Sonntag, 17. Februar 2013

DIE BESTIE (2004 Michael Valentin)


Ein Jogger fühlt sich verfolgt. Etwas scheint ihn zu bedrohen. Als er des Rätsels Lösung erfährt ist es zu spät...


Joggen ist Sport, und Sport ist Mord...

Wackelnde Büsche, ein nervöser Jogger, was scheint ihn zu bedrohen? Eine Frage, die sich auch der Zuschauer dieses 4-Minüters stellt. Ein Käfer, zu Zwecken der Atmosphäre eingefangen, hätte der Verfolger sein können. Das vermutete ich, immerhin war das humorvolle Anliegen Valentins Filmchens klar. Aber es sollte nicht das olle Insekt sein.

Für die Auflösung hatte man dann auch wen interessantes parat. Völlig harmlos wirkend, wahrscheinlich bei irgendwem aus der näheren Familie entliehen. Überraschend ist die Auflösung nicht, dafür jedoch die Tat der Bestie nach Aufdeckung.

Sicherlich erleben wir im Finale nicht die Königsübung aller Spezialeffekte, aber nachdem der Rest in wenigen Minuten ohne große Mühe umzusetzen war, überrascht es ungemein was Valentin uns da serviert: Splatter auf die Billigart, aber immerhin Splatter.

Das Spiel mit dem Zuschauer und ebenso das Ziel der Verwirrung mit dem Unerwarteten hat Valentin gut im Griff. Er nimmt sein Stück Trash nicht zu ernst, aber ernst genug um es richtig umzusetzen. Verschiedene Kameraperspektiven, kein endloses Geruckel bei den Aufnahmen des Joggers, und das Wackeln des Gebüschs sieht so lächerlich unecht aus, dass auch dieses Ergebnis eigentlich nur gewollt sein kann.

Valentin erzählt sein Nichts an Story kurzweilig, interessant und witzig! Herausgekommen ist ein Kurzfilm für Trashfreunde, die hier sicherlich kein Überwerk ihres Lieblingsgenres präsentiert bekommen, aber immerhin ein unterhaltsames. Allein beobachten zu dürfen, was Menschen in ihrer Freizeit aus Jux so auf die Videokamera bannen, ist für Cineasten mit Hang zum filmischen Müll immer wieder ein Reiz für sich. „Die Bestie“ ist schnell geguckt und schnell wieder vergessen. Aber nicht ohne zwischendurch geschmunzelt zu haben!

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