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Dienstag, 14. Juni 2016

ROBOTROPOLIS - KRIEG DER MASCHINEN (Robotropolis 2011 Christopher Hatton)


Gerade eben berichtet die Reporterin Christiane noch von ihrem positiven Eindruck von New Town, der ersten Stadt in welcher Roboter mit Menschen Tür an Tür leben, da wird vor laufender Kamera ein Jugendlicher von einem scheinbar harmlosen Maschinenmenschen während eines Fußballspiels getötet. Kurz darauf bricht die Hölle in New Town los, sind doch alle Roboter außer Kontrolle geraten und töten gnadenlos alle Menschen, bis nur noch Christiane und einige wenige andere Überlebende übrig sind, die versuchen dem Inferno zu entkommen...


Die Stadt von Übermorgen...

Wenn man früher kein Geld hatte und trotzdem einen phantastischen Film drehen wollte, dann kamen dennoch manch sympathische Produkte bei rum, die dank holprig handgemachter Effekte dennoch dem entgegen kam was der Vision des Filmschaffenden entsprach. Wo einst ein „Robotjox“ und Co noch Charme verursachten, da kommen die unterkühlt sterilen aus dem Computer stammenden Monstren heutiger Tage effektlos daher und lassen Billigstproduktionen stumpfer erscheinen als sie es müssten. Allein da es nie zu einer glaubwürdigen Interaktion zwischen den Kunstwesen und den realen Darstellern kommt, kämpfen die Werke mit einer Distanz zum erzählten Geschehen. Ständig müssen Kompromisse eingegangen werden, z.B. wenn Hubschrauber aus dem Computer echte ersetzen und damit ohne das Mitwirken echter Schauspieler eingeblendet werden, bis schließlich nichts mehr von der ursprünglichen Vision übrig bleibt.

Denn was nutzt es von einem Roboteraufstand zu erzählen, so wie es „Robotropolis“ tut, wenn das Massaker nicht gezeigt werden kann? Was nutzt eine Verfolgungsjagd auf Menschen, wenn die Kosten alles unterbieten was einen schnell attackierenden Roboter hätte animieren können, so dass besagte Verfolgungsjagd eher so aussieht, als würden Menschen joggen und der Roboter laufe hinterher. Wenn doch hin und wieder schlecht getrickst ein Mensch in direkter Körperberührung mit den unecht aussehenden Blechkameraden umgebracht wird, dann entsteht dennoch nie eine stimmige Illusion, wirkt doch noch immer alles zu steril, und das spritzende CGI-Blut lässt das Ganze auch nicht gerade echter aussehen.

Wenn in einer solchen Produktion eine Gruppe Menschen von einem einzelnen Aggressor a la „Robocroc“ oder „Megalodon“ angegriffen wird, dann kann man auch mit miesesten Effekten noch ein halbwegs passables Ergebnis abliefern. Aber wenn man solch ein Massaker wie den Untergang einer kompletten futuristischen Stadt inszenieren möchte, dann braucht man schon ein paar Kröten mehr um etwas Brauchbares auf die Beine zu stellen. Innerhalb einer solchen Geschichte will das Auge bedient werden, erst recht wenn das Grundszenario, wie meistens bei diesen Billigproduktionen, so routiniert, sprich durch x andere Werke bereits bekannt, ausgefallen ist, wie es auch in „Robotropolis - Krieg der Maschinen“ der Fall ist.

Der manchmal gar nicht so uninteressant inszenierte Streifen macht zudem so einiges an anderer Stelle falsch was man hätte umgehen können. Wenn darüber berichtet wird, dass der Himmel durch schwarzen Rauch aufgrund der brennenden Ölbohrtürme verdeckt wäre, dann fragt man sich unweigerlich warum der Überlebenskampf in New Town innerhalb heller mit Nebelmaschinen überfluteter Plätze spielen muss. Stimmig ist das nicht, so dass nicht einmal die Szenen ohne lästigen CGI-Schrott eine bedrohliche Atmosphäre schaffen.

Was das erste Drittel noch über seine im Zentrum stehende Nachrichtensendung im halb-dokumentatorischen Stil halbwegs aufzufangen weiß, verliert sich dann wenn im Restfilm der Dokuanteil stark reduziert wird und eher schlechte Mimen nun durch eine Nebelkulisse laufen, welche über die Kostengünstigkeit hinwegtäuschen soll. Deren Handeln wird nun inmitten des immer fiktiver werdenden Szenarios immer unsinniger. Die Geschichte wird nun endgültig widersprüchlich, holprig und voller Logiklücken, und die Sympathie eines „Sharknado“ kommt in dieser rein künstlich geschaffenen Welt nie auf. Sorry, aber beim Thema Mörderroboter bleibe ich doch lieber bei handgemachten Werken wie „Terminator“, „Saturn City“, „Westworld“ und „Space Truckers“. Werke wie "Terminators", "Transmorphers" und "Robotropolis" schaffen es nicht einmal ein simples Schundfilmergebnis abzuliefern wie manches ebenso billig produziertes CGI-Werk mit tierischen Gegnern wie "2-Headed Shark Attack", "Mega Piranha" oder "Ghost Shark".


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