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11.04.2020

FRANKENSTEINS MONSTER IM KAMPF GEGEN GHIDORAH (1964)

Etliche Jahre bevor Marvel jegliche Figuren seiner Comicvorlage miteinander und gegeneinander antreten ließ, da wandte Ishirô Honda dieses Konzept bereits in seinen Monsterfilmen an, die sich seit dem ersten "Godzilla" von der düsteren, warnenden Atombomben-Symbolik immer mehr Richtung Familienunterhaltung wandelte. Kämpfte Godzilla im Vorgänger "Godzilla und die Urweltraupen" noch gegen Mothra, die zuvor ihren eigenen Film mit "Mothra bedroht die Welt" erhielt, so taucht diesmal ein neues Wesen aus dem Weltall auf, ein dreiköpfiger Flugdrache, für den sich die Monster des Vorgängers zusammentun müssen. Unterstützung erhalten sie zusätzlich von Rodan, einem Flugmonster welches zwei Jahre nach dem ersten "Godzilla" aufgrund dessen Erfolges von Honda mit "Rodan - Die fliegenden Monster von Osaka" ins Leben gerufen wurde, und nun Jahre später in Zeiten der bunten Familienfilme zurück an Bord geholt wurde. Glücklicher Weise überfrachtet sich der Film mit diesem Vorhaben nicht und schafft es sogar, dass die menschlichen Protagonisten mittendrin nicht zu kurz kommen.

Ganz im Gegensatz bekommen die durch das Szenario um eine Prinzessin mit Gedächtnisverlust, die von einer Botschafterin der Venus eingenommen wurde, um die Menschheit zu warnen, einen interessanten Zusatzplot beschert, welcher auch die Rückkehr der kleinen Damen der Heimatinsel Mothras beinhaltet. Die werden glücklicher Weise wieder zu einem angenehmen Part, wie in ihrem ersten Mothra-Film, und wiederholen somit nicht ihre zu penetrante Art des direkten Vorgängers von "Frankensteins Monster im Kampf gegen Gidorah". In diesem geht es freilich nie um Frankenstein oder dessen Monster, und im Gegensatz zu manch anderer Titeltäuschung mittels Frankenstein, behauptet diesmal nicht einmal die deutsche Synchronisation derartiges. Die weiß ohnehin zu überraschen, setzt sie die Ereignisse im Gegensatz zu den Vorgänger-Filmen der Reihe doch diesmal nicht auf Null. Die Menschheit erinnert sich an das Vorausgegangene, schön dass es diesmal in der deutschen Synchronfassung ebenso ist.

Der einzige Kritikpunkt dieses wundervoll unterhaltsamen und phantasiereich umgesetzten Filmes, liegt meiner Meinung nach in der Zurückhaltung der Zerstörungswut Ghidorahs. Wie katastrophal sein Wirken ist, erfahren wir eher durch die Berichte der Venusstimme der Prinzessin, anstatt durch tatsächliche Taten der Kreatur. Das ist insofern doppelt schade, als dass ihre wenigen Angriffe, die wir erleben dürfen, wahre Schauwerte des Streifens sind, wenn das Vieh pro Kopf per Feuerstrahlen die Welt angreift. Dass Godzilla und Rodan ebenfalls relativ wenig Zerstörungsorgien anrichten dürfen, ist nicht weiter wild. Nicht nur dass die Geschichte aufgrund vieler interessanter Ansätze diverser Handlungsebenen auch ohne diese zu einem aufregenden Hingucker wird, die Balgereien zwischen den beiden entschädigen enorm. Sie sind mittlerweile mehr denn je augenzwinkernd umgesetzt. Während Godzilla im Vorgänger bereits eher durch tolpatschiges Verhalten anstatt durch Zerstörungswut für Unruhe sorgte, kümmert er sich diesmal herzlich wenig um die Menschheit. Geradezu kindisch kämpft er gegen den charakterlich ebenso gestrickten Riesenvogel. Und die Verantwortlichen machen im humoristisch gehaltenen Kampf zwischen den beiden nicht nur kein Geheimnis aus der Infantilität ihres Verhaltens, es passt zur Psychologie der Geschichte, dass die beiden so agieren.

