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26.05.2019

ICH KANN'S KAUM ERWARTEN! (1998)

"Ich kanns kaum erwarten - Can't Hardly Wait" (Alternativtitel) ist meiner Meinung nach das für die Kids der 90er und 00er Jahre, was die Werke John Hughes für jene der 80er Jahre waren. Hier entdeckt man gleiches Verständnis für die Gefühlswelt der Teenager, eingepackt in ebensolche schrulligen Figuren, mit dem nötigen Touch comicartiger Übertreibung. Am ehesten ist die wilde und gleichzeitig zarte Komödie des Regie-Duos Harry Elfont und Deborah Kaplan mit "Das darf man nur als Erwachsener" zu vergleichen. In beiden spielt eine Party eine zentrale Rolle, ebenso wie Liebe und Nerds, und in beiden ist eine vordergründige und parallel dazu eine beiläufige Liebesgeschichte vorhanden, welche beide jeweils das Herz des Zuschauers zu erobern wissen. Eine Nachahmung des Vergleichsfilmes ist "Big Party" (Alternativtitel) jedoch trotzdem nicht geworden, schlägt er inhaltlich doch andere Töne an, was nicht einzig dem aktuellen Zeitgeist von einst geschult ist, diesem jedoch auch sehr deutlich. Er sorgt für eine Entfremdung zu den Werken der 80er Jahre, so dass manche dadurch den Vergleich nicht bemerken. Aber Hughes Einfluss ist vorhanden, sehr stark sogar. Und da das Werk trotzdem innovative Luft atmet und hochgradig unterhaltsam ist, frage ich mich warum so wenig Leute den Streifen kennen und kaum über ihn berichten.

Ich habe ihn seit seinem Erscheinen nun schon etliche Male gesehen und bin bei jeder Sichtung wieder aufs Neue überrascht wie gut er funktioniert, einerseits von Klischees und Stereotype lebend, andererseits diese aushebelnd oder comicartig hochpuschend. "Party Zone" (Alternativtitel) ist der ideale Mix aus partytauglichem Teenagerfilm und herzlichem Jugendverstehen. Sein wilder Ritt weiß ebenso zu berühren, wie auch zu herrlichen Lachanfällen zu führen. Ein bunter Mix mal mehr, mal weniger im Zentrum stehender Figuren bildet den Mikrokosmos, fast einzig aufgezeigt auf einer einzigen Party, insgesamt an einem Tag spielend, Hintergründe nachholend über zeitliche Rückblicke. Auf diese wird jedoch nur selten zurückgegriffen, so dass der eigentliche Kniff der Chose darin besteht, die einzelnen Handlungsfäden stets zeitgerecht und in ihrer passenden Größenordnung in die Party einzuarbeiten, und dies möglichst mit flüssigem Übergang zum zuvor erlebten, anderen Parallelstrang. Während Seth Green, der damals wohl prominenteste Mime, der eine große Rolle in diesem Streifen ergattert hat, treffsicher wie immer herum albert und Jerry O'Connell in einem saukomischen Gastauftritt einen besonderen Moment herbei zaubert, ist es gerade Ethan Embry in der Hauptrolle zu verdanken, dass der eigentliche Motor des Films, die Liebesgeschichte rund um Preston und Amanda, derart zu Herzen geht. Sein Hundeblick verleitet zum Mitleiden, sein optimistisches Lächeln steckt an, sein milder Blick unterstützt die Gutmütigkeit und die Solidarität, die sein Charakter beinhalten soll, wie man hauptsächlich über Fremdaussagen erfährt. Einzig den finalen Kuss vergeigt er, ein übler Wermutstropfen, der ein hochgradig emotional inszeniertes Happy End ein wenig ausbremst, was man jedoch verzeiht, so genial wie der Rest der Szene und des Films inszeniert ist.

Während kleine Nebensächlichkeiten mit allerhand Running Gags und Ausnahmepassagen zu belustigen wissen, wie z.B. die nie spielende Partyband, der ewig zugreifende Kleptomane (besetzt mit dem Sherminator), die leidende Veranstalterin des Events, das hohle Püppchen, das von jedem eine Unterschrift ins Jahrbuch erhalten möchte, um nur einige wenige im Meer an lustigen Randfiguren aufzuzählen, findet der zweitgrößte Schwerpunkt des Streifens eingesperrt in einem Badezimmer statt. Dort versteckt entsteht eine nicht minder ansteckende Liebesgeschichte, dargeboten mit den vielschichtigsten Charakteren die "The Party" (Alternativtitel) zu bieten hat. Dass wir die Vielseitigkeit dieser Figuren, bzw. deren Täuschungen und Ängste und ihr wahres Ich vorgezeigt bekommen, liegt daran dass sie sich hier alleine in diesem einen Raum nicht lange verstellen brauchen, isoliert vom Rest, eine Ausnahme in einem gerade von Geltungssucht, Täuschung, Alkohol und Idealen getriebenen Selbstdarstellungsrausch, von welchem sich lediglich Preston und Amanda (mittlerweile) distanzieren. Ein weiterer Blick hinter die zerbrechlichen Fassaden von Teenagerseelen wird hingegen für einen bösen Schluss-Gag vorbereitet, nicht aber ohne authentisch, wie empathisch die Wahrheit eines alkoholisierten Gefühlslebens derartiger Partys widerzuspiegeln. Trotz aller Übertreibung atmet "Ich kann's kaum erwarten!" nun einmal lebensechte Luft. Das macht ihn gerade so besonders.

