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Freitag, 17. Juli 2015

MUTANT - DAS GRAUEN AUS DEM ALL (Forbidden World 1982 Allan Holzman)


Ein Gen-Experiment gerät außer Kontrolle, also eilt ein Weltraumheld mit seinem Roboter zur Hilfe...


Protein Mensch...

Was wie ein wundervoll billig getrickstes Stück „Krieg der Sterne“ beginnt, entpuppt sich in seinem weiteren Verlauf als einer der vielen „Alien“-Klone, welche der Kultfilm von Ridley Scott nach sich zog. Während Werke wie „Targoor“ und Co maximal ein müdes Lächeln ernten, da weiß die kostengünstige Roger Corman-Produktion aus der Feder von Trash-Regisseur Jim Wynorski („Shopping“) sympathisch zu unterhalten, was mitunter wohl auch an der unter 80 Minuten laufenden Spielzeit liegt, die im Vorfeld jegliche Länge die entstehen könnte verhindert.

Kurz nach der Ankunft des Helden, von dem niemand weiß warum er eigentlich gerufen wurde bevor die Hölle herein bricht, setzt „Mutant - Das Grauen im All“ (Alternativtitel) eine kleine Pause ein. Zuvor durfte man an einer Weltraumschlacht teilnehmen, einen Roboter und den pulsierenden Kokon der zukünftigen Bedrohung sichten und herrlichem Wissenschaftsnonsens lauschen. Aber langweilig wird es dem Freund trivialer Popkorn-Unterhaltung in der kurzen Verschnaufpause danach trotzdem nicht, spart Regie-Debutant Allan Holzman doch nicht an Tittenszenen, und dank dem wundervollen Mix freiwilliger und unfreiwilliger Komik besitzen diese Erotikszenen sogar tatsächlich Reiz.

Danach greifen Drehbuch und Spezial Effekte in die Vollen, dann geht das große Geglibber los. Monsterszenen und ein sich zersetzender Mensch sorgen für einen wohligen Mix aus Ekel und naivem Charme. Manches Mal überrascht eine Szene mit wahrer Härte, zimperlich geht das Mutantenvieh nicht mit den Menschen um, nicht einmal wenn sie naiv genug sind zu glauben mit ihm kommunizieren zu können.

„Forbidden World“ (Originaltitel) ist reißerisch, aber augenzwinkernd erzählt, und mit dieser Tonlage weiß er in seinem flotten Tempo einfach zu gefallen. Ein schräg quietschender Synthesizer-Sound sorgt für den übrigen Charme, darf sich hin und wieder aber auch in Anlehnung an Kubricks „2001“ mit klassischer Musik abwechseln.

Da das Monster zu gefallen weiß und an schleimig-glibberigen Spezialeffekten nicht gespart wurde, können Freunde quantitativer B-Filme des Science Fiction-Genres bei „Subject 20 - Horror im All" (Alternativtitel) bedenkenlos zugreifen. Dem augenzwinkernden Spaß gelingt die perfekte Ballance nie zu albern und nie zu ernst zu wirken. Und wer würde nicht mit dem Helden tauschen wollen, wenn er Dawn Dunlap in der Sauna begegnet?


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