Da pickt Rodan wie nach einem Wurm, wenn er Godzillas Schwanz attackiert, da wird hemmungslos gerauft, rein des Prinzips wegen, nicht weil man echte Differenzen hätte, und das gegenseitige Zuwerfen eines Felsbrockens endet verspielt in einer Art Tennispartie, was die spät dazu stoßende Mothra, die in der Deutschfassung diesmal Mosra genannt wird, mit ihren Kopfbewegungen als Zuschauer eines solchen Turniers bestätigt. Wahrscheinlich weil schon zwei der Kreaturen fliegen können, kommt Mothra diesmal nur in der (mir persönlich reizvolleren) Raupenversion vor, womit die Möglichkeiten der Bekämpfung Ghidorahs reichhaltiger ausfallen. Bis es zum Finalkampf kommt, darf in einer Unterhaltung der Monster untereinander, die uns freundlicher Weise von den magischen Zwillingen übersetzt wird, damit wir überhaupt etwas kapieren, zunächst einmal darüber diskutiert werden, ob man der Menschheit hilft oder nicht. Godzilla und Rodan verhalten sich auch hier passend zu ihren Kämpfen wie bockige, kleine Kinder. Aber zumindest kann man die Argumentation Godzillas verstehen, dass er den Menschen nicht helfen will, da sie ihn stets angreifen, sobald er auftaucht, und so ist es in den vorangegangenen Filmen schließlich auch gewesen. Auch die Gegenargumentation Mothras, dass die Zerstörung der Erde nicht nur für Menschen ein Problem ist, weiß zu gefallen, ebenso wie die bockige Reaktion der beiden anderen Kreaturen, die, typisch Kind, sachliche Argumente nicht gegen ihre Trotzverhalten ankommen lassen.

Ebenfalls am kindlichen Verhalten orientiert, schließen sich die beiden Mothra im Kampf gegen Ghidorah erst dann an, wenn diese vom Weltraumwesen attackiert wird, so dass erst durch diese Empörung und das daraus entstandene Mitgefühl Solidarität zwischen den ehemaligen Kontrahenten entsteht, und die Finalschlacht endlich losgehen kann. Parallel dazu entknoten sich schließlich auch die Ereignisse der Handlungsstränge der Menschen, ohne dass die Monsterwelt und die Menschenwelt sonderlichen Einfluss auf die jeweiligen Erzählstränge der anderen hätte. Dank einer funktionierenden, alles im Überblick behaltenden Umsetzung mit hohem Unterhaltungswert, stört dies auch gar nicht, zumal man überrascht sein darf, dass sich die komplette Chose nie so abstrus und wahnwitzig schaut, wie noch im völlig wirren und undurchdachten "King Kong vs. Godzilla". Dennoch sollte man Erfahrungen im Sichten solcher Kaiju-Filme mitbringen, sonst ist man als Laie hoffnungslos überfordert und verloren.

Auch wenn sich die Menschen nie offiziell bei Godzilla bedankt oder entschuldigt haben, so stellt "Godzilla gegen King Ghidrah" (Alternativtitel) doch einen Wendepunkt dar, in welchem Godzilla sich vom Feind des Menschen zum Freund dieser wandelt. Es erfreut, dass es mit diesem Werk einen Übergangsfilm gibt und nicht einfach, alles vorherige ignorierend, Godzillas Mentalität sprunghaft geändert wurde, denn dieser friedliche Kurs wird von nun an beibehalten. Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen der Reihe, verschwindet Godzilla diesmal auch nicht im Meer oder anderswo. Gemeinsam mit Rodan schaut er an der Küste Mothra nach, die nach Hause schwimmt. Dass die beiden noch da sind, ohne dass es die Menschheit in Angst und Schrecken versetzt, ist wohl ein Zeichen für den gesetzten Frieden zwischen den verschiedenen Spezies, offen ausgesprochen wird dieser Aspekt jedoch nicht. Ghidorah ist anbei auch nicht endgültig besiegt, er fliegt als Weltenzerstörer nach missglücktem Versuch auf der Erde lediglich hinaus in eine andere Welt. Honda sicherte sich somit die Möglichkeit einer Rückkehr dieses dreiköpfigen Monstrums.  OFDb