Inmitten von wahr gewordenen Kinoträumen in Sachen Romantik und Partygeschehen existieren gleichzeitig gut beobachtete Tragödien, Macken und Charaktere aus der echten Welt. Die Vielseitigkeit an Figuren und Situationen, die das Gesamtergebnis nie überfrachten, sondern stets bereichern, sorgt dafür dass Kino und Echtheit, dass Comic und Realismus, dass Partytauglichkeit und emotionale Ruhe nebeneinander co-existieren können, ohne stets das eine gegen das andere austauschen zu müssen. "Can't Hardly Wait" (Originaltitel) vermittelt ein Lebensgefühl, erinnert an alte Zeiten, gefällt als Comic, lässt einen mitfühlen und beschert uns dies alles mit einem Meer an gut aufgelegten Darstellern in verschiedenen Geschichten zur selben Zeit am selben Ort. Sie, ebenso wie Regie, Schnitt, Drehbuch, Kamera, sorgen für das Chaos und den Überblick innerhalb eines wildzahmen Szenarios. Sie schaffen es uns schnell an Begebenheiten und Personen zu binden, uns deren Anliegen verstehen zu lassen, einen anderen Moment an den vorherigen flüssig und verständlich anzuknüpfen und gleichzeitig wild losgelassen uns ein Partychaos zu offenbaren, das anzustecken weiß. Man muss kein Teenager sein, um sich hier auf verschiedensten Gefühlsebenen mitreißen zu lassen. Der satirisch und ironisch distanzierte Stil lässt auch den erwachsenen Blickwinkel zu, ebenso wie Wehmut, Retro-Charme und Nostalgie mitwirken können. "Ich kann's kaum erwarten!" ist ein emotionales Feuerwerk an Komik und Gefühlen, pointensicher umgesetzt, zum Schmunzeln ebenso animierend, wie zum großen Lacher und geistreicher ausgefallen, als uns sein wildes Daherkommen weiß machen möchte.  OFDb

10.09.2017

BEIM ERSTEN MAL (2007)

Während der Versuch Seth Rogen in „Zack and Miri make a Porno“ sanfter als gewohnt einzusetzen eher als gescheitert betrachtet werden darf, ist dieses Experiment im ein Jahr zuvor erschienenden „Beim ersten Mal“ bereits vorher geglückt. Dabei klingt das Handlungskonstrukt zunächst arg bieder, der Plot keineswegs innovativ, wirkt eher orientierungslos angehaucht, und keine der Figurenzeichnungen ist positiv ausgefallen. Man muss schon etwas näher hingucken, um die Stärken eines Streifens kennenzulernen, der davon handelt dass zwei unterschiedliche Menschen aufgrund einer Schwangerschaft versuchen eine Partnerschaft zu leben. Das klingt arg nach dem zwanghaften Familienbild amerikanischer Filme, nach einem Belehrungsversuch Alternativlebende zur Zweisamkeit zu bekehren und nach gesellschaftlichen Vorurteilen ein Baby würde nur im klassischen Familienbild glücklich aufwachsen können.

„Beim ersten Mal“ ist hingegen viel sensibler erzählt und gedacht, als uns der provokante Ekelhumor rund um Bens Clique zunächst weiß machen möchte. Es geht um den echten Versuch den Menschen hinter dem ersten Eindruck kennenzulernen, um den wahren Charakter eines Menschen, der in der Regel etwas Liebenswertes in sich trägt, das es zu entdecken lohnt. Und Judd Apatows Film macht es seinen Protagonisten wahrlich nicht leicht dies aneinander zu entdecken. Fortschritte wechseln sich mit Rückschritten ab, zu arges Bemühen mit natürlichem Funktionieren, äußere Beeinflussung mit eigenem, kritischen Denken, zu schnelle Entscheidungen mit zu stark überdachten. Wie im wahren Leben werden die Tücken des Alltags, das Umfeld und die Selbstzweifel zu Stolpersteinen des Glücks.

