Dienstag, 31. Dezember 2013

LIVID - DAS BLUT DER BALLERINAS (Livide 2011 Alexandre Bustillo u.a.)


Drei junge Leute steigen in eine abseits gelegene Villa ein, deren Besitzerin seit Jahren im Koma liegt und angeblich im Besitz eines Schatzes sein soll. Recht bald bricht das Grauen über die Besucher herein...  


Eine Koma-Oma weiß sich zu wehren...

Französisches Kino, ein Szenarien-Mix aus „Suspiria“, „Das Haus der Vergessenen“ und „Mercy Falls“ mit solch wunderbarer Ideen wie eine im Koma liegende alte Dame, einer Pflegerin mit morbidem Hobby und einer Inneneinrichtung die vor skurriler Einfälle nur so strahlt (bzw. nicht, das Haus ist ein düsterer Ort). 

Mit all diesen Zutaten funktioniert die erste Hälfte des Streifens dank stimmiger Inszenierung auch ganz gut, auch wenn mit der Zeit auffällt, dass mit den Figuren trotz intensiver Einführung und erstem Interesses dann doch nicht so viel anzufangen ist wie erhofft. Aber die restlichen Inhalte schließen sich mit etwas Verzögerung diesem traurigen Zustand an. 

Anstatt den tollen Ideen einen interessanten Hintergrund zu verleihen, konzentriert man sich auf morbide, teilweise recht blutige Geschehnisse, die immer ein bisschen Rätsel bleiben, dank der Esoterik-Schiene, mit welcher jede Logik und Gesetzmäßigkeit außer Kraft gesetzt wird, jedoch auf die unangenehme Art, da Zusammenhänge nicht deutlich werden wollen und der Fantasy-Horror-Mix damit zu willkürlich wird und sich schließlich in phantastischer Belanglosigkeit auflöst. 

„Livid“ ist keiner dieser schlechten Filme die zu langweilig währen um das Ende nicht mehr miterleben zu wollen, in technischer Umsetzung ist er dank einiger künstlerisch wertvoller Aspekte sogar recht ansehnlich, aber er ist jene Art missglücktes Kino das sich neben fehlender Charaktertiefe einen Scheiß um Substanz und eine interessante Geschichte kümmert. Völlig verschenkt!

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