09.04.2020

GODZILLA UND DIE URWELTRAUPEN (1964)

"Godzilla und die Urweltraupen" ist nicht nur ein weiterer "Godzilla"-Film, nachdem man sich die Idee King Kongs für den Vorgänger von einem anderen Filmstudio fremd entliehen hat, lässt der Erfinder der Riesenechse diese diesmal gegen eine ebenfalls von Ishiro Hondâ kreierte Kreatur kämpfen und setzt somit in einem "Mothra bedroht die Welt" fort. Davon ist in der deutschen Fassung jedoch nichts zu merken. Ebenso wie es Godzilla im Vorgänger "King Kong vs. Godzilla" erging, so hat im hier besprochenen Film in der deutschen Synchronisation nie wer zuvor von Mothra gehört, die hier Modra ausgesprochen wird. Ob sich deswegen auch jedwede Kultur der Heimatinsel gewandelt hat und Mothras Fähigkeiten, oder ob dies auch so in der Originalfassung verändert wurde, weiß ich nicht, aber es verleiht der Riesenmotte und den stets mit ihr auftauchenden kleinen, singenden Frauen, dargeboten vom Gesangs-Duo The Peanuts, weit weniger Reiz als im sympathischen Film zuvor. Der zu penetrant eingesetzte Gesang der beiden, während diese wieder so jämmerlich dreinblicken dürfen wie im Werk zuvor, nervt diesmal gewaltig, fehlt ihm doch die Mystik des Erstlings bei gleichem Lied.

Zudem wurde diesmal der Mothra-Schwerpunkt vertauscht. Die optisch besser wirkenden Raupen des Originals kommen diesmal erst zum Schluss vor, dann zwar im Doppelpack, aber bei weitem nicht mehr so sympathisch grimmig animiert, wie zuvor. Zumindest sieht es niedlich aus, wie sie mit ihrem Spinngarn Godzilla attackieren, da wir uns hier aber bereits im Finale befinden, ist es jedoch eine erfolgreiche Schlusstaktik, die ihre Zeit benötigt, und mit dem ewigen Fädensprühen somit auf Dauer ebenfalls ziemlich zu nerven weiß. Das Mottenwesen bekommt diesmal hingegen mehr Zeit beschert, wirkt aber immer ein wenig jämmerlich und kraftlos, was von der Geschichte her zwar halb gewollt ist, Mothra aber weit weniger mächtig erscheinen lässt, als sie es eigentlich ist. Da sie ihre mächtigen, eher ungewollt alles zerstörenden, Schwingschläge ihrer Flügel meist eher in der Natur entfacht, geht von ihr auch kaum Zerstörung aus. Die übernimmt somit diesmal fast allein Godzilla, der wiederum viel Laufzeit benötigt, um sich überhaupt erstmals blicken zu lassen. Seine Zerstörungsszenen gehören auch gleich zu den besten Momenten des Streifens, wie immer beeindruckend genug getrickst, um zu funktionieren, und doch wieder gleichzeitig sympathisch naiv die Miniaturmodelle nicht wirklich größer wirken lassend, als sie es tatsächlich waren.