Aufgrund dieser facettenreichen Orientierung tut es dem Film unglaublich gut, dass er sich stets für Nebensächlichkeiten Zeit nimmt, thematisch scheinbar sinnlos abdriftet, oft um das Ergebnis herumschlendernd anstatt das Ziel direkter anzusteuern. Wer den wahren Kern des Films entdeckt und in diesem emotional eintauchen kann, der wird nie, wie oft zu lesen, beklagen, dass die Laufzeit zu lang ausgefallen sei und dass der Film mit Nichtigkeiten überfrachtet sei. Ganz im Gegenteil würde die Hauptgeschichte gar nicht ohne dieses Beiwerk funktionieren, weil eben dies das Leben ausmacht und beeinflusst.

Es ist schön, dass es trotz diverser Entgleitungen in eine alternative Kinorealität, in solch einem Film tatsächlich einmal um den Menschen geht, anstatt um Erwartungen eines Kinofilms zu diesem Genre. Es geht um alles was der Mensch verkörpert, ohne moralisch oder anderweitig orientiert irgendetwas schönreden zu müssen. Das ist in einem romantisch angelegten Werk durchaus möglich, wie „Knocked Up“ beweist, aber man muss sensibel hinter den Schleier scheinbarer Klisches blicken können, man muss selbst die Fähigkeiten der hier gezeigten Figuren besitzen, sich auf jemanden einzulassen, der einem zunächst unsympathisch erscheint. Und dank der Gegenüberstellung eines nicht wirklich glücklichen oder unglücklichen Ehepaares, bekommt der Versuch der beiden zentralen Figuren eine Spiegelung dessen vorgehalten, was aus einer Partnerschaft werden kann, sollte, bzw. nicht sollte.

Es ist wohl dem Drehbuch zu verdanken, dass selbst diese Nebenfiguren empathisch beleuchtet werden, Tiefe erhalten und zu weit mehr werden als für Randaussagen nützliche Stereotypen. Dass dies bei Bens Freunden nur bedingt funktioniert, verwundert aufgrund der unangenehmen Ekelkomik in diesen Reihen nicht, die Rogens grenzwertigen Humor ebenso in den Film einbringen, wie Rogen in vorgenommener Besetzung seine persönlichen Freunde integriert, seine Standard-Crew. Dass aber selbst deren verkörperte Figuren den Ansatz von Tiefe besitzen und der Zuschauer die Schwächen sich stark gebender, schmuddeliger Männer entdecken kann, beweist die Sensibilität des Streifens, bzw bei Nichtfunktionieren der Mangel an Sensibilität beim Zuschauer.

Was bei Ben zu Hause passiert ist selbst mir als Freund seiner Filme oftmals zu viel des Schlechten und kratzte damit leicht an der ansonsten angenehm zu schauenden Fassade des Wohlfühlfilms. Aber mit diesen kleinen Abstrichen kann ich leben innerhalb eines Filmes der stillen Komik, der urplötzlichen lauten Lacher, der ansteckenden Romantik und der nachvollziehbaren Reibereien. Es ist herzerwärmend zwei unterschiedliche Menschen dabei zu begleiten das Liebenswerte ineinander zu entdecken, und es tut ebenso gut ganz nebenbei eine entstehende Männerfreundschaft mitzuerleben, deren einzige Basis es zunächst ist Vater zu sein / Vater zu werden. Vielleicht ist es letztgenannter, nicht zu unterschätzender Aspekt, der dabei hilft aus „Beim ersten Mal“ keinen reinen Frauenfilm werden zu lassen. Aber allein die Besetzung Seth Rogens ist eigentlich schon der erste Schritt gegen solch ein Klischee-Kino zu steuern.  OFDb

09.09.2016

SEX TAPE (2014)

„Sex Tape“ geht überraschend offen mit seinem Thema um, wenn man bedenkt dass es sich um eine amerikanische Komödie mit zwei Genre-Stars handelt. Völlig unverkrampft agieren Cameron Diaz, sowie Mit-Produzent und Mit-Autor Jason Segel recht zeigefreudig vor der Kamera, ohne dass man von klassischen, detailreichen Erotikszenen sprechen könnte. Was sich mit dieser überraschend lockeren Art wie ein kleiner Glücksgriff anfühlt, zumal es Freude bereitet Cameron Diaz endlich wieder daheim, sprich wie einst, in einem gewagten Stoff agieren zu sehen, entpuppt sich jedoch als recht anstrengendes Stück Komödie.

Nicht nur dass die im Sexbereich umgangene Prüderie an anderer Stelle doch noch auftaucht, ganz besonders in der höchst unangenehmen Szene rund um You Porn, auch zu lang gezogene Szenen, die in ihrer Hektik eher nerven als zu belustigen, bremsen den Streifen ungemein aus, ganz besonders in der großen Rob Lowe-Szene, in welcher der einstige Teenie-Star fast das selbe spielen darf wie in seinen Gastauftritten in „Californication“. Da wird gekokst, da werden Hunde misshandelt, da will alles irre unkorrekt ablaufen, und doch stößt einzig der schrille Grundton in den Vordergrund, der jeglichen Anarcho-Charme überschattet.

