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10.05.2022

FUNNY FARM (1988)

Ich weiß nicht ob es Produktionsprobleme gab, aber man sieht dem etwas unausgereiften Film seine Schwächen an. So oder so, ich kann einfach nicht anders: ich mag ihn. Das liegt aber auch am Selbstläufer der Richtung Finale etwas zu kurz kommenden Idee, dass die Dorfbewohner sich mit Andy und Elizabeth vereinen, um kommenden Käufern deren Hauses das harmonische Klischeedorf vorzuspielen. Warum dieser Storyaspekt so kurz greift, obwohl wesentlich mehr daraus zu ernten gewesen wäre, frage ich mich ebenso, wie warum ein Ass im Spiel der Nervensäge, wie es Chevy Chase nun einmal ist, trotz einer derartigen Positionierung seiner Rolle, doch in recht übersichtlichen Grenzen agieren darf. Letztendlich nervt er nie genug, um tatsächlich den Ärger eines ganzes Dorfes auf sich zu ziehen. Dafür hätte man eher auf das Niveau eines "Cops und Robbersons" zurückgreifen müssen. 

Aber auch in dieser Lightvariante macht es Spaß Chase bei seinem Chaos und seinen Enttäuschungen zuzuschauen, zumal das Drehbuch allerhand netter Ideen bereit hält. Ob es die Wegbeschreibung ist, die das Schicksal der Umzugsleute beeinträchtigt, ob es der banale Streit um einen Apfel ist, der Highlight-Auftritt des Postboten, die Phase des Wahnsinns, wenn Andy einen auf Kojote von Road Runner macht, der amüsanten Momente gibt es genug, um das eigentlich recht unausgegorene Stück Film sympathisch genug zu finden und ihm all seine Fehler verzeihen zu können. Mag die Versöhnung des zentralen Paares auch zu sprunghaft kommen und aufgrund der extremen Vertrauensbrüche nicht glaubwürdig anmuten, mag der Film auch immer nur die Oberfläche seiner Möglichkeiten abgrasen und generell nicht zum großen Komödien-Hit werden, gut aufgelegte Mimen und sicher gesetzte Pointen entschuldigen manch anderes. Und ohnehin hat man immer wieder den Eindruck, dass da wer hinter den Reihen gegen gesteuert hat, dass aus "Funny Farm" lediglich nur das Filmgerüst wurde, welches er leider nun ist. Wurden Gelder gestrichen? Wurde der Film krampfhaft auf 90 Minuten gekürzt? Wurde am Drehbuch herumgedoktort? Ich habe leider keine Hintergrundinformationen zu dieser Regiearbeit von George Roy Hill, aber irgend etwas in dieser Art wird geschehen sein. Von daher würde sich "Funny Farm", freilich in den richtigen Händen, tatsächlich für eine Neuverfilmung eignen. Gerade die Idee der letzten 20 Minuten sind Gold wert.  OFDb

04.02.2018

SPIONE WIE WIR (1985)

In den 80er Jahren war Dan Aykroyd neben Steve Martin einer der erfolgreichsten Komiker des amerikanischen Kinos, die einen guten Teil ihrer Filme auch selbst geschrieben haben. Zusammen mit zwei Co-Autoren realisierte Dan Aykroyd ein Drehbuch aufbauend auf einer eigenen Idee, und da der von ihm geschriebene „Ghostbusters“ ein Jahr zuvor finanziell eingeschlagen ist wie eine Bombe, stand dem guten Mann auch ein recht gutes Budget zur Verfügung - passender Weise zu einem Thema, in welchem selbst eine Bombe zum Mittelpunkt der Ereignisse wird. Dank der großzügigen Finanzierung werden dem kunterbunten Treiben um zwei vertrottelte Agenten Hightech-Szenen zur Verfügung gestellt, die es Regisseur John Landis erlauben einen relativ detailierten Blick auf die Raketentechnik, jene der Satelliten und manch andere Bereiche zu werfen. Nötig hätte dies eine Geschichte, die lediglich den üblichen Albernheiten seiner Comedystars dient, nicht gehabt, ein Hingucker sind diese technischen Gimmicks jedoch durchaus.

Wie in fast jedem Aykroyd-Werk werden solche Hingucker jedoch etwas zu sehr auf Kosten der Komik und der Geschichte ausgereizt. Zwar weist „Spione wie wir“ eine angenehme, nicht überfrachtete Gagdichte auf und bietet mit Chevy Chase an Aykroyds Seite einen weiteren hochkarätigen Komödianten, Momente des humoristischen Leerlaufs machen sich trotzdem gelegentlich breit, mehr denn je gegen Ende, wenn das Demonstrieren optischer Reize immer mehr den Eindruck macht mit dem Budget und seinen Möglichkeiten protzen zu wollen, anstatt sie lediglich dem Nutzen der zu erzählenden Geschichte zu unterstellen. Da das Ergebnis jedoch trotzdem unterhaltsam ausgefallen ist, muss man nicht all zu streng mit diesen kleinen Lachpausen sein. Überraschender Weise überragt auch gelegentlich eine unerwartete Actiondominanz das Geschehen, fast so als würde man bereits für „Lethal Weapon“ den Genre-Mix proben, um so schöner ist es, dass inmitten dieser gelegentlichen Actionorgien und High Tech-Spielereien trotzdem Platz für die plattesten Kalauer bleibt, die „Spies Like Us“ (Originaltitel) seinen eigentlichen Charme bescheren.