"Mothra vs. Godzilla" (Alternativtitel) mag der vierte Teil der "Godzilla"-Reihe sein, inhaltlich ist er jedoch eher Mothra- anstatt Godzilla-Film, und als solcher lässt er die Pluspunkte vermissen, die den ersten Film um die Riesenmotte für mich zu einem der sympathischsten Kaiju-Filme überhaupt werden ließ. So nerven beispielsweise die Debatten mit einem Ur-Volk in Mothras Heimat, die plötzlich der japanischen Sprache mächtig sind und wissen welches Schicksal sie durch deren Atombombe ereilt hat. Damit entbrennt ein gestelzter gegenseitiger Moraldialog um unterlassene Hilfe, menschlicher Brüderschaft und gegenseitiger Schuldzuweisung. Damit verlieren nicht nur die drei Fabelwesen der Insel ihre Mystik und manch charakterliche Besonderheiten, sondern nun auch das weit weniger unterentwickelte Naturvolk als gedacht. Weder auf der Japanseite, noch hier, sind Sympathiecharaktere auszumachen, so dass diesmal keine wirklich gut funktionierende menschliche Unterstützung die monsterfreien Phasen eines Filmes gestemmt bekommen, der sich zudem in seiner Kapitalismuskritik weit weniger ehrlich schaut, als die Geschichte um Nelson zuvor.  OFDb

06.04.2020

MOTHRA BEDROHT DIE WELT (1961)

Ein Jahr bevor Godzilla seinen ersten Buntfilm mit "King Kong vs. Godzilla" erfahren durfte, da ließ dessen Schöpfer Ishirô Honda Mothra auf die Menschheit los. Diese darf zunächst als Raupe die Großstadt zerstören, bevor sie zur übergroßen Motte gewandelt das Endszenario des Streifens bestimmt. Man mag ja auf diese Verwandlung warten, zumal mit dem Wandel im selbst gesponnenen Kokon eine Erwartungshaltung entfacht wird, die es ansonsten in derartigen Werken nur zu Beginn gibt, bis endlich der erste Monsterauftritt erfolgt. Sich für eine derartige Kreatur zu entscheiden war somit nicht nur bezogen auf den Buntfilm ein guter Kniff, sondern auch im Nutzen des zweifachen Entfachens, bzw. Puschens der Zuschauererwartungen. Mir persönlich haben die Angriffe der Riesenraupe jedoch besser gefallen, wirkt sie doch bedrohlicher und machen ihre Attacken auf Miniaturbauten, die keine Illusion von Größe entstehen lassen, doch weitaus mehr Laune als die Luftangriffe einer Kreatur in wolliger Ausstattung. Dass die Miniaturbauten und winzigen Fahrzeuge nie echte Illusion entstehen lassen, macht "Mothra bedroht die Welt" anbei keinesfalls zu einem unfreiwillig komischen Film. Die Geschichte funktioniert dennoch, und es tut gut, dass Kino dieser Art nie an Perfektion gebunden war, die der Zuschauer von heute scheinbar benötigt, um überhaupt in einem Film aufgehen zu können.

Wie auch immer ist "Mosura" (Originaltitel), trotz allem was die Geschichte vermuten lässt, überraschend ernst ausgefallen, und thematisiert die intolerante Haltung von Eroberern und Plünderern fremder Kulturen, übt Kritik am Kapitalismus durch den Nicht-Japaner Nelson, dessen Herkunftsland ein Alibi-Namen erhält. Wenn das Finale, geradezu untypisch für die Kaiju-Filme, nicht in Japan, sondern stattdessen dort spielt, wird dem letzten klar welches real existierende Land Pate stand. Es geht in "Mothra" (Alternativtitel) um Menschlichkeit, um Respekt andersartiger Kulturen, im Finale sogar um Gemeinsamkeiten mit fremden Kulturen, leider auf die Religion bezogen, was dem Ganzen einen etwas bitteren Touch beschert. Letztendlich ist es aber ohnehin das Finale, welches den Gesamteindruck schmälert, weil die dort präsentierte Lösung doch etwas arg an den Haaren herbeigezogen ausgefallen ist. Zuvor bereitet Ishirô Hondas Werk, welches drei Jahre später mit dem vierten "Godzilla"-Film "Godzilla und die Urweltraupen" fortgesetzt wurde, jedoch genügend Freude, um nicht allzu enttäuscht mit dem Finale ins Gericht zu gehen. Für mich gehört er bisher zu den sympathischsten Werken dieser Art, zumal er bereits in seiner langen Vorgeschichte zu gefallen mag, lange bevor Mothra aus ihrem Ei geschlüpft ist.

