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Montag, 18. Juli 2016

SUPERNATURAL ACTIVITY (2012 Derek Lee Nixon)


Noch ahnt keiner seiner Mitglieder, dass Damon Dealer, der TV-bekannte Anführer einer Truppe Geisterjäger, seinen Quoten-Hit in die letzte Runde schicken möchte, indem er reinen Tisch macht und alles als Fake aufdeckt. Während ihn hierfür ein Doku-Kamera-Team während seiner Dreharbeiten zur aktuellen Staffel begleitet, erweist sich der Fall einen Geist names Smallquatch aufzuspüren überraschender Weise als authentisch...


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Zu einer Zeit als kein Hahn mehr nach einer Parodie auf „Paranormal Activity“ und Co geschrien hat, eben weil es schon unzählige gab und soviel ich weiß auch nicht eine nennenswerte darunter war, da erschien „Supernatural Activity“ auf dem DVD-Markt. Dieser erdreistet es sich, ebenso wie seine Konkurrenz, wirklich jeden halbwegs bekannten Found Footage-Film aufs albernste zu verulken, geht überraschender Weise hierfür jedoch andere Wege als es die Flut an Möchtegern-Parodien nach „Scary Movie“ vorgemacht hat, was nicht nur daran liegt, dass Nixons Komödie auf Fake-Doku getrimmt ist.

Wo sich in anderen Parodien unserer Zeit die Zoten meist in Form von Körperkomik und Körperöffnungskomik zeigt, da geschieht in „Supernatural Activity“ vieles über Dialog, was nicht bedeutet, dass aus diesem Grund die Darsteller nicht ebenfalls zum Extremklamauk neigen und schauspielerisch so überagieren können wie in anderen sich Filmparodie nennenden Blödelfilmchen, die den Geist einer wahren Parodie nicht verstanden haben. Da wird es auf Schulhof-Niveau zwar so manches Mal witzig wenn Stereotype der Kamera das Gegenteil ihres Charakters vorlügen wollen, oder auch wenn so mancher Egozentrismus zelebriert wird, aber das wird uns eben in einer Art und Weise präsentiert, die irgendwann im Jugendalter aufhört witzig zu sein.

Da kann man von Glück reden, dass „Supernatural Activity“ so harmlos ausgefallen ist, dass er die FSK 12-Einstufung erhalten hat, somit stimmt die Altersfreigabe zumindest mit dem Zielpublikum überein, das in etwa bei 8 - 14 Jahren liegen dürfte. Erwachsene werden jedoch schnell aufgeben, ist doch nicht nur der Markt mit derlei Produktionen übersättigt, und damit jede Innovation solcher Genre-Beiträge über Bord geworfen, auch der Film selbst ist übersättigt, reiht eine Zote lieblos an die nächste, so dass man irgendwann verzweifelt mit Hilfe der Fernbedienung flüchten muss, um dem unlustigen Wahnsinn zu entkommen, bevor sich so viel die Nerven strapazierende Penetranz in Kopfschmerzen verwandelt.


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