Chase darf hier des öfteren ähnlich lustige Sprüche loslassen wie in seinem „Fletch - Der Troublemaker“, Aykroyd besticht wieder einmal mit seinem zurückhaltenden, schüchternen Charme, der im richtigen Augenblick die Komik aus einer ganz naiven Ecke losfeuert, und insgesamt weiß einfach der Aufhänger zu gefallen, dass zwei Ahnungslose, ähnlich wie in „Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh“, zum Spielball zweier Spionagefronten werden, während sie sich, trotz offensichtlich fehlender Kompetenzen jeglicher Art, für echte Agenten halten. Das Ergebnis ist nicht ganz so gut ausgefallen wie im französischen Vergleichsfilm, allein schon weil Pierre Richards komplette Ahnungslosigkeit den Humorgrad immens erhöhte und seine naive Trotteligkeit die Arroganz der Helden des hier besprochenen Filmes übertrumpfte, aber auch das simplere Ergebnis von „Spione wie wir“ kann sich sehen lassen, vorausgesetzt man erwartet keinen großen Komödienknüller. „Spies Like Us“ ist eher schlicht ausgefallen wie Aykroyds „Schlappe Bullen beißen nicht“: nett, allerhand Schmunzelmaterial vorhanden, letztendlich aber doch wieder zu gewöhnlich geraten, als dass man das Ergebnis über den grünen Klee loben könnte.  OFDb

05.11.2017

VALKENVANIA - DIE WUNDERBARE WELT DES WAHNSINNS (1991)

Das Regiedebüt Dan Aykroyds sollte auch gleich seine einzige Regiearbeit bleiben. Basierend auf der Idee eines Verwandten und dem darauf aufbauenden Drehbuch von Aykroyd höchstpersönlich konnte er zwar zwei befreundete Comedystars, Chevy Chase und John Candy, für die Besetzung gewinnen, und zudem die damals schon nicht unbekannte Demi Moore, dem Publikum schien der schrille Monsterspaß Aykroyds jedoch nicht zu schmecken, floppte das Projekt doch an den Kinokassen und ist bereits nach wenigen Jahren in Vergessenheit geraten.

Zugegeben unterliegt Aykroyd auch in „Valkenvania“, wie schon in „Ghostbusters“ und Co, der Versuchung äußerer Schauwerte auf Kosten einer gehaltvolleren Geschichte. Insbesondere die beiden degenerierten Baby-Zwillinge, von denen Aykroyd ebenfalls eins mimt, sind definitiv zu viel des Guten darin Valkenvania und den Hintergründen des Richters einen grotesken Touch zu bescheren. Doch von diesem zu extremen Ausrutscher einmal abgesehen geht die Sache, ebenso wie bei den Geisterjägern, doch noch gut, zumindest wenn man kein großes Komödienhighlight erwartet.

Interessanter Weise ist „Nothing But Trouble“ (Originaltitel) immer dann am besten, wenn die schrägen Momente pausieren, was höchst selten der Fall ist. Die Einführung in die Geschichte bildet somit den besten, wenn auch nicht gerade humorvoll übersprudelnden, Part, was viel am versprühenden Charme von Chevy Chase liegt, der stilvoll seine Rolle ausfüllt und die damals sehr attraktive Demi Moore zur Seite gestellt bekam. Die charakterlichen Eigenarten, auch jene der dicker aufgetragenen Charaktere zweier Brasilianer, trafen viel sicherer mein Humorempfinden als all die grotesken Eigenarten, die Aykroyd uns frei jeder Subtilität um die Augen und Ohren schmeißt, sobald sich die vier Personen auf dem Grundstück des Richters befinden.

Zwar lässt das Niveau und die Treffsicherheit des bis dahin stillen Humors damit schlagartig nach, wer sich jedoch umorientieren kann und in dem ganzen Nonsens nicht nach irgendeinem Sinn sucht, kann Aykroyds lautes Schreckenskabinett trotzdem etwas abgewinnen, sind es doch nicht nur die Stars die genügend Charme versprühen, auch die detailverliebten Settings, ob innen oder außen, wissen zu gefallen, und manch verspielt morbides Gimmick, eine Art Funversion der Einrichtung von Leatherfaces Elternhaus, lassen den erzählerischen Stillstand nie zu dröge wirken. Wenn dann noch John Candy als stumme, ewig albern vor sich hinkichernde Enkelin des Richters auftaucht, und damit seine vorherige Rolle als Sheriff mehr oder weniger ablöst, weiß das teilweise zu gewollte Chaos trotzdem zu belustigen.

