10.04.2021

SHARKANSAS WOMEN'S PRISON MASSACRE (2015)

Durch Frackingarbeiten wird der Durchgang zu einem unterirdischen Ozean frei, den Urzeit-Haie nutzen in die Sümpfe abzutauchen. Eine Gruppe weiblicher Gefängnisinsassen stößt nach einem Fluchtversuch gemeinsam mit ihren Gefangenen auf diese gefräßigen Tiere, die sich auch außerhalb des Wassers fortbewegen können...

Haie kommunizieren wie Wale...

Mittlerweile erwarte ich beim Namen Jim Wynorski nichts mehr. War dieser Mann in seinen frühen Werken "Der Vampir aus dem All" und "Shopping" ein Regisseur sympathischer Trash-Werke, gibt er sich bei Billig-TV-Produktionen für SyFy und Co keinerlei Mühe mehr. "Camel Spiders" konnte sich trotz Eintönigkeit noch halbwegs über Wasser halten, "Piranhaconda" ging trotz wunderbarer zentraler Kreaturenidee komplett unter. Der Mann, der mit "Bare Wench Project" und Co irgendwann alternativ auch im Erotiksektor unterwegs war, scheint nach Außen mit "Sharkansas Women's Prison Massacre" beide Genres zu kreuzen, doch das täuscht nur. Im vollkommen uninspiriert herunter gedrehten und müde erzählten Film gönnt man uns nicht einmal nackte Tatsachen, trotz weiblicher Sexy- und Möchtegern-Sexy-Besetzung von heute, sowie von gestern (Ex-Porno-Star Traci Lords, die bereits in besagtem Alien-Vampirfilm für Wynorski tätig war, ist als FBI-Agentin mit dabei). 

Kreaturen- und Bluteffekte enthält man uns hingegen zwar nicht vor, aber die sind so erbärmlich aus dem Rechner entworfen, dass das Weglassen derartiger Momente die angenehmere Alternative gewesen wäre. Selbst abgebissene Körperteile und Blut, das sich im Wasser verteilt, werden nicht mehr per Hand getrickst, sondern unnatürlich und billig anmutend per CGI in die echten Aufnahmen platziert. Selbst Einschüsse stammen billig aus dem Rechner. Billiges Massengedudel als Hintergrundmusik, unatmosphärische Unterwasseraufnahmen von der Stange, freilich alles Fremdmaterial, welches nicht extra für diesen Film angefertigt wurde, paaren sich mit Darstellern, die ins Nichts feuern, wenn sie die Tiere bekämpfen, da es nie echte Berührungen zwischen Mensch und Monstern gibt. Ständig werden Schnitte gesetzt, um Haiattacken abzubrechen, bevor sie ins Detail gehen, und dass es überall an Unlogiken wimmelt, selbst in simpelsten Bereichen, überrascht bei dieser Art Produktion ebenfalls kaum. 

Leider belustigt es das dröge erzählte Szenario nicht, welches man zwar versucht mit wechselnden Schauwerten und Drehorten aufzupeppen, was aber bei solch plump abgefilmter Langeweile und desinteressiert agierenden Nicht-Schauspielern inmitten eines vollkommen einfallslosen Drehbuchs völlig erfolglos bleibt. Ob nun unterirdisch in einer Höhle, im Wald, am Wasser, oder in einer Waldhütte, der ständige Wechsel ändert nichts am erbärmlichen Zustand des Streifens, auch dann nicht, wenn zur Mitte hin plötzlich auf "Tremors"- und "Sand Sharks"-Art zu unterirdischen Bodenattacken gegriffen wird. Da schaue ich mir lieber die Vergleichsfilme an. Gerade Letztgenannter ist ein tolles Beispiel dafür, dass auch billigste TV-Produktionen manches Mal unterhaltsam ausfallen können. Weitere Beispiele wären "Ghost Shark" und "Megalodon" (anbei ein Genre-Beitrag, der die Idee eines unterirdischen Ozeans, in dem Urzeit-Haie hausen, vor dem hier besprochenen Werk und der mauen Großproduktion "Meg" thematisierte). Ewig zickende Weiber, mies animierte Haie, die immer überraschungsfrei dort auftauchen wo gerade wer ist, Übergangsfehler, die bereits beim Wetter beginnen, null Spannung, keinerlei Sehwerte und eigenständige Ideen, hier findet man wahrlich nichts, was des Einschaltens wert wäre.  OFDb

Keine Kommentare:

Kommentar posten