Posts mit dem Label Guy Pearce werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Guy Pearce werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

19.06.2025

Kurzkommentare (2)

 

Archive (2020)

Dieser Science Fiction zum Thema K.I. kommt mit manch interessanter Idee daher, inklusive einem süß anmutenden Suizid eines Roboters, während er ansonsten hauptsächlich von der Kälte der Forschung berichtet (vergleichbar mit "Splice"), mittels eines Protagonisten, der sich selbst für sozial und mitfühlend hält. Manch überraschende Wendung, gutes Schauspiel und ein unterkühltes Setting sorgen für den Rest in einem Werk, dessen Herangehensweise zur Entstehungszeit bereits nicht mehr innovativ zu nennen war.  Wiki


Iron Man 3 (2013)

Der Abschluss der Trilogie mag nicht der ereignisreichste sein, die Story plätschert überraschend gradlinig von einem visuellen Event zum nächsten, aber er unterhält mit der Einhaltung von Grundstimmung und humoristischen Einflüssen der Stammfiguren aufeinander, und er weiß durch die Rolle von Ben Kingsley zusätzlich zu gefallen, gerade zur zweiten Hälfte hin. Dass einem das alles bereits bei der ersten Sichtung zu bekannt vorkommt, ist schade zu nennen, aber die Sympathie des Bekannten, welche man eher von TV-Serien, anstatt von einer Großproduktion erwarten sollte, entschädigt dennoch halbwegs.  Wiki

 

The Flash (2023)

Auch wenn sich "The Flash" mehr denn je als Marvel-Imitat von DC schaut und an mancher Stelle etwas überfrachtet wirkt, so trägt er das Herz und vor allen Dingen die Pointensicherheit doch am rechten Fleck und weiß mit manch kreativer, nicht wirklich innovativer Idee die übertriebene Action für sich zu nutzen, um das Ganze zu ironisieren. Der Hauptdarsteller hat mit seiner Doppelrolle sichtlich Freude, Michael Keaton als Batman nicht nur in kurzen Auftritten zu erleben, lässt das Herz ohnehin höher schlagen, und zumindest bietet "The Flash" im Gegensatz zu manchem Superhelden-Konkurrenten eine erzählenswerte Geschichte. Auch der Schluss-Gag hat mir gut gefallen.  Wiki

 

Creed 3 - Rocky's Legacy (2023)

Dass man Stallone vermissen würde, war abzusehen, ihn als Rocky aber nicht einmal bei einer wichtigen Beerdigung auftreten zu lassen, zeigt wie sehr der dritte Teil des Spin Offs Produkt, anstatt Herzensangelegenheit war. Es zeigt sich auch in der überraschungsfreien Gradlinigkeit einer an sich netten, sich aber bereits durch "Rocky 5" bekannt anfühlenden Geschichte, und dadurch, dass der Gegner charakterlich interessanter ausfällt als der Held und sein Weibchen. Unterhaltsam ist das zu schmale Ergebnis dennoch ausgefallen, lediglich weit unter den Erwartungen nach zwei so geglückten Vorgängern.  Wiki

 

Doctor Who - Kinda (1982)

Zwar fühlt sich die oberflächliche Geschichte selbst etwas arg zu oft erzählt an, die Rätselhaftigkeit um die Lebewesen und ihrer Geheimnisse vor Ort, lassen einen dennoch neugierig werden. Der fünfte Doktor täuscht so herrlich verspielt Ahnungslosigkeit und Naivität vor, dass man fast schon meinen könnte, dass die noch frische Reinkarnation tatsächlich so gestrickt ist. Wer bei einem solch nostalgischen Produkt wie diesem neuere Effekte benötigt, wie vom Bluray-Menü wieder einmal alternativ angeboten, will sich mir jedoch nicht erschließen.  Wiki

13.01.2018

ALIEN - COVENANT (2017)

Es hätte so schön werden können, wenn Ridley Scott seine Vision von „Prometheus“ hätte fortsetzen können. Zugegeben, dort existierten kleine Unsinnigkeiten, und das Alien als perfekt überlebensfähige Spezies wurde entmystifiziert. Trotzdem war der Film mit seinem Ansatz das Alien beiseite zu lassen und sich auf den Entdeckergeist beim Vorstoß in den Weltenraum zu konzentrieren die meiner Meinung nach bislang beste Fortsetzung des Originals, so dämlich, wenn auch unterhaltsam, Camerons Actionorgie daher kam, so langweilig, wenn auch intelligent, Finchers Version auf dem Gefängnisplaneten war und so gar nicht zur Reihe passend das quietschbunte, unterhaltsame Treiben John-Pierre Jeunets war - von den müden Ablegern der Begegnung mit den Predatoren ganz zu schweigen. „Prometheus“ weckte die Faszination beim Zuschauer auf den möglichen Schöpfer der Menschheit zu stoßen und schloss mit dem Aufbruch in Richtung deren Planeten geradezu abenteuerlich und faszinierend.