Dass es an nötigem Gehalt für einen Mehrwert fehlt, lässt sich jedoch nie übersehen. Und ein angehangener Schlussgag vor der kompletten Zerstörung Valkenvanias erweist sich als so unnötig, wie der tatsächliche Schluss-Gag. Aber bereits das Niederbrennen des Tatortes beweist, wie verzweifelt man war das zum Selbstzweck groteske Treiben zu einem sinnvollen Ende bringen zu können. Aykroyd geht es lediglich ums Feuerwerk, um seine lauten Attraktionen, und dafür sind die zuvor so detailiert eingeführten Charaktere viel zu schade, eigentlich sogar die namhafte Besetzung, der man ebenfalls einen qualitativeren Spielplatz gewünscht hätte, um Aykroyd einen Gefallen zu tun.

Dass ich dennoch so sanft mit „Valkenvania - Die wunderbare Welt des Wahnsinns“ ins Gericht gehe, liegt sicherlich daran, dass dies nicht meine erste Sichtung war und ich somit auf die Ernüchterung nach der Einleitung vorbereitet war. Den Stillstand und das viel zu laute Spektakel skurriler Gimmicks hatte ich als weit weniger funktionierend in Erinnerung. Mit viel Wohlwollen, und nur so bin ich an diese bislang letzte Sichtung heran gegangen, kann man dem sinnlosen Spektakel aber durchaus seine sympathischen Seiten zugestehen, wenn man sich, ähnlich wie bei Aykroyds Frühwerk „Die verrückten Nachbarn“, einfach Szene für Szene auf den wilden Zirkus einlässt, ohne dabei das wackelige Gesamtbild zu beachten. Denn erst mit Blick auf dieses beginnt der ganze Nonsens zu schwächeln.  OFDb

09.02.2017

(K)EIN VATER GESUCHT! (1995)

Wer glaubt Chevy Chase bei dem Versuch das Herz seines Stiefsohnes zu erobern so herrlich albern in seiner klassischen Nervensägenrolle zu erleben wie in „Schöne Bescherung“, "Funny Farm" oder „Cops und Robbersons“, wird sich wundern wie bodenständig der groß gewachsene Mann seine Rolle als Jack anlegt und wie selten er zur Tolpatschnummer greift, die eigentlich so typisch für ihn ist. Ohnehin ist der Komiker, der auf andere Art auch in „Fletch - Der Troublemaker“ und „Drei Amigos!“ zu belustigen wusste nur selten derjenige, dem wir echte Lacher verdanken. Das liegt aber auch daran, dass wir mit „(K)ein Vater gesucht!“ gar keine Komödie vorliegen haben, die es auf große Lacher anlegt. Die Gesamtsituation soll zum Schmunzeln anregen, während ansonsten der typische Disney-Schnulz anvisiert wird.

Das schmeckt nicht jedem, und gerade in den 90er Jahren, mit seiner neu aufkommenden Mentalität, die im Film sogar direkt angesprochen wird, hätte solch ein Werk eine Katastrophe werden können, kenne ich doch kaum Spielfilme aus dem Hause Disney, die ab besagtem Jahrzehnt funktioniert hätten. Da trieft es vor Kitsch aus jeder Pore, Moral wird von allen Seiten gepredigt und stets wird vorgelebt wie man zu leben habe. Das ist in „Man of the House“ (Originaltitel) nicht viel anders, lediglich die Dosis wurde reduziert. Trotzdem muss man außerdem Sympathie zu der Besetzung aufbauen können, um das Ergebnis als erträglich zu empfinden. Ob es Jonathan Taylor Thomas, die einzig brauchbare Kinderbesetzung aus „Hör mal wer da hämmert“, ist, George Wendt, der „House“ und die TV-Serie „Cheers“ zu dem machte was sie ist, oder allen voran Chevy Chase in der Hauptrolle, sie sind es die den Film trotz all seiner Disney-Krankheiten so angenehm werden lassen und aus der aus Wohlstand geborenen Theatralik sogar ein rührendes Werk gestalten.

„Man 2 Man“ (Alternativtitel) ist rührselig ausgefallen und für seine grundlegende Thematik viel zu brav gestrickt. Aber die meisten wichtigen Darsteller finden Gefallen an ihren Rollen, und dies weiß der Film auch zu übertragen, ohne aus ihm gleich das große Ergebnis zu zaubern. Wenn alle mit einem Augenzwinkern agieren, sichtlichen Spaß an der Choreographie eines Regentanzes haben und sich menschlich von ihren charmantesten Seiten zeigen, dann mag man das theoretisch so schlecht klingende Projekt eigentlich doch ganz gerne und öffnet ihm sein Herz, wissendlich von Disney einmal mehr diesbezüglich manipuliert worden zu sein.  OFDb

25.12.2015

SCHÖNE BESCHERUNG (1989)

