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Samstag, 25. April 2015

MONDO CANNIBALE 4 - NACKT UNTER WILDEN (El tesero de la diosa blanca 1983 Jess Franco)


Eine reiche Frau finanziert eine Expedition um ihre verschollen gegangene Tochter zu suchen. Andere nutzen den Trip in Wirklichkeit um an den Schatz eines Eingeborenenstammes zu gelangen...


Die Nackte, die sich für Tarzan hielt...

Franco, Franco, Franco... Wieso versuche ich mich überhaupt noch an Filmen dieses Vieldrehers? Im Zuge meines Streifzuges durch diverse Kannibalenfilme bin ich diesmal eher zufällig auf ein Werk jenen Mannes gestoßen, von dem ich bislang keinen einzigen brauchbaren Film gesichtet habe. Zu der üblichen Jess Franco-Enttäuschung gesellte sich diesmal eine darüber, dass „Mondo Cannibale 4“ keineswegs wie der Titel vermuten lässt ein Kannibalenfilm ist, er erzählt lediglich die Geschichte einer Schatzsuche. Damit wird der Bereich des Horrorfilms komplett ausgeblendet. „El tesoro de la diosa blanca“ (Originaltitel) ist ein reiner Abenteuerfilm.

Nun, vielleicht doch nicht ganz so rein Abenteuerfilm wie behauptet. Typisch Franco wird auch immer wieder gepimpert und auch sonst allerhand nackte Haut gezeigt womit der Streifen auch in den Bereich des Erotikfilms fällt. Francos Vorzeige-Girl ist diesmal die damals für kurze Zeit berühmte Katja Bienert, die in späteren Jahren auch für Bethmanns Amateurfilm „Dämonenbrut“ vor der Kamera stand (wohl der Tiefpunkt einer Frau die schon immer nur im Schmuddelkino zu Hause war) und 2002 noch einmal für Franco in dessen „Killer Barbys vs. Dracula“.

Dass sie das Nennenswerteste eines todlangweiligen Filmes ist, macht deutlich mit was für einer öden Gurke man es mit „Diamonds of Kilimandjaro“ (Alternativtitel) tatsächlich zu tun hat. Miese Charaktere in einer wirr wie lahm erzählten Geschichte ist man von Franco bereits gewohnt. Aber die wirklich unglaublich miese Darstellung der Wilden, die keinen Funken Glaubwürdigkeit versprüht, ist der wahre Schandfleck des Streifens, macht er doch deutlich dass man sich erst gar keine Mühe geben wollte.

Wie ernst Franco sein Eingeborenen-Werk selbst nahm ist mir nicht bekannt. Aber wenn ziemlich zu Beginn Katja Bienert beim Schwung mit der Liane halbnackt eine Billigversion vom berühmten Tarzanschrei loslässt, kann das doch wohl kaum ernst gemeint gewesen sein. Oder doch? Ich bekomme Angst. Franco traue ich mittlerweile alles zu.


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