Samstag, 8. Dezember 2012

THE GIRL NEXT DOOR (2004 Luke Greenfield)


Der langweilige Matthew hat die Highschool bald beendet, da trifft er seine große Liebe, die neue Nachbarin Danielle. Diese hilft Matthew im Leben Risiken einzugehen und bringt ordentlich Action in sein Leben. Nur wenige Tage später erfährt Matthew dass Danielle eine ehemalige Pornodarstellerin ist...


Abenteuer Pubertät...

Für die lebensnahen Teenie-Filme gibt es Jugend-Dramen und Teenie-Tragikomödien, wer eine Teenie-Komödie sichten will weiß jedoch, dass es hier nicht um realitätsnahe Situationen geht, genau das Gegenteil ist der Fall.

Was Matthew erlebt ist möglich, aber unwahrscheinlich, ein Traum Pubertierender, und den können die Pickelgesichter dank „The Girl Next Door“ miterleben. Dabei stört es herzlich wenig, dass das Pornogeschäft im fertigen Film vor Klischees nur so strotzt, im Gegenteil, man will albern und romantisch sein, da kommt der Tanz auf den Klischees nicht wirklich störend daher, den Klamauk unterstützt es sogar.

Das ungewöhnliche an Greenfields Film ist einfach, dass er sich mal moralisch und spießig guckt, im nächsten Moment jedoch wieder frisch und frech. Ebenso funktioniert das Wechselspiel von Romantik und Klamauk. Der romantische Part funktioniert dank sympathischer, griffiger Charaktere, die umgeben sind von Comicfiguren. Nur Matthew und Danielle scheinen normale Menschen zu sein, sie durch ihren ungewöhnlichen, ehemaligen Beruf eine Spur weniger als er. Beide sind gut gecastet worden, ganz besonders Elisha Cuthbert als Danielle, die jedes Männerherz zum schmelzen bringen könnte.

Ein wenig erinnert die Masche von „The Girl Next Door“ an „L.I.S.A. – Der helle Wahnsinn“. Dieser war ein halbgares Erlebnis, da er nur an der Oberfläche kratzte. Greenfields Genrebeitrag erzählt nicht nur vom Wecken des Selbstbewusstseins in Form unglaubwürdiger Situationen, er verlangt von der Hauptfigur einiges ab, und so kaputt die Situation auch sein mag, irgendwie wirkt sie dennoch lebensnah, trotz all der überzeichneten Figuren um Matthew herum. „The Girl Next Door“ lässt sich Zeit für das Seelenleben der Figuren, John Hughes Werk „L.I.S.A. – Der helle Wahnsinn“ war nur auf den Knalleffekt aus.

Blauäugig gesehen, und so gucken sich ja nun mal die meisten Teenie-Komödien, kann „The Girl Next Door“ durchaus Spaß machen. Die Darsteller beweisen Spielfreude, die meisten Figuren wurden gut besetzt, Fäkalkomik wurde gemieden und die Liebe zwischen den beiden Protagonisten steckt an, das ist wohl das wichtigste bei einer romantisch angehauchten Komödie. Um so erfreulicher wenn man bedenkt, dass die Liebesgeschichte hier eher zweite Geige spielt, weil das pubertäre Abenteuer im Vordergrund steht. „The Girl Next Door“ begeht einfach nicht den häufigen Fehler aufgrund seines Schwerpunktes den kleinen Raum für ernstere Momente nicht freizuhalten.

Eigentlich ist Greenfields Werk typische Teenie-Routine, lediglich für Freunde des Subgenres gedreht. Er guckt sich allerdings erfrischend kurzweilig.


Trailer,   OFDb

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