Der allseits beliebte „Schöne Bescherung“ ist der dritte Teil der 4-teiligen Griswold-Reihe mit Chevy Chase in der Hauptrolle und gehört zu jenen Ausnahmen, in welchen eine Fortsetzung besser ausgefallen ist als ihr Original. Das ist auch nicht weiter schwer zu bewerkstelligen gewesen, sind doch die Vorgänger „Die schrillen Vier auf Achse“ und „Hilfe, die Amis kommen“ ähnlich mittelmäßig ausgefallen wie der Nachfolger „Viva Las Vegas“. In Amerika wurden die Griswolds dennoch zum Kult, so sehr sogar dass sie es zu diversen Spin-Offs brachten und 2015 ein Mix aus Remake und Fortsetzung mit den Abenteuern von Clark Griswolds Sohn als Familienvater ins Kino kam.

Auch „Schöne Bescherung“ pendelt irgendwo im Mittelmaß, ist wie gesagt besser ausgefallen als der Rest der Reihe und hat auch viele gelungene Gags und schräge Ideen mit an Bord. Letztendlich guckt sich der Streifen aber ein wenig zu gewollt, meist dann wenn Slapstick auf dem Programm steht. Ein wenig verwundern darf das schon, ist das doch Teil einer fast jeder von John Hughes produzierten Komödie. Doch was in „Ein Ticket für zwei“ und „Kevin - Allein zu Haus“ rund läuft wirkt hier teilweise zu inszeniert, was sehr schade ist, da Zugpferd Chevy Chase ein begnadeter Komiker ist, der mit seiner subtilen Mimik bis hin zu seinen übertriebenen Grimassen keine Schuld an der mangelnden Wirkung seiner Chaos-Szenen besitzt. Ein Mitwirken von 21 Stuntmännern zeigt zudem dass das Problem auch kein finanzielles gewesen sein kann.

Also darf man den Schwachpunkt wohl in der Regie suchen. Der hauptsächlich für das TV arbeitende Jeremiah S. Chechik hat mit seinem sanften Folgefilm „Benny und Joon“ ein wesentlich besseres Werk abgeliefert. Stille Momente scheinen ihm mehr zu liegen, Momente die in „Hilfe, es Weihnachtet sehr“ (Alternativtitel) rar gesät sind. Dass auch diese nicht wirklich funktionieren wollen liegt am unsensiblen, da zu konservativ und spießigem, Drehbuch, welches selbst das finale Problem mit Griswolds Chef trotz diverser Möglichkeiten nicht kreativ zu nutzen weiß und anstatt nun vollends zur schwarzen Komödie zu werden sich feige und frei von Charme und Nachvollziehbarkeit aus der Affäre zieht.

„Christmas Vacation“ (Originaltitel) ist nun einmal nur ein zahmer Weihnachtsfilm für die ganze Familie, da darf man weder Anarcho-Gehalt noch große Komödienkunst erwarten. Verglichen mit dem was sonst diesbezüglich auf dem Markt ist, hat „Schöne Bescherung“ dennoch die Nase vorn, und das erreicht er mit solch wunderbaren Momenten wie der Auto/LKW-Szene zu Beginn, dem Stürmen in Griswolds Haus durch eine Eliteeinheit der Polizei und durch allerhand kleiner, frecher Witzchen am Rande, welche meist treffsichere Sprüche von Vater und Mutter Griswold sind.

Ansonsten wird auf den typischen Festtags- und Familienklischees herumgeritten, nie zu flach, aber auch nie so gut dass „Schöne Bescherung“ seinem Ruf als einer der meist gegucktesten Weihnachtsfilme gerecht werden würde. Ein Hingucker ist in der Theorie zumindest die Besetzung. Die Griswold-Kinder, die erbärmlicher Weise pro Film nicht nur jedes Mal anders besetzt wurden, sondern deren Alter auch stets variierte, gehören mittlerweile zur Kino- und TV-Prominenz. So ist die ewig junge Juliette Lewis in einem diesmal tatsächlich jungem Alter vor der Kamera zu bewundern, und der als Leonard in „The Big Bang Theory“ berühmt gewordene Johnny Galecki spielt als ihr Bruder neben ihr. Leider wird beiden Jungdarstellern keine besondere Szene gegönnt. Sie sind lediglich besetzt um Kinder in der Familie vorweisen zu können, so dass die eigentlich interessante Besetzung dann doch nicht mehr als ein Achselzucken hervor bringt.

