Montag, 30. Dezember 2013

WELT OHNE MÄNNER (2012 Michael Satzinger)


Hat der Mann eine Zukunft in der Evolution?... 


Als die Männer noch Schwänze hatten...

Der Film geht einem provozierenden, vielleicht etwas zu spekulativen aber auch sehr interessantem Thema nach, auch wenn er den Zuschauer ein wenig austrickst, um sein Ziel zu erreichen. Das kann man jedoch nicht näher erläutern ohne zu spoilern, und das sei den Verantwortlichen von „Welt ohne Männer“ auch verziehen, denn die Frage nach der Zukunft des Mannes wird in vielerlei Hinsicht beleuchtet, mit Statistiken und Forschungen untermauert und teilweise auch recht spielerisch angegangen in kurzen Themenbereichen über die Robotertechnik und über Verschwörungstheorien. 

Im Kern ist der Film jedoch eine ernstzunehmende Dokumentation die immer sachlich und objektiv bleibt. Diskutiert wird über Ursachen niedriger Geburtenraten von Jungs, verschiedene Theorien bekommen Gehör, Gegenstimmen werden ebenso beachtet. Selbst der Frage eines möglichen dritten Geschlechts geht der Film nach, aber da befindet er sich bereits in einer Phase, in welcher die Dokumentation etwas nachlässt. 

Der Tiefpunkt ist schließlich ein esoterischer Versuch den Mann per Legendenbildung in Erinnerung zukünftiger Generationen bleiben zu lassen, und das erscheint schon arg gewollt. Zwei Drittel der Dokumentation sind dafür aber um so interessanter anzuschauen, so dass „Welt ohne Männer“ trotz schwachem Finales ein Tipp meinerseits bleibt.


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