Donnerstag, 2. Januar 2014

REST STOP (2006 John Shiban)


Die junge Nicole hält mit ihrem Freund auf einem Rastplatz in der Einöde um auf Klo zu gehen. Als sie zurück kommt ist ihr Freund verschwunden. Zunächst wartet sie noch auf seine Rückkehr, aber ein aufdringlicher Autofahrer kommt immer wieder vorbei um Nicole zu terrorisieren, so dass sie die Hoffnung immer mehr verliert ihren Freund noch einmal lebend wiederzusehen... 


Eingesperrt unter freiem Himmel... 

Schon die völlig unatmosphärische Eingangssequenz macht nicht viel Hoffnung auf einen guten Horrorfilm, zumal man nicht weiß ob das was gerade geschehen ist unlogisch oder übernatürlich ist. In der Hauptgeschichte angekommen geht es zunächst routiniert zur Sache, so dass man sich doch wieder auf „Rest Stop“ einlassen möchte. Aber ausgerechnet ab da wo die Hauptfigur auf einem Rastplatz allein gelassen wird, also genau jener Moment der nun für Unbehagen sorgen müsste, geht es mit dem Film sehr schnell bergab. 

Das liegt weniger an der Hauptrolle, obwohl auch diese nicht wirklich mit Schauspieltalent gesegnet ist, es liegt viel mehr an einem dümmlichen Drehbuch, das dafür sorgt, dass sich unsere Heldin viel zu dämlich benimmt. Die Bedrohung greift währenddessen nicht auf den Zuschauer über, da weder Täter, Taten noch das Automobil in welchem er ewig herumkurvt etwas bedrohliches ausstrahlen. 

Und wenn sich etwa zur Hälfte des Films das ganze Treiben durch das plötzliche Auftauchen eines ehemaligen Opfers des Peinigers dann doch als übernatürlich herausstellt, sorgt dies leider nicht für eine Wiedergutmachung der zuvor lückenhaften Geschichte, ja nicht einmal zu einer sinnfreien Verbesserung des Unterhaltungswertes, sondern lediglich für mehr Grundlage die Heldin weiterhin dämliche Sachen tun zu lassen, freilich immer vor sich hinplappernd, denn dem Teen-Publikum von heute kann man Momente der Stille ja nun wirklich nicht antun. 

Schade! So ein schönes Cover, so eine klassische Grundsituation für einen funktionierenden Horrorfilm und einfach nichts draus rausgeholt.


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