Auf simpler Ebene funktioniert John Hughes Weihnachts-Produktion. Der Humor ist auf Nummer Sicher gesetzte Massenkomik, der Film somit typischer, aber solider Mainstream. Wer nichts individuelles und besonders aufregendes erwartet, wird nicht enttäuscht. „Schöne Bescherung“ ist ein schlichter Film für schlichte Gemüter. Wieviel mehr man aus einer Weihnachtskomödie herausholen kann bewies John Hughes mit Hilfe von Chris Columbus nur ein Jahr später mit dem wesentlich sympathischeren und treffsicheren „Kevin - Allein zu Haus“.  OFDb

28.09.2014

COPS AND ROBBERSONS (1994)

Die VHS-Welt steckt voller kleiner Schätze, die es bislang nicht auf DVD geschafft haben. Das ist im Komödienbereich sogar noch eher der Fall als im hochbeliebten Horrorbereich. Unbekannte Größen wie den 80er Jahre „Summer School“ vermisst man auf dem deutschen DVD-Markt ebenso wie die kleinen sympathischen Werke a la „Als Junge ist sie spitze“, „He‘s My Girl 2“, und „Dr. Alien“. Wenn Stars wie Jack Palance und Chevy Chase mit an Bord solcher Filme sind, darf man sich jedoch zu Recht fragen, welche Copyright-Probleme oder ähnliche Hindernisse bislang eine Veröffentlichung verhindert haben, und mag ein Werk auch noch so unbekannt sein.

In „Cops & Robbersons“ haben beide nicht nur tragende Rollen, sie spielen auch das was der Fan von ihnen sehen will: Palance den harten Hund, wenn auch in Form einer Parodie angegangen und Chevy Chase die Nervensäge vom Dienst. Kaum wer konnte dies mimisch damals besser spielen als er, mit diesem naiv harmlosen Blick, der zum Haupt-Repertoir des talentierten Komikers und Schauspielers gehört. Mit Michael Ritchie hatte man zudem einen Komödien-erfahrenden Regisseur mit an Bord, der in den 70er Jahren den Hit „Die Bären sind los“ schuf, mit Dan Aykroyd „Der Couch Trip“ realisierte und mit Chevy Chase die kurzlebige „Fletch“-Reihe ins Leben rief.

Zugegeben, „Cops and Robbersons“ mag es manches Mal an Tempo fehlen, aber das macht er durch eine handvoll ungewöhnlicher Ideen, treffsicherer Pointen und einem Gespür für schräge Situationskomik wieder wett, beispielsweise wenn zwei sich gegenseitig nicht trauende Gauner auf trockene Comic-Art bei einem Treffen nach und nach feststellen müssen, dass sie sich zurecht gegenseitig nicht getraut haben. Auch der Besuch Robbersons beim zwielichtigen Nachbarn gehört zu den Höhepunkten des Streifens, und man darf es den Verantwortlichen der Story hoch anrechnen, dass einer solchen Situation dafür auch so eine lange Laufzeit zugestanden wurde, um sie auch richtig zelebrieren zu können.

Wer glaubt der Kriminalfall käme zu kurz, der irrt, ist er doch überhaupt nicht das Hauptaugenmerk der Geschichte. Er ist der Auslöser, der am Ende der Geschichte hin zu Ende erzählt werden muss. Eigentlich geht es nur um Nervensäge Norman und den gereizten Jack, und darum dass Letztgenannter das Familienleben zu schätzen lernt, jedoch nicht so moralisch und kitschig verpackt wie in einer Disney-Komödie, sondern passend zu Situation und Charakter und dabei sprudelnd komisch bis zum Schluss, wo der Film zu dieser Thematik direkt vor dem Abspann gleich noch seinen besten Witz bereit hält. Toller Schluss, konsequent und so unglaublich komisch!

Der sentimentalen Familienmomente gibt es zu wenige, als dass man sich über diese aufregen könnte, zumal sie meist, und sei es nur im Aufbau eines Grundtons, eine kommende komische Situation vorbereiten. „Das haut den stärksten Bullen um“ (Alternativtitel) lässt sich für solche Dinge Zeit, ebenso für Charakterentwicklungen und scheinbare inhaltliche Nebensächlichkeiten. Sicherlich ist es nicht zwingend notwendig die Tochter der Familie mit dem jungen Kollegen Jacks zusammenkommen zu lassen, aber ebenso wenig notwendig ist auch die herrlich bescheuerte Idee den jüngsten des Robberson-Clans glauben zu lassen, er wäre ein Vampir. Und daraus zieht „Der Bulle im Ehebett“ (Alternativtitel) einen großen Teil seiner Ideen.

Es ist gerade das Zelebrieren von scheinbaren Nebensächlichkeiten und das bewusste Parken der Hauptideen anderer Filme in zweiter Reihe, was „Cops and Robbersons“ trotz seines mit heutigen Augen zurückgeschraubten Tempos so sehenswert macht. Hier geht es noch um Charme und das Gefühl für herzhafte Komik, irgendwo zwischen albern und stilvoll angesiedelt, und damit nicht nur aufgrund seiner Story-Gewichtung beim Massenpublikum für Unverständnis sorgend. Vielleicht ist Ritchies kleiner Geheim-Tipp, dem der letzten Schritt zur echten Empfehlung fehlt, auch deshalb bislang nicht auf DVD erschienen: massenkompatibel sieht anders aus.  OFDb

24.09.2014

DREI AMIGOS! (1986)

Steve Martin war gerade mit „Solo für Zwei“ international berühmt geworden, da sollte sein nächstes Werk nach dem Kino-Erfolg aus der Feder eines Fremdautors diesmal wieder aus seiner eigenen stammen. Manch einem wird der Stummfilm-Verweis der Figur des Navin aus „Reichtum ist keine Schande“, Steve Martins Erstling, aufgefallen sein, und diese Film-Dekade scheint ihm gut zu gefallen, denn nun werden andere Aspekte aus der Zeit, bevor Kino Ton beschert bekam, verarbeitet, wenn zum Großteil auch nur zu Beginn des Streifens.

