Donnerstag, 14. Mai 2015

ZOMBIE OUTBREAK (Rise of the Damned 2011 Michael Bafaro)


Eine Gruppe junger Leute bricht in ein großes, leerstehendes Haus ein, um dort einen Film zu drehen, nichts ahnend dass vor Ort ein durchgeknallter Arzt Experimente an Toten durchgeführt hat, die wieder zum Leben erwachen...


Der Amigo in der Grube...

Während diverse Cover-Versionen des Filmes vorgaukeln ein Beitrag jener Zombiefilme zu sein, die in einer apokalyptischen Welt spielen, entpuppt sich „Zombie Outbreak“ als Mix aus irrer Wissenschaftler-Horror und jener Art Zombiefilm, in welcher die Untoten auf kleinem Raum eine ebenso kleine Gruppe Menschen bedrohen. Das schaue ich in der Regel lieber als die ollen Weltuntergänge, auch in diversen eigens für den Videomarkt produzierten Billigfilmen, aber leider will das Werk von Michael Bafaro, der für Filme mit Titeln wie „Der Teufelspakt“ und „The Devil‘s Ground“ (immerhin mit Daryl Hannah) verantwortlich ist, so gar nicht gefallen.

Das beginnt bereits bei der Gruppe unsympathischer junger Menschen, die meinen pausenlos streiten zu müssen. Und das nervt um so mehr, als dass die Deutschvertonung die idiotischsten Stimmen präsentiert, was schon verwundern darf, ist sie akustisch im Vergleich zu vielen anderen DVD-Produktionen doch auf einem technisch qualitativeren Level angesiedelt. Schade um den Film selbst ist es jedoch nicht, entpuppt sich doch bereits die Einführung als viel zu konstruiert, ohne Rücksicht auf Logiklücken, die sich wie ein Grand Canyon auftun, und angereichert mit Zufällen, die in ihrer Extreme nicht mehr mit Pseudo-Ausreden auszubügeln sind.

Dass es im Laufe der Geschichte mit der Glaubwürdigkeit nicht besser wird, dürfte niemanden verwundern. Die Geschehnisse im Haus werden nie sinnvoll erklärt, die Figuren benehmen sich so, als ob sie wüssten dass sie in einem Horrorfilm mitspielen und nicht so wie Menschen auf ungewöhnliche Situationen im realen Leben reagieren würden. Und ob Bafaro nach einiger Zeit überhaupt noch über einen roten Faden verfügte, der ihm die nötige Übersicht verleiht, sei einmal ganz deutlich angezweifelt.

Kurzum: „The Undead - Quelle der Verdammnis“ (Alternativtitel) ist weder etwas für Fans der Zombie-Weltuntergangsfilme noch etwas für Freunde sympathischer, simpler Videotheken-Kost. Trotz besserer Produktionsbedingungen als Billigstreifen wie „Mexican Werewolf“ oder „Zombex“ weiß Bafaro nichts aus manch schmackhaft klingenden Zutaten zu schaffen. „Rise of the Damned“ (Originaltitel) ist eine Gurke. Punkt! Aus!


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