Da es zwischendurch, immer von Schwarz auf Weiß geschaltet, recht konservativ zugeht und die Geschichte sich immer wieder in eine konventionelle Richtung dreht, wirkt „Sex Tape“ zu unentschieden. Ein wenig Provo-Humor, ein Stück Film über Familienwerte, ein braver Familienfilm, ein gewagter Anarchofilm, Jake Kasdans Werk ist alles auf einmal und nichts davon wirklich. Einzelne Momente wissen zu gefallen, die Offenheit der Thematik allen anderen Pluspunkten voran, aber leider ist es der falsche Film für den Cameron Diaz so (auf harmloser Komödien-Ebene) Tabu-frei agiert, wohingegen es bei Jason Segel aufgrund seiner üblichen Werke eher nicht verwundert, dass sich selbst hinter solch einer Thematik nur ein viel zu braver, angepasster Film verbirgt.  OFDb

12.07.2016

JEFF, DER NOCH ZU HAUSE LEBT (2011)

Mit dem Titel „Jeff der noch zu Hause lebt“ habe ich eine völlig andere Thematik vermutet als mir präsentiert wurde, dachte ich doch die Geschichte eines noch bei seiner Mutter lebenden Mannes würde mir das bieten, was ich seinerzeit bei „Zum Ausziehen verführt“ vermisst habe und was mir mit „Fatso“, auch wenn dieser in einer eigenen Wohnung  lebte, für meinen Geschmack etwas zu radikal präsentiert wurde, auch wenn er meinen Erwartungen zu dem Thema am nächsten kam: ein Film zu dem heutzutage recht häufig vorkommenden Phänomens, dass Menschen im Erwachsenenalter sich der Reife verweigern und den Arsch nicht hochkriegen um ihr Leben zu leben und sich infantilen Beschäftigungen hingeben.

Das trifft zwar alles auf Jeff zu, aber alles zu diesem Thema bildet nur den Grundcharakter jenen Menschens, den wir nun durch eine völlig andere Geschichte begleiten dürfen, die sich mit der ewigen Frage danach ob es ein Schicksal gibt oder nicht beschäftigt. Dies fällt überraschender Weise frei von Kitsch aus, was sehr untypisch für dieses Thema ist. Zwar wirkt „Jeff, Who Lives at Home“ (Originaltitel) in seinem Handlungsablauf orientierungslos, aber genau darum geht es in der Komödie der Gebrüder Duplass, die keine Antwort auf die zentrale Frage geben und den Zuschauer selbst entscheiden lassen, ob das, an was er vor dem Bildschirm teilgenommen hat, nun unter Schicksal oder unter Zufall fällt.

Genau diese entspannte Haltung ohne Auflösung und frei von Kitsch macht „Jeff, der noch zu Hause lebt“ zu einem angenehmen Erlebnis. Es ist vielleicht etwas ungewöhnlich zwei Menschen bei einer Art Road Movie zuzusehen, die sich menschlich wie auf den Ort bezogen immer nur im Kreis dreht, aber genau das soll ja der Reiz an der Geschichte sein. Jeff hört auf das Universum, und irgendwie führt es ihn immer wieder zu seinem Bruder, der von diesem Geschwafel rund um Schicksal nichts hören will. Warum auch? Er hat gerade ganz andere Probleme zu meistern. Das wirkt wirr und orientierungslos, und das ist Jeffs Welt.

Vielleicht hätte „Jeff, der noch zu Hause lebt“ ein wenig Pointen-reicher inszeniert werden können, letztendlich plätschert er nur entspannt vor sich hin. Aber das passt zur Einstellung Jeffs, der sich einfach treiben lässt, und das Ende des Tages soll ihm mit seiner Einstellung auch noch Recht geben. Auch die Parallelhandlung um die Mutter der beiden Söhne schwankt zwischen Realität und Tagtraum, Täuschung und Phantasie, und auch sie wird in Jeffs Augen Teil der Schicksalserfüllung, fühlt sich die Familie am Ende des Streifens doch enger verbunden als zuvor. Zugegeben, damit suggeriert der Film zwar dass er insgeheim an Jeffs Weltsicht glaubt, aber er spricht es nicht aus. Er lässt uns das Geschehene entweder als Wunder begreifen, oder einfach als schöne Geschichte, die der Zufall zusammengezimmert hat.