Aber selbst der ist bereits ur-komisch, wenn die Top-Komiker Chevy Chase, Martin Short und Steve Martin geradezu tuntig ihren Mann vor ihrem mächtigen Boss stehen, aufgrund des Star-Ruhms glaubend selbst einen Hauch Macht zu besitzen, um kurz darauf auf der Straße zu sitzen. Von nun an darf herzlich gelacht werden in einer Western-Komödie, die anspruchsvolleren Humor mit gnademlosen Nonsens mixt, und damit ein geradezu typisches Martin-Produkt ist. Sei es der singende Busch, der endlose Abschiedskuss eines eigentlich keuschen Mannes, der Abbruch einer romantischen Abschieds-Szene, um zu erleutern was man mit den Worten „Ich komme wieder“ meint, an tollen Ideen mangelt es hier nicht.

Auch die in „Galaxy Quest“ und „My Name is Bruce“ noch einmal auftauchende Idee von Schauspielern, die für echt gehalten werden und damit in Gefahr geraten, war seinerzeit innovativ und ein großartiger Ausgangspunkt sprudelnder Situations-Komik. Am meisten punkten freilich die drei talentierten Komiker, wobei jeder seine eigene Humor-Richtung mit einbringt und sicher auch hier und da improvisieren durfte. Aber selbst berechnende Gags, wie der Ritt durch die Wüste, wobei es zweien der drei Amigos an Wasser mangelt, während der Dritte fleißig trinkt, gurgelt und den Rest weg wirft, um den zwei Kumpels nur kurz darauf großzügig etwas von seinem Lippen-Balsam anzubieten, sind grandios pointiert und auf den jeweiligen Komiker perfekt zugeschnitten.

Während auf der einen Seite die Arroganz, Naivität und Überheblichkeit der eigentlich über wenig Talent besitzenden Schauspieler durch den Kakao gezogen wird, spart „Drei Amigos!“ auch nicht gerade an Western-Klischees auf der anderen Seite, die trotz des Schwerpunktes Komik treffsicher eingebracht sind und sicherlich auch Freunden des ernsten Western-Genres gefallen werden, so liebevoll sich hier vor dieser Filmgattung verbeugt wird. Der Ober-Bösewicht weiß dann auch gleich am meisten zu gefallen, gerade dann wenn er in absurden Situationen eingesetzt wird, z.B. wenn er sich auf prollige Männer-Art über einen Pullover als Geburtstagsgeschenk freut, so als sei dies ein richtig cooles Geschenk unter harten Kerlen.

Interessanter Weise ist „Three Amigos!“ (Originaltitel) trotz dieser Extrem-Komik keineswegs ein pausenlos Witze abfeuerndes Gag-Feuerwerk. Oftmals liegt Ruhe über den Situationen, die Komik schaltet einen Gang zurück und subtiler Humor verschmilzt mit den niemals pausierenden Albernheiten. Nie ruht Autor Martin sich auf der grundlegenden Idee aus und nimmt der Story die Zügel aus der Hand. Die Vielzahl der lauten und ruhigen Witze ordnen sich stets der Geschichte unter, weshalb die Komik trotz ihres hin und wieder anwesenden Klamauk-Gehaltes nie an Niveau verliert und nie zur Nummern-Revue verkommt wie in den meisten Schnellschuss-Werke eines Leslie Nielsen, der trauriger Weise oft mit dem Genie Steve Martin verwechselt wird.

Geht „Drei Amigos!“ einmal ruhiger vonstatten bremst der Streifen sich nie aus, hat er doch immer etwas zu erzählen, auch wenn er im Mittelteil hin und wieder wirkt als würde er sich von einem Sketch zum nächsten hangeln. Dem Film ist seine Geschichte ebenso wichtig wie seine Charaktere und die Pointensetzung der unterschiedlichsten Humorgattungen. Und an dieser liebevollen Herangehensweise erkennt man die Professionalität eines Werkes talentierter Komiker, das weit entfernt vom unteren Niveau eines zu berechnenden Studio-Projektes ist.

