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Mittwoch, 23. März 2016

PARIS BY NIGHT OF THE LIVING DEAD (2008 Grégory Morin)


Inmitten einer Zombie-Apokalypse heiratet ein junges Paar, welches sich nach der Trauung dem Bekämpfen von Untoten widmet...


Filmfragment...

Ein Kurzfilm kann alles und nichts sein. Er kann etwas erzählen, er kann Bildkompositionen aneinander reihen die es zu entschlüsseln gibt oder die einfach auf besondere Art wirken sollen. Dem Kurzfilm sind so wenig Regeln gesetzt wie dem Langfilm. Aber ich kann mir nicht helfen, „Paris by Night of the Living Dead“ will sich für mich einfach nicht wie ein Kurzfilm anschauen. Auf mich wirkt dieser sogenannte Film wie die Sequenz aus einem längeren Werk, die vom Rest losgelöst keinen eigenen Erzählwert besitzt.

Gerade in Zeiten in denen der DVD- und Kinomarkt mit Geschichten über Zombies überflutet wird, macht es wenig bis kaum Sinn fast 10 Minuten lang einzig ein „Zombie gegen Mensch"-Gemetzel zu zeigen und sich in einer eher vorgetäuschten Innovation damit auszuruhen, dass das Erzählte an bekannten Orten einer beliebten Stadt stattfindet. Wo ein „Brutal Relax“ sich mit einer schrägen Ausgangslage rechtfertigen konnte oder ein „Zombies and Cigarettes“ seinen dünnen Plot zumindest auf Figuren stützen konnte, die der Zuschauer kennen lernen durfte, so kurz angebunden dieses Kennenlernen auch stattfand, da lässt Grégory Morins einzige Regiearbeit den Zuschauer im Stich.

Der soll lediglich dem Kampf gegen Zombies beiwohnen, den es nun wahrlich in so jedem Zombiefilm zu sichten gibt. Die ollen CGI-Effekte, die ihre Herkunft dem Auge des Zuschauers geradezu aufdrängen, helfen nicht dabei diesem schlichten Treiben Positives abzugewinnen. Der Vorspann und seine Schriftart wissen zu wirken. Der Einstiegs-Gag, welcher das MGM-Logo veralbert, weiß zu gefallen. Aber danach kommt nichts mehr was diesem das Wasser reichen kann. Morin versteht es zwar seinen Film trotz humoristischer Ausrichtung nicht in Komik zu ertränken, aber was nutzt es wenn man einzig Zombie-Action a la „Zombie Killer“ beiwohnen darf, ohne dass einem etwas Nennenswertes drum herum geboten wird?

Ich könnte „Paris by Night of the Living Dead“ noch als Promotion-Aufnahme verstehen, mit welcher man Geldgeber für ein längeres Werk gesucht hat. Dieses wäre dann bei Veröffentlichung eines solchen sicherlich ein netter DVD-Bonus gewesen. Aber als eigenständiges Produkt weiß der hier besprochene Kurzfilm nicht zu bestehen. Dann könnte ich auch Zombieszenen aus jedem x-beliebigen Streifen zu diesem Thema heraus schneiden und losgelöst vom Restfilm gucken. So etwas verschafft einem zwar viel Blut, Gemetzel und geile Zombie-Outfits, aber noch lange kein respektables Seherlebnis.


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