Wie auch immer ist „Jeff, der noch zu Hause lebt“ damit keinesfalls das geworden was ich erwartet hatte. Aber das war nicht weiter schlimm, denn auch wenn ich ein in der Realität verankerter Tagträumer bin, der mit Spiritualität, Religion, Schicksal und Esoterik nichts anzufangen weiß, so wussten die Duplass-Brüder doch wie sie selbst jemanden wie mich für das Thema eingespannt bekommen, so dass ich zwar nicht gerade behaupten kann mit dem hier besprochenen Werk ein besonderes Erlebnis erfahren zu haben, aber immerhin eine akzeptable Ablenkung von der gestressten Alltagswelt auf Spielfilmlänge.  OFDb

11.07.2016

BAD TEACHER (2011)

Man kann nicht gerade behaupten, dass „Bad Teacher“ wirklich etwas zu erzählen hätte. Seine Story um eine Asi-Tante, die Lehrerin ist und sich in ihrem Job erst Mühe gibt als sie das große Geld wittert, ist ein wenig konstruiert ausgefallen und ergibt auf dem zweiten Blick nicht wirklich Sinn. Aber die Kunst einer guten Komödie liegt mitunter darin solche Schwächen anderweitig wieder ausgebügelt zu bekommen. Und wenn man dann auch noch eine Geschichte erzählen soll, die innerhalb des eher spießigen Mainstreams halbwegs frech sein soll, dies aber nicht zu extrem sein darf, worunter somit auch das Gag-Potential möglicher großer Lacher leidet, dann ist es wichtig das richtige Personal mit an Bord zu haben um ein gelungenes Ergebnis zu erzielen.

Ich hätte nicht gedacht, dass der Regisseur des eher mittelmäßigen „Nix wie raus aus Orange County“ der richtige Mann dafür ist aus einem routinierten Stoff ein kurzweiliges Vergnügen zu machen, aber es ist Jake Kasdan tatsächlich geglückt „Bad Teacher“ nicht nur unterhaltsam zu gestalten, sondern trotz des für das Massenpublikum begrenzten Asi-Pegels das Ganze zudem auch wunderbar unverkrampft umzusetzen. Die Rolle der Elizabeth wirkt trotz ihrer vielen unangenehmen Seiten menschlich. In ihr steckt ein sympathischerer Mensch, wenn auch kein herzensguter, ein Egoist sogar. Und über die Rolle des gar nicht so talentierten Jason Segels erfahren wir wie ein solcher Mensch aussehen kann, wenn er die Intrigen zum Ziele oberflächlicher Ziele einmal fallen lässt.

Er ist das Geheimnis der funktionierenden Psychologie der Figuren innerhalb eines Filmes, der eigentlich nicht sonderlich intelligent oder gewitzt ausgefallen ist. Die Kunst die Figuren trotz ihrer düsteren Seite zu mögen, insgeheim das etwas abseitige Publikum anzusprechen und nicht den Vorzeigemenschen der gerne nach außen geheuchelt wird, das ist es was den Streifen so unglaublich sympathisch macht und so gut funktionieren lässt.

Zwar weiß ich trotzdem nicht warum Elizabeth sich gegen Ende ein wenig zu sehr bessert, immerhin hat sie keinen nennenswerten moralischen Wandel erlebt, sondern lediglich gelernt sich mit weniger zufrieden zu geben, aber das ist auch schon der einzige unangenehme Punkt den ich an dem vielleicht etwas zu glatt erzählten „Bad Teacher“ auszusetzen hätte. Denn dass er eigentlich den üblichen Pfaden der amerikanischen Komödienwelt folgt, interessiert mich nicht wirklich. „Bad Teacher“ erfindet das Rad nicht neu, verzichtet im Gegensatz zur familiären Standard-Komödie seines Entstehungslandes lediglich auf einen erhobenen Zeigefinger, Pathos und Moral, was ich sehr an ihm schätze, aber er zeigt uns auch, dass man nicht verkrampft einen auf völlig anders machen muss, um ein tolles Ergebnis zu erzielen.

Hilfreich für das Erlangen des erreichten Zieles ist die spielfreudige und unverkrampfte Darstellung der Cameron Diaz, die selten so sexy wie hier wirkte und nach etlichen Abstechern in gewöhnliche Hollywood-Rollen endlich wieder dort ansetzt wo sie einst begann. Mit „Verrückt nach Mary“, „Very Bad Things“ und „Last Supper“ hatte sie seinerzeit in mutigen, oftmals provozierenden Werken mitgewirkt, und auch wenn „Bad Teacher“ im direkten Vergleich nicht ganz so mutig ausgefallen ist, so ist ihre Rolle der Elizabeth doch wieder der Schritt in die richtige Richtung.

Interessanter Weise harmoniert sie recht gut mit dem mir immer viel zu brav agierenden Jason Segel, eine Chemie die Jake Kasdan drei Jahre später mit „Sex Tape“ noch einmal aufleben lassen wollte. Ob ihm das gelungen ist werde ich demnächst mal antesten. Im hier besprochenen Film funktioniert sie jedoch, auch wenn das Verhältnis der Szenen zwischen den Beiden im Vergleich zum Gesamtfilm doch recht kurz ausgefallen ist. „Bad Teacher“ tut dies keinen Abbruch, der sollte schließlich auch gar keine Romantikkomödie sein. Die Harmonie zwischen den unterschiedlichen Stars ist lediglich ein Nebeneffekt, welcher der etwas durchschnittlich geratenen Geschichte gut tut. Zusammen mit den bereits genannten anderen Besonderheiten macht dies aus einem 08/15-Stoff einen wahrlich gelungenen Film, der keine hohen Ansprüche an sich selbst stellt.  OFDb