Schön dass Anarcho John Landis als Regisseur mit an Bord geholt werden konnte, kurz bevor er endgültig in den Mainstream-Bereich abrutschte. „Drei Amigos!“ mag nicht mehr so kaputt und wild wie seine Frühwerke sein, ebenso wie „Drei Amigos!“ mehr Normen befolgt als Steve Martins Frühwerke wie „Der Mann mit zwei Gehirnen“, aber ihre Western-Komödie ist noch Grenzen einreißend genug und besitzt genug Charakter um sich vom Massengeschmack deutlich genug zu distanzieren.  OFDb

14.09.2014

JAGD AUF EINEN UNSICHTBAREN (1992)

„Jagd auf einen Unsichtbaren“ ist ein Bastard von einem Film. Er ist ein merkwürdiger Mix aus Komödie und Science Fiction-Thriller, kein typischer Chevy Chase, ebenso kein typischer John Carpenter, einerseits anspruchsvoll erzählt und durchdacht, andererseits ein wenig zu sehr vor sich hinplätschernd, den Spannungsbogen nicht immer richtig im Blick behaltend. Aber trotz all seiner Schwächen ist er ein durchaus sehenswerter Film, der nur durch kleinere Korrekturen ein wirklich großer Science Fiction-Beitrag hätte werden können, was mitunter an der Kombination großartiger Spezialeffekte in Verbindung mit den neuen Denkansätzen zum Thema Unsichtbarkeit liegt. „Jagd auf einen Unsichtbaren“ springt nicht einfach auf dem einst mit „Der Unsichtbare“ begonnenen Zug dieser Thematik auf, er weiß sich gekonnt mit dem Phänomen zu beschäftigen und um einige Ecken weiter zu denken.

Dank seines stimmigen Soundtracks, einem wie schon in „Valkenvania“ charismatisch wirkenden Chevy Chase, einer zum letzten Mal so wirklich positiv auffallenden Daryl Hannah und einem Sam Neill, dem man die Spielfreude seiner Schurkenrolle regelrecht ansieht, weiß „Jagd auf einen Unsichtbaren“ zu sympathisieren, so sehr sogar, dass dramaturgische Schwächen zwar enttäuschen aber nicht zwingend stören. Zwar passiert im Film immer irgend etwas, und Charaktere werden dabei nie vernachlässigt, aber zur zweiten Hälfte hin wirkt der Streifen ein wenig orientierungslos, arbeitet sich inhaltlich nie wirklich zu wahren Höhepunkten hin, und so begleitet man Nicks episodenhafte Abenteuer zwar amüsiert und interessiert, fiebert aber nie wirklich dem Finale entgegen, das es schafft ohne großes Feuerwerk die Geschichte gekonnt abzuschließen.

Warum es gerade Spannungs-Profi John Carpenter nicht versteht den Thrill-Gehalt ein wenig mehr nach oben zu schrauben ist mir unverständlich, zumal „Jagd auf einen Unsichtbaren“ gerade von diesem auch in „12:01“ angewendeten ungewöhnlichen Genre-Mix aus Komödie und Thriller lebt. Der Streifen ist ein recht eigenständiges Werk, das zwar mit zuvor nie angewendeten Spezialeffekten anzugeben weiß, diese aber nie über die Geschichte stellt. Im Gegenteil: die Effekte werden stets kompatibel in das aktuelle Geschehen eingebunden, ein Zustand den man sich heutzutage in Filmen wie „Man Of Steel“ oder „The Amazing Spider-Man 2“ wünschen würde.

Ich hege große Sympathien an „Jagd auf einen Unsichtbaren“, aber auch die mittlerweile x-te Sichtung macht mir wieder deutlich wie lückenhaft er in seiner letzten Konsequenz doch ist und wie sehr ihm der letzte Pfiff fehlt um ihn wirklich als Empfehlung anzupreisen. Theoretisch ist alles Nötige für dieses Ergebnis vorhanden, im Umgang mit seiner Rezeptur fehlt trotz großartiger Zutaten jedoch die nötige Würze. Schade ist das schon, denn sowohl Chevy Chase, als auch John Carpenter und Daryl Hannah wären sicherlich einen anderen Weg in Hollywood gegangen, wenn „Jagd auf einen Unsichtbaren“ ein Erfolg geworden wäre. Ich hätte es allen Dreien gewünscht - und dem Film auch.  OFDb

04.02.2013

ZOOM - AKADEMIE FÜR SUPERHELDEN (2006)

Captain Zoom war sein Name als Superheld, aber nun ist Jack Shepard Automechaniker, denn er hat vor Jahren seine Superheldenkollegen, seinen Bruder und seine Superkräfte verloren. Nun bittet ihn die Regierung um Hilfe. Jack soll 4 Kinder mit besonderen Begabungen zu Superhelden ausbilden. Der frustrierte Jack willigt aus Geldgründen ein, macht aber selbst vor den Kindern kein Geheimnis aus seinem Desinteresse an diesem Projekt...

Erziehung zum braven Bürger...
 
