Dienstag, 19. Februar 2013

HAMMYS BUMERANG ABENTEUER (Hammy's Boomerang Adventure 2006 Will Finn)


Hammy findet einen Bumerang und hat Ärger mit ihm. Es dauert eine Weile, bis er durchschaut dass er das Opfer eines Streiches wurde...


Der Bumerang vor der Hecke...

Kurzfilme als Bonus bei computeranimierten Filmen scheinen Pflicht geworden zu sein, und in Fällen der Macher von "Ab durch die Hecke" scheinbar auch lästige Pflicht. Denn "Hammys Bumerang Abenteuer" wirkt trotz seiner durchaus gelungenen Witzchen mehr wie eine entfallene Szene, als wie ein Kurzfilm.

Da sieht man also die wichtigsten Figuren des Hauptfilms noch einmal in einem kleinen Zusatzwerk, welches teilweise im Wackselstil von "Blair Witch Project" und "Cloverfield" aus dem Blickwinkel einer Videokamera gefilmt wirkt und sich damit befasst welchen Unsinn die Figuren des großen Bruders mit diesen Camcorder treiben. Das wäre dann auch der einzige rote Faden eines Shortys, der sich in zwei Hälften unterteilen lässt, unterbrochen von einer Szene außerhalb der Videoperspektive.

Der Humor erreicht eine Qualität weit über dem Klingelmäuschen-Niveau, irgendwie aber auch damit vergleichbar. Zuzusehen wie fiktive Gestalten sich gegenseitig Streiche spielen unterhält kurzfristig, hat aber nicht den gleichen Effekt wie reale Streiche mitzuerleben, in denen das Ergebnis nicht konstruiert ist.

"Hammys Bumerang Abenteuer" ist dann letzten Endes nur eine halbe Sache, lustig, aber nicht lustig genug zum Weiterempfehlen, ohne echte Geschichte und nicht wirklich für sich allein stehend wirkend. Von Filmen wie "Gone Nutty" und "Lifted" ist dieser Streifen dann auch Meilen weit entfernt. Im Gegensatz zu Scratch aus erstgenanntem hat auch keine der Figuren aus "Ab durch die Hecke" das Potential einen auf Klamauk aufbauenden Kurzfilm zu tragen. Dafür fehlt ihnen einfach das Schräge im Charakter. Der große Vorgänger war viel zu sehr Familienfilm und viel zu weit entfernt vom Road Runner-Niveau. Mit anderen Figuren könnte "Hammys Bumerang Abenteuer" eventuell also auch noch mal eine Spur besser funktionieren.

Immerhin ist der Film guckbar und noch nicht ganz so dreist wie die angeblichen Kurzfilme auf der DVD zu "Lucas, der Ameisenschreck", die sich als mal bessere mal schlechtere Einminüter entpuppten und dem wahren Begriff des Kurzfilms nicht gerecht werden. Zu bemängeln gäbe es zum Schluss von meiner Seite aus nur noch den blöden Titel, der ohnehin nur mit der ersten Hälfte zu tun hat. Aber das ist ja nun nicht ganz so gravierend.


OFDb

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