23.01.2021

VOLCANO ZOMBIES (2015)

Ein Vulkan spuckt bei seinem Ausbruch Zombies mit feurigem Sabber aus, und diese greifen alle nicht evakuierten Menschen an. Die Werte deuten jedoch an, dass der nächste Ausbruch weit stärker sein wird als angenommen, so dass man die Leute zuvor nicht weit genug evakuiert hat...

Geister werden zu Zombies...

In der Welle billigst heruntergedrehter Horrorfilme für das Fernsehen, mit ausgeflippten Aufhängern und Billigtricks aus dem Computer versehen, ist man schon einiges an plumpen Umgang mit dem jeweils vorliegenden Stoff gewöhnt. In Sachen nicht überzeugender CGI-Effekte setzt "Volcano Zombies - Die Toten brennen nicht" (Alternativtitel) neue Maßstäbe, zumindest was seine Entstehungszeit betrifft. Mitte der 00er Jahre waren sie in dieser Art Produktion noch üblich, 2015 fallen sie auch bei den schlecht animierten Sequenzen der Konkurrenzprodukte gleicher Produktionsbedingungen vergleichsweise extrem billig aus und helfen dem Zuschauer somit nicht in die Illusion einzutauchen. Wenn hier die Lava über den Boden wandert, hätte man sich eher eine Art "Blob" gewünscht, so künstlich wie das aussieht. Zumindest weiß der erste Auftritt der Zombies zu überzeugen, da stimmen Kamerawinkel, Beleuchtung und Maskerade in einer stimmigen Einheit. Gleiches Szenario kurz darauf angegangen und der Trick der sich aufrichtenden Zombies wirkt nicht mehr, da vom falschen Winkel eingefangen. Zeit ist Geld, und Geld hat man bei derartigen Produktionen nicht zur Hand.

Nun können manche dieser kostengünstigen Auftragsarbeiten auch trotz ihrer schlechten Spezialeffekte und Produktionsbedingungen funktionieren. Da muss man in Sachen müde Computereffekte nicht erst auf frühe Arbeiten wie "Lexx" blicken. Auch im SyFy- und Konsorten-Billigdreh-Universum gibt es Glücksgriffe wie "Sand Sharks" oder "Resonnances" zu entdecken. Und bei einer Interesse weckenden Geschichte kann auch ein äußerst mies getrickster "Megalodon" durchaus unterhalten. "The Burning Dead" (Originaltitel) krankt aber nicht nur an seiner Optik, sondern auch an seiner Einfallslosigkeit an sich. Von Haut wegätzendem Sabber der Zombies einmal abgesehen finden sich hier weder Innovationen, noch unterhaltsam dargebotener Durchschnitt. Uninspiriert wird die Chose auf Spielfilmlänge trotz uninteressanter Figuren und kaum erzählenswerter Handlung vorgetragen, und wie in späteren Produktionen dieser Art häufig zu bemerken, streckt man das Ganze, indem man diverse Geschehen vieler Protagonisten parallel erzählt, bevor alles billig heruntergeschludert zusammenläuft. Weder sympathisiert man mit auch nur einer dieser Figuren, noch ist irgendetwas von dem Präsentierten interessant gestaltet. 

Zwar ist der Streifen für ein Werk dieser Art etwas blutrünstiger ausgefallen, an Gedärm-Szenen fehlt es nicht, ein Nackedei-Moment ist auch dabei, und mit Danny Trejo hat man sich auch wen Berühmtes mit an Bord geholt, aber das sind jene Art Quantitäten, welche die Chose nicht in Schwung bringen. Ein ironischer Umgang wäre nett gewesen, bei all den anderen Faktoren, denen "Volcano Zombies" sich verschließt. Somit wird er trotz für Freaks reizvoller Grundidee zum Langweiler. Ob dies auch auf solch schräg klingende Projekte wie "Django vs. Zombies", "Tom Sawyer vs. Zombies", sowie einer Billigversion von "Cabal" zutrifft, oder auf Horrorvarianten von Märchenfilmen wie "Sleeping Beauty", "Rotkäppchen" und die "Cinderella Playing With Dolls"-Reihe - alles anderweitige Werke von Regisseur Rene Perez - kann ich (noch) nicht beurteilen. Sein "Volcano Zombies" animiert zumindest nicht schnell zu einem seiner weiteren Arbeiten zu greifen, auch wenn manches davon für Trash-Fans wie erwähnt zunächst einmal recht reizvoll klingen mag.  OFDb

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