Und dann kam es, das Gemaule der „Alien"-Fans, die Verrisse in den Medien und damit die Panik der Produzenten, die das Projekt nun wieder mehr Richtung tatsächliche „Alien"-Reihe schoben, damit alle guten Ansätze des Vorgängers über Bord warfen und einen verwässerten Kompromiss mit Scotts Vision verursachten, der den maulenden Fans zumindest das bot, was sie verdienten: noch mehr Entmystifizierung der geliebten Kreatur und einen dümmlichen Plot, wie es ihn seit den beiden Ablegern „Alien vs. Predator" und „Aliens vs. Predator 2“ nicht mehr gegeben hatte. Zwar hat das Raumschiff aus „Prometheus“ den Planeten der Schöpfer tatsächlich erreicht, womit der Vorgänger aufgrund seiner Vorgeschichte zum hier besprochenen Film zu einem tatsächlichen „Alien 5“ wird, aber alles geschieht anders als erwartet und sicher auch als ursprünglich geplant.

Die Ausgangslage der Geschichte ist eigentlich gar nicht von schlechten Eltern und hätte in einem eigenständigen Science Fiction-Film eine fruchtbare Grundlage für ein tolles Kinoerlebnis werden können. Denn der Reiz eines attraktiveren und zeitersparenden Planeten kann jeder sicherlich nachempfinden, wäre dort wie hier aber freilich nur eine Überlegung wert, wenn es von dort kein Signal menschlicher Herkunft gäbe, die es dort vor Ort nicht geben dürfte und damit jeden gesunden Geist warnen würde den Ort nicht zu betreten. Das machen unsere Amis im All in „Alien - Covenant“ trotzdem, aber die haben es ohnehin nicht so mit Intelligenz und Vorsicht, was man schon daran sieht dass sie ohne Überprüfung des Lebensumfeldes auf einem fremden Planeten durch die Walachei stampfen, Wasser trinken und als erstes nach Lokalisieren des Standortes dem Signal folgen, anstatt zunächst die Botanik, die Luft und die (Kleinst)Lebewesen zu erforschen. Eine Forschungsstation, wie wir sie aus „Phase 4“ kennen, wäre sinnvoll gewesen. Stattdessen wandern die hirnlosen Pioniere in ihr Verderben - was wohl auch besser ist, da sie bereits 10 Minuten nach ihrer Ankunft mit dem Planeten so umgehen, wie es der moderne Mensch heute mit der Erde tut.

Freilich folgt diesem dümmlichen Verhalten so einiges mehr, so dass nach einem ordentlichen Geschichts- und Stimmungsaufbau in der ersten halben Stunde nur noch Dummfug auf den Zuschauer einregnet, der sich nun nicht mehr mit irgendwem aus der Mannschaft identifizieren kann - nicht einmal mit dem Androiden Walter, der selbst dann von keiner Gefahr Davids ausgeht, wenn dieser sich optisch seinem Androidenbruder angleicht, um später dessen Position einzunehmen - eine Tatsache die mancher Zuschauer erst in der Schlussszene begreift, wenn auch die hohle Heldin versteht was Sache ist, und dies obwohl sie zuvor noch gegen ein Alien kämpfen musste, welches nur über den Androiden an Bord gelangen konnte. Herr wirf Hirn vom Himmel!

Nicht nur, dass nun auch die Androiden dumm geworden sind, ihre dominante Präsenz überfrachtet den Film zu sehr. Fassbender war der Trumpf des Vorgängers, dessen waren sich auch die enttäuschten Stimmen des Streifens einig. Also bauten ihn die panisch gewordenen Produzenten nun noch dominanter ins Geschehen ein, versehen mit einer Doppelrolle und zur wichtigsten Figur werdend, wenn es um den Ursprung der Aliens geht. Wer sich hier nur über die Entmystifizierung ärgert, aber nicht über all die Dummheiten und zudem noch über diverse Widersprüche zum Originalfilm (so wüsste ich gerne mal, wie das Raumschiff der Schöpfer auf den Planeten gekommen ist, auf welchem „Alien“ spielt), dem kann man nicht mehr helfen, dem wird jedoch „Alien 6“ noch mit am besten gefallen können - abgesehen von jenen kritiklosen Zuschauern, denen auch die Entmystifizierung egal ist.

