passeris Werk nicht wirklich. Selbst der sexuelle Aspekt, der zumindest ein Zugeständnis dazu ist, dass man sich bewusst war welchen Mist man da dreht, will den Sehspaß nicht all zu sehr erhöhen. Verdammt, ich hätte den Film in fröhlicher Trash-Runde schauen sollen anstatt alleine, dann würde ich an dieser Stelle vielleicht andere Töne spucken.

Von daher kann ich nur so viel über „Creatures from the Abyss“ schreiben: zum alleine gucken ist er nicht wirklich geeignet. Sehen sollten ihn ohnehin nur Trash-Fans mit Hang zum Retro-Feeling der 90er Jahre, und die sollten am besten Asylum-geschult sein, denn die popligen Spezialeffekte, auch wenn sie handgemacht sind anstatt aus dem Computer zu stammen, stehen den Filmen dieses Billigproduktionsstudios in Sachen Schund in nichts nach. Ich persönlich greife lieber zu „Piranhas“ oder dessen Remake „Piranha“ wenn ich Killerfische sehen will. Und wenn ich Viecher sehen will, die Einfluss auf das menschliche Sexualleben haben, dann greife ich lieber zu Cronenbergs „Parasiten-Mörder“.


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