29.03.2015

TRAUZEUGE GESUCHT! (2009)

Paul Rudd nimmt im Filmgeschäft mittlerweile jene Nische ein, die einst von Matthew Broderick besetzt wurde. Er spielt den braven Soften. Vielleicht nervt dies manchen Filmfreund, vielleicht nervt es sogar Rudd selbst auf diesen Figuren-Typ festgelegt zu sein, wer weiß, aber ich finde er macht seine Sache gut, so gut sogar, dass ich in leichte Komödien mittlerweile auch seinetwegen reinschaue. Besonders gut gefiel er mir in jungen Jahren im wundervollen „Clueless“ neben der zuckersüßen Alicia Silverstone, noch mehr aber in seiner Rolle als Ehemann in trister Routine in dem Seth Rogen-Film „Beim ersten Mal“.

An das Niveau dieser Rollen kann Rudd hier nicht anknüpfen, wie auch, wenn das Drehbuch ihn doch fast wie einen unsympathischen Vollversager aussehen lässt. Okay, das ist jetzt übertrieben, aber an einigen Stellen möchte man dem Autor dieser Geschichte doch gerne einmal reinpfuschen, so würdelos peinlich lässt er die Rolle des Peter hin und wieder wirken, am extremsten in jenen Szenen, in welchen Peter nicht weiß wie er sich vor Sydney verhalten soll bevor dieser sein Freund wird. Sicher, Peter soll unerfahren und nervös wirken, aber meiner Meinung nach schießt man in solchen Szenen aufgrund mangelndem psychologischem Feingefühls über das Ziel hinaus. Peter wird als völlig unkompatibel herausgearbeitet, so dass man sich fragen darf warum Sydney sich auf eine Freundschaft mit diesem rückgratlosen Menschen einlassen sollte.

Lernt man die Hintergründe von Sydney im Laufe der Zeit kennen ergibt zumindest dieser anfängliche Widerspruch doch noch einen Sinn, ist der in den Tag lebende Freigeist doch auch verzweifelt, wenn auch aus anderen Gründen als Peter. Und ob man es glaubt oder nicht, wenn Peter und Sydney erst einmal warm miteinander werden weiß auch der bis dahin recht holprig erzählte Film endlich zu funktionieren. Da die angenehmen Aspekte zuvor die unangenehmen dominierten, kann man somit doch noch von einem sympathischen Streifen sprechen, der das Rad zwar nicht neu erfindet, aber das muss er ja nicht. Das ist schließlich das tolle an leichten Komödien-Stoffen. Sie müssen nicht innovativ sein. Sie müssen nicht übersprudeln vor Komik. Sie müssen lediglich einen gewissen Charme versprühen.

Ich gebe zu, ich war kritisch als ich auf dem Cover gelesen habe, dass ausgerechnet Jason Segel den unangepassten Gegenpart zu Rudds Rolle übernehmen sollte. Ich kannte ihn nur brav grinsend aus „Die Muppets“ und ebenso politisch korrekt angepasst brav aus der völlig überschätzten Sitcom „How I Met Your Mother“. Aber er bringt genau jene Entspanntheit mit, welche die Rolle des Sydney glaubwürdig macht. Dies zusammen mit einem Drehbuch, welches Sydney nicht zu radikal erscheinen lässt, sondern lediglich alternativ lebend, macht die angenehme Ausstrahlung an besagter Rolle aus. Und diese in Kombination mit Rudd weiß „Trauzeuge gesucht!“ tatsächlich zu tragen.

Dank eines guten Mixes aus biederer Komik und den schrägen Momenten des Films (z.B. der Rentner, der sich für jünger ausgegeben hat) verzeiht man dem Streifen auch seine gelegentlichen Ausflüge in die Fäkalkomik. Ob man wirklich die Wichsecke oder den dämlichen Furzwitz gebraucht hätte, um das Miteinander der Freunde als lässig zu unterstreichen, wage ich anzuzweifeln. Und auf die beiden Kotzmomente hätte ich auch verzichten können. Andererseits umgeht man zumindest inhaltliche Fehler, die sich im korrekten Amerika geradezu aufgedrängt hätten.

Das ist zum einen der Umgang mit der Hochzeits-Thematik im Streifen, ein Thema das in der Hand anderer Verantwortlicher sicher mit der Einsicht geendet hätte, dass Peter immer so sehr eine Ehefrau wollte, dass er erst über die Freundschaft erkennt, dass er seine Verlobte nicht liebt. Und ebenso wäre es in falschen Händen sicherlich zu einer ungerechten Kritik an Sydneys alternativem Lebensstil gekommen, die in der Hand von Regisseur John Hamburg glücklicher Weise nur kurz anklingt ohne selbstgerecht und unfair zu wirken.