Ein interessantes Szenario mit sympathischen Charakteren beherrschen hier das Szenario, welches trotz seines abenteuerlichen Fantasy-Schwerpunktes selbst mit dem Auftauchen der zwei Elfen-artigen Frauen nie wirklich kitschig wird. Auch wenn sie später in Gefangenschaft singen, wird der Kitschgehalt nur zart eingesetzt, fast nur gestreift, um das Schicksal der Gefangenen besser zu symbolisieren, während dieser Einfall freilich gleichzeitig von der Idee des Irrtums lebt (mal ganz abgesehen von der Promotion der beiden Sängerinnen "The Peanuts"). Wer würde schon bei so jammernden Gesichtsausdrücken damit rechnen, dass in Wirklichkeit ein Lockgesang stattfindet, um Hilfe von einem Monster zu erhalten? Mothra tritt spät ins Geschehen, letztendlich lebt der Film bis dahin aber nicht einzig von der gut funktionierenden Erwartungshaltung, die mystisch gelungen das Auftauchen des Monsters vorbereitet, sondern tatsächlich auch von seiner interessanten Geschichte, so dass "Mothra bedroht die Welt" in dieser Phase keinesfalls nur ein Produkt des Hinhaltens ist. Aus dem Ei geschlüpft weiß das Biest zudem von Anfang an zu gefallen, wirkt es im Wasser doch gleichsam bedrohlich, wie an Land, so dass es in dieser Raupenform bereits mehr Wirkung besitzt als manche Viecher der Konkurrenz, die so gar nichts Bedrohliches mehr ausstrahlen. Die Ironie daran ist, dass Mothra eigentlich kein Aggressor ist, sondern lediglich ihre Mission erfüllt, um ein Gleichgewicht wieder herzustellen, welches durch Unrecht ausgelöst wurde. Eine erste Fortsetzung ohne Godzilla erfuhr die Riesenmotte anbei erst in den 90er Jahren, wo sie sogleich innerhalb von drei Jahren drei Filme beschert bekam.  OFDb

05.04.2020

KING KONG VS. GODZILLA (1962)

Nach zwei eher düster angelegten Schwarz/Weiß-Filmchen sollte es sieben Jahre später mit Godzilla nicht nur in bunten Farben weiter gehen, man scherte sich auch kein bisschen mehr um ein bedrohliches Szenario. "Godzilla"-Regisseur Ishirô Honda kehrte höchst persönlich auf den Regiestuhl zurück, um etwas völlig anderes zu schaffen, etwas das von nun an etliche andere Filmmacher bis heute inspirieren sollte und die Saat setzte, aus welcher die "Godzilla"-Filme schlussendlich zur Endlos-Reihe wuchsen. Kämpfte die Kreatur bereits in "Godzilla kehrt zurück" gegen einen anderen Giganten, in dem Falle gegen eine ausgestorben geglaubte Dinosauriergattung, so bediente man sich im ersten Farbfilm der Serie am populären Kino-Monster King Kong, so dass der Titel im Gegensatz zu manch anderen Veröffentlichungen kein Fake mit dem Verwenden eines nicht urheberrechtlich geschützten Namen ist. In Deutschland war zur Erscheinungszeit der Riesenaffe weit bekannter als die Riesenechse, also tauchte letztgenannte im Titel der Kinoveröffentlichung gar nicht erst auf. "Die Rückkehr des King Kong" hieß er da. Und aus selbigem Grund änderte man in der deutschen Synchronfassung das Schicksal Godzillas, der nun nicht mehr vor Jahren dank des japanischen Militärs eingefroren wurde, sondern seit Millionen von Jahren im ewigen Eis feststeckte.

