Freitag, 11. April 2014

EVIL DEAD TRAP - DIE TÖDLICHE FALLE (Shiryô no wana 1988 Toshiharu Ikeda)


Eine TV-Moderatorin gerät bei ihren Recherchen nach einem Snuff-Video an einen Massenmörder, der ein unheimliches Geheimnis in sich birgt...


Tanz der Teufel Trap...

In der Horrorszene einen guten Ruf genießend und innerhalb kurzer Zeit mit zwei Fortsetzungen gesegnet, ging ich recht neugierig an den japanischen Horrorstreifen „Evil Dead Trap“ heran, zumal ich wenig aus diesem Land aus den 80er Jahren kenne. Wie so oft musste ich feststellen, dass der gute Ruf lediglich aufgrund harter und häufiger Gore-Momente entstanden sein muss, viel mehr hat die Regie-Arbeit von Toshiharu Ikeda, der auch für den dritten Teil verantwortlich ist, zumindest nicht zu bieten.

Lange Zeit befinden wir uns mit dem Team der Heldin auf einem verlassenen, heruntergekommenen Gelände, wo einer nach dem anderen einen grausamen Tod findet. Leider fehlt der Spannungsbogen oder zumindest eine atmosphärische Inszenierung, welche die Morde gekonnt einleitet und die Zwischenszenen zu füllen weiß. Schnell macht sich Langeweile breit, und die verschwindet auch nicht wenn die Reporterin auf einen Mann stößt, der verzweifelt seinen Bruder sucht. Er verhält sich merkwürdig und verschwindet immer kurz bevor die Heldin attackiert wird. Schnell wird klar, dass dieser Mann der Killer sein muss, nur die Reporterin ist sich nicht sicher, traut dem guten Mann aber auch nicht über den Weg - das ist ja wenigstens etwas.

Das ewige Hin und Her mit den beiden bereichert den Film keinesfalls, lässt ihn weiterhin so langweilig wirken wie bisher, und fast schon hätte ich mit keinen interessanten Szenen mehr gerechnet. Doch wenn der Killer sein unheimliches Geheimnis offenbart, ist das ganze schon recht nett eingefangen. Effekte machen aufgrund einer übernatürlichen Thematik plötzlich Spaß, kurzfristig entsteht auch ein kleiner Spannungsbogen und die Geschichte wird erstmals interessant.

„Evil Dead Trap“ hätte somit ein prima Finale beschert bekommen können, wenn Ikeda kein Mann der Übertreibung wäre, der leider nicht weiß wann Schluss ist. Nach einem Ende, das wenigstens etwas für die übrige Langeweile entschädigte, folgt noch ein Finale und noch ein Finle, und die sind so unnötig wie uninteressant und ziehen den Streifen lediglich unnötig in die Länge, so dass die kurz aufblitzenden positiven Momente schnell wieder vergessen sind und Resignation beim Zuschauer zurück kehrt.

Damit vergeigt es „Evil Dead Trap“ dass man sich wenigstens etwas versöhnlich von ihm trennt. Gore-Hounds mögen das anders sehen, bekommen die doch wirklich allerhand blutrünstige und gut getrickste Szenen präsentiert. Aber wie schon an anderer Stelle des öfteren erwähnt: das allein kann mich nicht aus der Reserve locken. Das allein macht mir einen Horrorfilm noch nicht sehenswert. Und deswegen kann ich den Streifen trotz seiner Beliebtheit in Fan-Kreisen nicht weiter empfehlen.


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