Wer frei von jeglichem Denken ist, der wird aufgrund der Schauwerte, des Tempos und des durchaus vorhandenen Unterhaltungsgrades einen neuen, tollen Blockbuster für sich entdeckt haben. Wer es wagt auch nur ansatzweise mitzudenken wird trotz einer Verbesserung auf dem amerikanischen Markt filmischer Großproduktionen wieder in seinen Vorurteilen über Blockbuster bestätigt werden und kann sich wieder schmollend einzig Nischenprodukten zuwenden. Ich muss „Alien 6“ zumindest eingestehen mich nicht gelangweilt zu haben, in der ersten halben Stunde gar richtig gut unterhalten zu haben und danach zumindest bei hohem Tempo geistlose Routine abgeliefert zu haben. Das ist zwar kein tolles Ergebnis, aber trotz aller Fehler noch kein Rohrkrepierer.  OFDb

09.05.2017

PROMETHEUS - DUNKLE ZEICHEN (2012)

Ja, „Prometheus“ ist ein „Alien“-Prequel und ja, die Netzgemeinde diskutierte fleißig ob es ein gelungener oder misslungener Teil besagter Kino-Reihe ist und in wie weit er aufgrund nur angedeuteter Tatsachen überhaupt dazu gehört. Ganz ehrlich? Mir ist das alles scheiß egal. „Prometheus - Dunkle Zeichen“ funktioniert für mich sowohl als eigenständiger Film, sowie als Teil der Reihe. Ich mag ihn, und ich verstehe nicht warum auf ihm so viel herumgehackt wird. Meiner Meinung nach schafft es Ridley Scott gekonnt den philosophisch angehauchten Forschungsbereich der Science Fiction mit dem schleimigen Monsterpart des Horrorfilms zu vereinen und liefert mit besagtem Werk ein kurzweiliges Stück Blockbuster-Kino ab, das weder übertrieben geistreich noch irgendwie dümmlich ausgefallen ist.

Viele der Figuen kommen zu kurz und sind dementsprechend oberflächlich gezeichnet, „Prometheus“ konzentriert sich nun einmal nur so weit auf die jeweiligen Charaktere wie nötig, und das finde ich vollkommen in Ordnung. Der Cyborg ist höchst interessant charakterisiert, zumal selbst seine „bösen“ Taten von ihm nicht als solche gedacht sind, er ist nur eine Maschine und macht da aufgrund fehlender Emotionen keine Unterschiede. Die Wissenschaftler agieren trotz ihrer Berufsgruppe nicht so kühl wie er, da sie sich aber fast schon esoterisch geleitet auf der Suche nach ihrem Schöpfer befinden, ist es geradezu nachvollziehbar, dass sie ihrer Forschung recht emotional angehen. Die kühle Art der Rolle von Charlize Theron mag wiederum genau aufgrund ihrer reduzierten Art zu gefallen. Sie bekommt genau den Grad Spielzeit gewährt, der ihre Rolle interessant und für die Geschichte förderlich wirken lässt.

Über die Landschaften auf dem fremden Planeten, die Forschungseinrichtung der Außerirdischen und die meist schleimig ausgefallenen Kreatureneffekte gibt es wahrlich nichts zu meckern, auch wenn die erste Aufnahme unserer Vorfahren, die direkt zu Beginn gezeigt wird, eher mau wirkt. Aber damit hätten wir den Tiefpunkt des Streifens direkt zu Beginn hinter uns gebracht. Der Rest bietet ein abenteuerliches Szenario mit interessanten Wendungen, undurchsichtigen Verwicklungen und kleinen Verweisen auf die späteren Ereignisse in „Alien“, spannend aufgrund des Rätselratens und der Erwartungshaltung gestaltet, anregend aufgrund der aufgeworfenen Fragen über Schöpfer und Kreatur (auf mehreren Gedankenebenen) ausgefallen und für Genre-Fans ein Leckerbissen aufgrund der Kreaturen und ihrer uns fremden Mentalität.