Um so trauriger ist es, dass sich in „I Love You, Man“ (Originaltitel) der eingangs erwähnte Schwachpunkt in Peters Charakter eingeschlichen hat, der dem Film mehr schadet als man meinen sollte. Es ist im nachhinein gut zu wissen, dass der Streifen trotzdem noch die Kurve bekommen hat. So ist Hamburgs Werk zwar trotzdem noch ein Wackelkandidat wie sein „...und dann kam Polly“, aber im Gegensatz zu dem weiß wenigstens die Chemie der beiden Hauptfiguren zu stimmen, was viel am positivem Eindruck von „Trauzeuge gesucht!“ ausmacht.  OFDb

02.06.2013

DIE MUPPETS (2011)

Kermit versucht zusammen mit einem Fan die geschlossenen Muppet Studios vor ihrer Zerstörung zu retten, indem er die alte Truppe zu einer erneuten Show zusammen trommelt...
 
Muppet Movie 3.0 ...
 
Jeder kennt die Muppets, ob jung, ob alt. Fast jeder erzählt welche Puppe er am lustigsten findet und wie toll das alles war was er da mal gesehen hat, aber zuschauen wollte scheinbar keiner mehr, wurde doch beispielsweise die „Muppet Show“ auf DVD aus mir unbekannten Gründen bereits nach drei Staffeln eingestellt, obwohl es zuvor hieß alle Staffeln würden binnen eines Jahres erscheinen. Die Muppets führen ein Rest-Prominenzleben im US-TV mit gelegentlichen Filmen und Festtags-Specials, und bereits in den 90er Jahren wurde der Versuch ihnen mit „Muppets Tonight“ wieder ein regelmäßiges Forum zu geben, von Zuschauerfüßen getreten. Keiner interessierte sich für ihre Rückkehr, da konnte auch moderne Prominenz nichts dran ändern. Die Liebe zu den Muppets war eine rein theoretische, eine nostalgische.

„Die Muppets“ setzt bewusst auf diesem Todpunkt an, weiß wie verloren sein Patient ist und weiß dass die aktiven Fans zur Minderheit gehören. Von daher ist der Gedanke 12 Jahre nach „Muppets aus dem All“ mal wieder einen Kinofilm zu drehen aus finanzieller Sicht trotz der Berühmtheit dieses Franchising  recht gewagt. Hauptdarsteller, Drehbuchautor und Mitproduzent Jason Segel hat es dennoch gewagt, anscheinend war es ihm eine Herzensangelegenheit die Muppets aus der Versenkung heraus zu holen und dies scheinbar mit Erfolg, las ich doch erst kürzlich dass mittlerweile eine Fortsetzung geplant ist. Ob dieser halbwegs erzielte Erfolg gerechtfertigt ist, sei einmal angefochten. Ich wurde zumindest bereits vor der Sichtung vorsichtig, als ich las dass Ur-Puppenspieler Frank Oz für das Projekt nicht zu begeistern war. Beim Reanimationsversuch mit „Muppets Tonight“ und Henson-Sohn Brian war er noch motiviert dabei.

Zunächst einmal fällt auf, dass die Geschichte nicht viel her gibt. „Die Muppets“ soll eine Verbeugung vor dem Original sein, da mag man es als passend ansehen können dass Kermit versucht die Truppe für eine Show zusammen zu trommeln. Wenn man jedoch nicht nur im modernen Kino unterwegs ist, sondern auch ältere Werke schaut, dann hat man mit „Muppet Movie“ und „Die Muppets erobern Manhattan“ bereits zwei mal eine nahezu ähnliche Geschichte gesichtet, eine solche die schon beim ersten Mal nicht das Gelbe vom Ei war.

Als Verbeugung vor dem Original mag das in der Theorie noch funktionieren, aber „Die Muppets“ sollte mehr als das sein. Man wollte die Muppets auch ins angekommene Jahrhundert katapultieren, freilich nicht mit zu viel Gewalt, die Seele der alten Projekte sollte beibehalten werden, doch das hat nicht wirklich geklappt. Zwar kann der Film tatsächlich mit anderen Muppets-Filmen mithalten, doch waren die nie das Herz des ganzen. „Die Muppet Show“ war der Zuschauermagnet. Und die war im Gegensatz zu den Filmen recht anarchistisch aufgebaut, trotz Feinsinn für Kunst laut und provokativ für seine Zeit. Die Filme waren schon immer viel zu brav, und der neue „Die Muppets“ ist dies auch.