Zwei hübsche Vorzeige-Damen (die eine älter, die andere jung) unterhalten sich über den Abschlussball und sind sich einig: eigentlich sollte die Klügste Ballkönigin werden. Diese Szene steht Pate für den kompletten Film. Auf der einen Seite wird dem Zuschauer die typische US-Moral vermittelt, und auf der anderen Seite stehen desinteressierte Geschäftsmänner, die ohne Kreativität mit einem Film zu einem angesagten Thema schnelles Geld machen wollen und für keine dieser gepredigten Moralvorstellungen stehen.

Da werden Stars wie Chevy Chase, Courtney Cox und in der Hauptrolle Tim Allen verheizt. Da läuft die Geschichte nach typischsten Schema F ab, wird auf Sehwerte wie Spezialeffekte gesetzt und die Geschichte selbst beherbergt versteckt das Gegenteil von dem, was eigentlich hochgelobt wird. So wird z.B. die Familie als das wichtigste in der Welt hochgelobt. Die Superhelden-Gruppe soll eine Familie füreinander sein. Zu diesem Zwecke wurden Kinder den Eltern weggenommen um gegen den Willen der Kids in einem Regierungs-Bunker Superhelden aus ihnen zu machen.

Der traurige Zoom erinnert sich an seine Freunde, die alle den Heldentod sterben mussten. Trotzdem ändert er seine Meinung und hilft der Regierung Kinder für eine ähnliche Zukunft auszubilden. Die Liste an Widersprüchen könnte man ebenso fortsetzen, wie die der Propaganda zur Erziehung eines Volkes, das nach dem politisch korrekten Prinzip lebt und deshalb nichts gegen die reichen Leute unternimmt, die dem Volk nach und nach jegliche Besitztümer und Rechte wegnehmen.

Das ist ärgerlich, soll aber nur bedingt ausschlaggebend für die Bewertung des fertigen Filmes sein. Hineininterpretiert hat man ohnehin schnell viel zu viel. Vielleicht wollte nur wer schnell Kohle machen und erzählt die Propaganda, weil er sie selbst seit jung auf erzählt bekommen hat. Man weiß es nicht. An dem Kritikpunkt des schnellen Dollars ändert dies jedoch nichts. Und eine solche Grundhaltung hat einem Film noch nie zu Qualität verholfen.

Immerhin basiert „Zoom“ auf einem Buch. Ich kenne es nicht, aber es gab zumindest eine Vorlage. Bei diesem Buch handelt es sich jedoch um ein besonders schwaches Printmedium, oder der Film bediente sich nur der groben Züge. Denn einfallsloser könnte der mit Tim Allen so nett besetzte Streifen kaum sein.

Die Geschichte ist vorhersehbar bis zum Schluss, Witze gibt es eigentlich nicht, es werden nur jene eingebaut, die sich aufgrund der Story ohnehin aufzwängen. Neben obiger erwähnter Propaganda wird der Zuschauer verdummt mit Aussagen zwischen den Zeilen, wie z.B. dass auch ein ganz fetter Junge akzeptiert ist (was noch richtig ist) und er auch deswegen ruhig weiter fett sein kann und fressen soll wie ein Müllschlucker. Wo es keinen Quotenschwarzen gibt, da muss es einen Quotenfetten geben, denn nichts ist wichtiger als das Vorspielen falscher Korrektheit.

Das Fehlen echter Charaktere braucht man kaum noch zu erwähnen. Aber was an Qualität fehlt, wird an Quantität ein wenig wett gemacht. Wie erwähnt stolzieren B-Stars durch das abenteuerliche Werk. Die Spezialeffekte sind als brauchbar zu bezeichnen, die deutsche Synchronisation ist gut, Kamera, Regie und Schnitt sind typischer Durchschnitt.

Aber auch nicht mehr als das. Allein die Liste der bisher gedrehten Filme von Regisseur Peter Hewitt zeigt, dass er nie mehr als Routine zustande gebracht hat. Wenn „Bill und Teds verrückte Reise durch die Zukunft“ das beste ist, was man abgeliefert hat, dann kann man nicht wirklich stolz sein. Weitere Erwähnungen wert wären der ebenso lieblos routinierte „Garfield – Der Film“ und „Ein Fall für die Borger“. Diese beiden Filme teilen sich die selben Stärken und Schwächen wie „Zoom“. Die „Bill und Ted“-Fortsetzung wurde wahrscheinlich nur deshalb davon verschont, weil sie recht früh verfilmt wurde, zu Zeiten, wo familientaugliche Filme noch mit etwas mehr Mühe und weniger Ärgernissen umgesetzt wurden.

Für das junge Publikum bietet „Zoom“ zumindest eine abenteuerliche, da durch Vergleichsfilme in dem Alter noch nicht bekannte, Geschichte und blasse Figuren zur Identifikation. Mit ungeschultem Auge kann dieses banale Stück Film dem Jungvolk also durchaus Spaß bereiten. Wichtig ist jedoch das Kind hinterher bei Seite zu nehmen, um ihn über die falschen Botschaften aufzuklären. Man will ja schließlich nicht das der Nachwuchs manipuliert und verdummt wird.  OFDb