Nicht nur dass mir „Prometheus“ gegen alle Erwartungen gut gefallen hat (ursprünglich hatte er mich eigentlich gar nicht interessiert), ich freue mich nun auch wie ein Honigkuchenpferd auf die bereits angekündigten Fortsetzungen, denn was lässt ein Science Fiction-Herz wohl höher schlagen, als das Abenteuer das uns aufgrund des Endes von Teil 1 bevor steht? Ich hoffe zumindest, dass eine Fortsetzung auch wirklich auf diese Idee aufbaut, könnten hier fantasiereiche Autoren doch etwas wahrlich Großes schaffen. Für ein Gelingen müsste man inhaltlich jedoch kreativer vorgehen als in diesem sehenswerten „ersten“ Teil, denn bei aller Liebe zu dem Film lässt sich nicht übersehen, dass hier eigentlich nur „Alien“ nacherzählt wird, wenn auch mit völlig anderen Sehwerten und inhaltlichen Schwerpunkten gut davon ablenkend.  OFDb

23.12.2013

DON'T BE AFRAID OF THE DARK (2010)

Ich muss zu diesem Film einfach etwas schreiben, gehöre ich doch zu den wenigen, die den TV-Film „Gates Of Darkness“ gesehen haben, der als Vorlage für das hier besprochene Remake diente und der in Deutschland, so viel ich weiß, nur auf VHS erschienen ist. Zumindest habe ich nie etwas von einer TV-Ausstrahlung mitbekommen. „Gate Of Darkness“ war ein putziger, kleiner, naiver Film, der es schaffte schlichte Gemüter zu gruseln. Es war ein charmanter Film, dessen Geschichte es aufgrund der auf kindlichen Ängste bauenden Spannungsmomente verdient hatte neu verfilmt zu werden. Mit Produzent Guillermo del Torro war ein Mann mit an Bord, dem man zutraut mit dem vorhandenen Material ein stimmiges Filmchen zu zaubern.

Schade dass er die Regie Neuling Troy Nixey übergab und ihm scheinbar nur ins Set-Design reinplapperte. Dies weiß nämlich zu wirken und schreit geradezu danach einen atmosphärischen Film unterstützen zu dürfen. Und Guy Pearce mit an Bord zu haben, der in den Filmen „Memento“, „L.A. Confidential“ und selbst in simplen Stoffen wie „Iron Man 3“ zur schauspielerischen Hochform auffährt, lässt Erwartungen ebenfalls steigen. Würde man ihn nur durch seine Darstellung in „Don‘t Be Afraid Of The Dark“ kennen, man würde ihn für einen 08/15-Schauspieler halten, so lustlos spielt er seine Rolle runter. Und das braucht nicht verwundern, ist der Film doch ebenso uninspiriert herunter gekurbelt.

Schade! Neben der bereits erwähnten Pluspunkte sind die computeranimierten Wesen gut ins Restbild eingearbeitet. Die Erwartungshaltung, die um sie herum aufgebaut wird, ist auch nicht von schlechten Eltern. Aber der Grundton des Films will einfach nicht stimmen. Figuren sind einem egal, der Soundtrack dudelt routiniert vor sich hin, und mit der einseitigen, aber stimmigen Location weiß Nixey und sein Kameramann nicht wirklich etwas anzufangen. Gruselig wird es nie, und selbst simpelster Spannungsaufbau ist kaum gegeben, spätestens wenn wir die Wesen endlich zu Gesicht bekommen und damit das einzige Geheimnis des Streifens gelüftet ist.

„Gate Of Darkness“ war weder raffiniert, noch innovativ. Aber er war zumindest klug genug nicht gleich die Hintergründe aller Geschehnisse in einer unnötigen Vorgeschichte auszuplappern, so wie es das Drehbuch zur Neuverfilmung vorschrieb. Die häufigste Krankheit moderner Horrorfilme schadet mal wieder dem Sehwert: anstatt ruhig in den Film einzutauchen, muss vor Beginn der eigentlichen Geschichte ein Paukenschlag her. Scheinbar langweilt sich der moderne Kinogänger sonst zu sehr, müsste er in der Regel doch sonst 30 Minuten warten bis in einem Horrorfilm erstmals wirklich etwas passiert.

Also: überraschen kann da gar nichts mehr, und da bis zur Hälfte der Laufzeit alles dem typischen Ablauf einer typischen Horrorgeschichte folgt, weiß man dass dies auch beim Rest des Streifens so bleiben wird, der in seiner überraschungsfreien Art nur ganz knapp an der Langeweile vorbei schrammt. Das war wirklich nichts tolles. Nixeys Regie-Einstand ist uninspirierte Routine mit den Möglichkeiten zu mehr. Da greife ich in einigen Jahren lieber noch mal zum ebenfalls routinierten, dafür aber auch naiv-unterhaltsamen Original. An dies hielt man sich zwar vom Ablauf her, inklusive der tollen Idee mit dem Blitzlicht eines Fotoapparates, doch trotz vieler Lücken in der Geschichte und einiger Ungereimtheiten ist die 1973er Version die bessere Alternative zum glattpolierten Aufguss von 2010.  OFDb