26.07.2022

13 FANBOY (2021)

Wenn man bedenkt wie viele Underground-Filme auf "Freitag der 13." und seinen Fortsetzungen, mal offen, mal nicht, zurückgreifen, klingt es nach einer konsequenten Idee, wenn sich einmal die ehemaligen Mitwirkenden dieser Kino-Reihe auf eben gleichem Produktionsniveau an die Sache heran wagen. Regie übernahm "Freitag der 13. 5"-Star Deborah Voorhees und wirkte auch am Drehbuch mit, und von Kane Hodder (Jason ab "Freitag der 13. 7") über Dee Wallace ("Cujo", "Critters") bis hin zu Corey Feldman ("Freitag der 13. 4" und 5) sind namhafte Mimen ebenso dabei wie Eintagsfliegen, und die meisten kennen sich ohnehin durch die Horrorfilm-Conventions, in denen man sich auch untalentiert von Fans für Geld feiern lassen kann. Es dürfte also nicht schwer gewesen sein die Truppe zusammen zu trommeln. 

In "13 Fanboy" geht ein irrer Fanatiker der Filmreihe um und ermordet die Mitwirkenden. Die spielen sich alle selbst, mit Ausnahme von Corey Feldman, was ein netter Gag ist. Weitere sucht man fast vergebens. Was nach einen augenzwinkernden Produkt klingt, ist humoristisch kaum verspielt ausgefallen, nimmt sich für ein derartiges Treiben also viel zu ernst, und verspielt damit schon einmal seinen ersten möglichen Trumpf. Dass private Hintergründe beim Meucheln doch mitfließen, anstatt den Fan einfach nur frustriert sein zu lassen (wie z.B. in der Auflösung von "Scream 5"), halte ich ebenfalls für eine Fehlentscheidung. Ärgerlich mutet ganz besonders die Darstellung des Killers an. Hier hätte man nun wirklich von Jason, einem der wichtigsten maskierten Killer im Slasher-Bereich, lernen können, der uns zeigte wie wirksam Stille und Langsamkeit sind. Der Killer hier mutet nicht mystisch an, kommt all zu menschlich daher und besitzt somit keinerlei Wirkung während seiner Auftritte. Das teilt er sich mit den meisten Darstellern an Bord, die mit ihrem mangelhaften Spiel zu einem guten Teil beweisen, warum es zu keiner Filmkarriere nach den Auftritten in besagter Horror-Reihe kam.

Das ist ein Makel, das man in einem Underground-Film leicht verzeihen würde. Aber "13 Fanboy" besitzt einfach keine Trümpfe. Die Geschichte ist uninteressant erzählt und zudem lahmarschig inszeniert, die Morde machen nur bedingt was her, und wie gesagt geht das Spiel mit dem Bezug zur Original-Reihe auf die Art wie hier dargeboten baden, dabei wäre hier so viel Potential zur Verbeugung und Parodie vorhanden gewesen, was viele andere Werke ("Hands of Death Part 25", "Behind the Mask", "You Might Be the Killer") damals wie heute unter Beweis stellten. So lustlos und unkreativ wie abgegeben schaut sich die Zusammenkunft der "Freitag der 13."-Mitwirkenden so verzweifelt zusammengewürfelt an wie die "Police Academy"-Mannschaft in "Lavalantula - Angriff der Feuerspinnen", wo man mit der Zusammenkunft Ehemaliger einer Film-Reihe ebenfalls nichts anzufangen wusste. Und selbst dieses müde, in typisch Billig-CGI für das TV produzierte Fließbandprodukt, guckt sich noch besser als der völlig uncharmante "13 Fanboy". Chance vergeigt, sehr schade!  OFDb

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