Da der komplette Streifen völlig unsinnig daher kommt, ist es nicht weiter wild auch in der innereigenen Historie der Reihe Unsinn zu bauen, zumal es für die Geschichte letztendlich egal ist. Die Menschen verkommen hier nicht nur endgültig zur Randerscheinung, nie wird zudem wirklich klar warum sie stets zu King Kong halten, um Godzilla zu besiegen, obwohl beide Zerstörung über ihre Städte bringen. So oder so ist der Plan die beiden Kreaturen gegeneinander kämpfen zu lassen ebenso unsinnig, wie die Erklärung ihrer jeweiligen Herkunft. Diese sinnfreie Herangehensweise lässt sich auch immer dann bemerken, wenn typische "King Kong"-Klischees aufgegriffen werden, wie das Erklimmen eines hohen Gebäudes oder das Ergreifen einer jungen Frau, da diese nie im Zusammenhang der hier erzählten dünnen Geschichte einleuchtend eingebunden werden. Es passiert was passiert, da es zur Kreatur einfach so dazu gehört wie ihr Fell. Und da man noch einmal auf Null zurückgeschraubt von der Entdeckung des Riesenaffens berichtet, ist "Godzilla - Die Rückkehr des King Kong" (Alternativtitel) nicht einmal eine Fortsetzung, sondern eine Neuinterpretation der Affenthematik eingebunden in einem Crossover mit der Riesenechse. Wenn King Kong endlich mit Godzilla kämpft, beweist der Film auch hier seine trashige Ader, wird die Schlacht doch nicht mehr, wie im Vorgänger, wie ein an der Realität orientierter Tierkampf dargestellt, sondern als eine Art Catchen in schrillen Kostümen.
 
Das Computerspiel "Donkey Kong" wird sich mit seiner Fässervariante wohl am Steine schmeißenden King Kong des hier besprochenen Filmes orientiert haben, während Godzilla sich mit Feueratem und Schwanzschlägen zu wehren weiß. Der lang andauernde Kampf wird somit zumindest recht abwechslungsreich präsentiert, und die simplen Spezialeffekte sind um Einfallsreichtum bemüht, um das ganze auch optisch auf Billigart aufzuwerten. Dass man mit "King Kong kommt zurück" (Alternativtitel) nicht streng umgehen sollte, zeigt die absichtlich lockere Art mit der die Verantwortlichen des Streifens diesen umsetzten. "Schlachtfest der Giganten" (Alternativtitel) ist kein bisschen ernst gemeint und zeigt dies nicht nur in irren Schlachten, absichtlich lächerlich gehaltenen Randfiguren, grotesken Szenarien (wie der Ballonfahrt Kongs), sowie seinem Trotzen jedweder Handlungslogik, es zeigt sich spätestens eindeutig in der wundervollen Maske King Kongs, die absichtliche Lustigkeit ausstrahlt, insbesondere dann wenn er von Heimatfrüchten berauscht schläfrig wird. "Kingu Kongu tai Gojira" (Originaltitel) will nichts mehr mit der ernsten Atombomen-Kritik des Erstlings aus den 50er Jahren zu tun haben und serviert stattdessen einen leichtfüßigen Partyspaß, zu dem es für ein Mainstream-Publikum sicherlich nicht einfach ist einen Zugang zu finden, so abstrus wie er ausgefallen ist, der einem alternativen Publikum jedoch trotz mancher Länge genügend Freude bereiten kann. Letztendlich ist "King Kong vs. Godzilla" trotz der Tatsache dass er bereits der dritte Teil der "Godzilla"-Reihe ist, der tatsächliche Start des bis heute erfolgreichen Genres der asiatischen Kaiju-Filme.  OFDb

19.05.2019

UFOS ZERSTÖREN DIE ERDE (1962)