Brav Ende der 70er Jahre, als mit „Muppet Movie“ der erste Langfilm der Puppen in den Kinos lief, war noch etwas anderes als brav zu Zeiten der Political Correctness. An den Muppets ist nichts mehr frech. Und die Prominenz grinst nur noch lieb und zahm vor sich hin, sicherlich mit glaubhafter Liebe zum Projekt, das Urgeschehen jedoch nie verstanden habend. Einzig Jack Black ab seinem zweiten Auftritt versprüht alten Gäste-Charme und kann damit Pluspunkte sammeln, der Rest ist akzeptables aber müdes Recycling, das so in der Art nicht hätte aussehen müssen.

Was soll man z.B. davon halten, dass ein Film, in welchem die Muppets im Zentrum stehen sollen, Musicalnummern beinhaltet, in welchen die berühmten Puppen zu Statisten degradiert werden? In seiner schlimmsten Szene tanzt ein Haufen Menschen fröhlich grinsend in braver Choreographie auf der Straße, und damit das ganze noch was mit den Muppets zu tun hat, lässt man ein paar Puppen nach einiger Zeit im Vordergrund mittanzen. Das ist peinlich, ärgerlich, unnötig und eine Beleidigung an die Mühe früherer Projekte.

Die Geschichte dümpelt ansonsten seicht vor sich hin, bietet eine sympathische Ausgangslage, zu viel selbstverliebten Gesang und gelegentlich manch netten Gag. Aber so recht zünden will da lange Zeit nichts. Nichts - bis zu jenem Zeitpunkt wenn die Muppet Show innerhalb des Kinofilms startet. Hier kommt nun der nötige Gehalt greifbarer Nostalgie auf, man lächelt über simpelste Dinge und hat Spaß dem munteren Treiben zuzuschauen. Und in dem Moment wurde es mir wieder bewusst: das Kino ist der falsche Ort zur Reanimation. Wenn diese Szenen in „Die Muppets“ etwas beweisen, dann dass es einer neuen „Muppet Show“ bedarf und nicht eines neuen Filmes mit den Filzköpfen.

Warum „Muppets Tonight“ in den 90er Jahren scheiterte ist mir ein Rätsel. Abgesehen von der ersten Folge, die alles andere als gut war, war es ein mutiger und meiner Meinung nach geglückter Versuch die Muppets zurück ins Fernsehen zu holen. Man modernisierte an den richtigen Ecken, vernachlässigte zugegebener maßen etwas zu sehr den künstlerischen Rahmen, hievte dafür aber den Anarcho-Charme der alten Zeit hervor, passte sie der Neuzeit an, was im Ergebnis um so lauter, schriller und schneller wurde, so wie die Erfolge „Die Simpsons“ und später „Futurama“, „Family Guy“ und Co.

Die braven Sequenzen aus „Die Muppets“ zeigen, dass eine Show auch auf die harmlosere Art zu wirken wüsste, badend in der Political Correctness, die heute leider, spätestens angekommen in den Disney Studios, nicht mehr zu verhindern wäre. Wenn schon kein radikal-freudiges Hoch wie „Muppets Tonight“, dann doch bitte eine „Muppet Show“ wie wir sie für einige Augenblicke im hier besprochenen Kinofilm sichten durften. Dies wäre die Heimat der Muppets. Hier wären sie gut aufgehoben, und hier würden selbstverliebt grinsende Stars auch nur bedingt unangenehm auffallen.

Im Kino, gestreckt mit einer künstlichen Geschichte auf Spielfilmlänge, kann der Charme der Puppencharaktere nicht richtig greifen. Kermit mag Zugpferd sein und das Herz der Muppets, aber er im Mittelpunkt ist einfach nicht der Zuschauermagnet. Und jede andere Puppe kommt zu kurz, zumal nur die heute noch bekannte Muppet-Prominenz in den Mittelpunkt rückt und schräge unbekannte Figuren gar keinen Rahmen mehr zum wirken erhalten. Außerdem fehlen die ausgeflippten Momente eines „Schweine im Weltraum“, und auch die bloße Anwesenheit des Professors mit Beaker oder des Chefkochs allein lassen noch nicht jenen Wahnsinn entstehen, der erst dann aufkommt, wenn man ihnen auch einen kompletten Sketch gewährt.

„Die Muppets“ ist gut gemeint, aber leider zu theoretisch und typisch Muppet-Film zu brav ausgefallen. Da hätte man sich in Sachen Frechheit besser am großartigen „Die Muppets Weihnachtsgeschichte“ orientieren sollen, der einzige Muppet-Film der genügend Pfiff besaß den Humor der Serie auf die große Leinwand zu transferieren. Etwas weniger Ehrfurcht und etwas mehr Mut hätte „Die Muppets“ gut gestanden. Zumindest verstehe ich jetzt warum Frank Oz sich abgewendet hat, auch wenn sich oberflächlich alles so wie gehabt anfühlt. Nur der Kenner erkennt auch die fehlenden Ecken und Kanten. Glattgehobelte Muppets wissen in diesem Format einfach nicht zu funktionieren. Mit Längen versehen ist der Film aber immerhin guckbar, wenn auch nicht sehr unterhaltsam.  OFDb