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Samstag, 20. Dezember 2014

SNOW SHARKS (Avalanche Sharks 2013 Scott Wheeler)


In einem Skigebiet treiben Hai-ähnliche Kreaturen ihr Unwesen im Schnee. Vor 25 Jahren kam dies schon einmal vor...


Liebe ist nicht die Antwort...

Im Jahr 2011 erblickte der überraschend sympathische „Sand Sharks“ das Licht der Welt. Er erzählte von Haien, die im Sand hausten und Urlauber am Strand attackierten. Zwei Jahre später erschien „Snow Sharks“, von dem ich dachte er würde selbiges wiederholen und lediglich den Schnee gegen den Sand austauschen, dem ist aber nicht so. Ob die Filme von der Produktion her in einer echten Verbindung stehen weiß ich nicht, aber zumindest findet „Sand Sharks“ in der deutschen Fassung eine kurze augenzwinkernde Bemerkung.

Der komplette Film ist aufgrund seiner unsinnigen Idee augenzwinkernd erzählt. Im Gegensatz zu seinem Quasi-Vorgänger ist er jedoch nicht so sehr auf lustig getrimmt, was schon schade ist, wusste doch genau diese Zutat den Streifen zu retten - dies und ein gut aufgelegter Corin Nemec. „Snow Sharks“, der im Original eigentlich „Avalanche Sharks“ heißt, hat auch im Darstellerbereich nichts vergleichbares vorzuweisen. Uninspiriert und untalentiert spielen die gesichtslosen Leute ihre Stereotype, während vom Aufhänger einmal abgesehen das übliche 08/15-Tierhorror-Szenario durchgezogen wird.

Ein wenig Innovation erfährt „Sharkalanche“ (Alternativtitel) durch seine ungewöhnliche Kombination mit dem Indianerfluch-Klischee, der für den Bereich der Killerhai-Beiträge mehr als ungewöhnlich zu nennen ist. Aber „Snow Sharks“ ist was seine Monster betrifft ohnehin ein Blender, sind die Haie hier doch nur Hai-ähnliche Wesen, die bei ihren wenigen Auftritten optisch nicht zu wirken wissen und eine Art rächende Phantomwesen sein sollen. Diese Idee macht die Standard-Story nicht wirklich origineller. Da wäre die erste im Film genannte Vermutung für Trash-Fans schon wesentlich reizvoller gewesen, dachte doch einer der Protagonisten es handle sich um intelligente außerirdische Haie, die einst ihren sterbenden Planeten verlassen mussten um sich zu retten. Das hätte seinen Reiz gehabt. Die ausgelutschte Indianer-Mystik hingegen nicht.

Ich habe mit „Jurassic Shark“ und „Shark Night“ schon schlechtere Beiträge dieses Subgenres gesichtet. „Snow Sharks“ schaut sich zumindest ähnlich routiniert wie „Swamp Shark“, reißt also nicht vom Hocker, kann von Vielsehern dieser Gattung Film aber durchaus als Füllmaterial konsumiert werden. Jeder andere sollte einen Bogen um dieses Werk machen. Zwar ist es mit allerhand Unsinnigkeiten in Sachen Logik und Psychologie angereichert, aber selbst das ist schon Standard in diesem Filmbereich und weiß nicht mehr wirklich die Lachmuskeln zu kitzeln.

Was die Genre-Fans mit Blick auf die üblichen quantitativen Schauwerte betrifft: trotz ewiger Spielereien mit Erotik ist „Snow Sharks“ mehr als zahm ausgefallen. Nackte Tatsachen braucht hier niemand erwarten. Die Bluteffekte sind typischer US-TV-Standard, ein wenig CGI-Blut hier, ein paar halbe Körper dort, alles freilich so schlecht getrickst wie die „Haie“ selbst und damit nicht wirklich der Erwähnung wert. Und über die Auflösung der Geschichte hülle ich den Mantel des Schweigens. Die ist der einzige Grund warum Freunde unfreiwillig komischer Unterhaltung vielleicht doch noch einen Blick riskieren sollten.


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