Wie so oft ist die deutsche Titelgebung absichtliche Täuschung, scheinbar zur besseren Vermarktung, denn ein Werk im Stile eines "Fliegende Untertassen greifen an" oder eines "Krieg im Weltenraum" braucht man nicht zu erwarten. "Ufos zerstören die Erde" kommt völlig ohne Ufos und Außerirdische aus, die Bedrohung ist natürlichem Ursprungs, aber nicht weniger faszinierend, als es Ufos wären. Als eine Art Vorgänger von "Armageddon" und Co, noch lange vor "Meteor", wenn auch verspielt unsinniger daher kommend im Stile eines "Ein Riss in der Welt", präsentiert uns "Godzilla"-Schöpfer Ishirô Honda einen halbwegs sachlichen Science Fiction-Streifen. Dem fehlt es trotz allem nicht an Spannung, fantastischer Gimmicks, wissenschaftlicher Unsinnigkeiten und dank der personifizierten Darstellung des bedrohlichen Kometen Goraths auch nicht an einer monströsen Bedrohung, dennoch steht hier bereits, im Gegensatz zur US-Amerikanischen Konkurrenz jener Zeit, die Arbeit und der Verdienst der Wissenschaft im Zentrum und keineswegs das Militär. Es wird geforscht und überlegt, wenn auch noch nicht auf dem Niveau eines "Andromeda - Tödlicher Staub aus dem All", dafür kommt Hondas Werk zu verspielt und wahnwitzig daher, aber der Weg für sinnvollere Werke dieser Art wird definitiv bereits vorbereitet.

Dennoch können Honda und sein Team nicht aus ihrer Haut heraus. Der Spaß an der Zerstörung kitzelt in ihren Fingern. So darf der monströs feurig lodernde Gorath immer wieder Himmelskörper zerstören und in einer imposant ausgefallenen, überraschend ausführlich gezeigten Einleitung, gar die Heldenrakete verschlucken. Und auf der Erde zerstören Sturmfluten Städte und Natur. Sogar ein "Godzilla"-ähnliches Monster, diesmal im Walross-Stil, wird eingebracht, dies ganz nebenbei und für die Geschichte nicht wirklich von Bedeutung, aber doch putzig anzuschauen. "Astronaut 1980" (Alternativtitel) bietet somit einiges an Schauwerten in seiner theoretisch etwas lahm klingenden Idee für jene Zuschauer, die im Science Fiction-Bereich stets nur auf Spezialeffekte hoffen. Für diese griff man des öfteren auch auf den Bereich der Miniaturbauten zurück, was sich oft leider nicht übersehen lässt, einer Baustellenszene, mit umher fahrenden Spielzeug-Baggern jedoch einen charmant trashigen Touch beschert, weit mehr naiv wirkend, als die klassisch billig durchs All tuckernden Raketen.

Spaßigem oder nostalgischem Retrocharme sollte man als Zuschauer somit zugeneigt sein, um etwas mit dem arg naiven Ergebnis von "Ufos vernichten die Erde" (Alternativtitel) anfangen zu können. Aber das fällt nicht schwer, bei solch sympathischer Umsetzung, in welcher die menschlichen Akteure jedoch zugegebener Weise etwas arg zurückfallen. Selbst die öfter auftretenden Figuren, innerhalb einer Geschichte in der es keine wirklichen Hauptrollen gibt, werden nicht vertieft, und werden somit keine greifbaren Persönlichkeiten. Aber der aufgeregte Erzählstil und der Blick auf die Bedeutung der Arbeit einer jeweiligen Person, sorgen dafür, dass dieses Makel nicht wirklich negativ greift, zumal die Aussage des Streifens letztendlich ohnehin jene ist, dass die Menschheit Auge in Auge mit der Gefahr aus dem Weltall zusammen arbeiten muss, um zu überleben. Da ist kein Platz für den Wunsch eines Individuums, da hilft lediglich Solidarität. Dennoch blendet "Gorath" (Alternativtitel) den menschlichen Faktor nicht völlig aus. Singende Astronauten, Lügen und Lauschen zum Zwecke der Informationsbeschaffung, was lächelnd als schrullige Charaktereigenschaft von Vorgesetzten/Familienmitgliedern angenommen wird, finden ebenso ihren Weg in den Film, wie Liebe, Eifersucht, Ehrgefühl und die Schwächen von Politikern.

"Gorath, the Mysterious Star" (Alternativtitel) mag manches Mal in Sachen Unsinn ordentlich in die Kacke hauen, ein reines Trash-Produkt ist er jedoch nicht geworden, dafür ist er zu gekonnt ausgefallen, wenn auch irrsinnige Ideen auslebend. Der Streifen ist als Unterhaltungsfilm angelegt, er hat nicht die Ambitionen an sich wie am Ende gleichen Jahrzehnts "2001 - Odyssee im Weltraum". Deshalb guckt er sich in seinen Weltraumszenen auch stark wie eine Episode "Raumschiff Enterprise", irgendwo zwischen naiv utopisch, unsinnig und gelungen pendelnd, dabei den Bereich der Idiotie nie zu stark streifend, so dass verträumten Filmnostalgikern die Illusion nicht komplett geraubt wird. Das Ergebnis von "Suspicous Star Gorath" (Alternativtitel) ist abenteuerlich, spannend und naiv ausgefallen und gleichermaßen mit Blick auf die Forschung und die Zerstörungsfreude ausgelegt, so dass er mit seinem simplen Anliegen als das zu funktionieren weiß, was er sein möchte: Unterhaltungs-Kino. Und für den lediglich anvisierten Trivialbereich ist es positiv anzumerken, dass er den Geist der Forschung so positiv vorlebt, wie es in diesem Genre erst Jahre später üblich werden sollte - wenn auch hier noch ziemlich unsinnig eingefangen. Das beschert "Yôsei Gorasu" (Originaltitel) aber immerhin jenen naiven Charme, der Genrefilme dieser Zeit zu solch einer besonderen Spezies Liebhaberstück werden lässt.  OFDb

02.04.2016

VARAN - DAS MONSTER AUS DER URZEIT (1958)

Mag die Geschichte auch sehr stark an „Godzilla“ erinnern und „Varan“ nicht zu den beliebtesten klassischen Monsterfilmen aus Japan zählen, so muss ich doch sagen dass mir der Streifen vom Ur-“Godzilla“-Schöpfer Ishirô Honda, der immer wieder betonte „Varan“ wäre nur eine Auftragsarbeit gewesen, recht gut gefallen hat. Sicherlich kann man solch einen putzigen Monsterfilm nicht wirklich ernst nehmen, das lassen allein schon die Miniaturfahrzeuge des Militärs nicht zu, die einfach viel zu sehr nach Spielzeug aussehen, „Daikaijû Baran“ (Originaltitel) bereitet Filmfreunden mit kindlichem Gemüt jedoch genügend Freude, um nicht all zu streng mit seinen Unzulänglichkeiten umzugehen.

Und davon gibt es zugegebener Maßen genügend. Dümmliche Sprüche in der (recht neuen, aber auf alt getrimmten) Deutschvertonung, eine Monotonie an Story und ein Monster welches an Land aufgrund seiner Bewegungen immer ein wenig wie ein Riesenbaby wirkt, sprechen nicht wirklich für den Streifen. Aber dem gegenüber steht eine kurzweilige, actionreiche Umsetzung, ein wirksames Schwarz/Weiß obwohl der Farbfilm damals längst die Lichtspielhäuser heimsuchte, und ein sympathisches Monster, welches zwar eher charmant anstatt gruselig aussieht, die Szenen in denen es auftritt jedoch bereichert.

Es gibt eine alternative US-Fassung, in welcher das Ungetüm nicht mehr so oft vorkommen soll wie in der hier besprochenen Version. Ohnehin haben die Amerikaner in dieser wohl mehr Szenen nachgedreht als vom Originalstoff beibehalten. Aber da alle bislang in Deutschland veröffentlichten DVD-Fassungen das japanische Original enthalten, interessiert das auch nicht wirklich, dürfte es doch die ursprüngliche Fassung sein, die einen Cineasten erstrangig interessiert und nicht eine Mogelpackung, die sich jemand aus dem Urmaterial zusammengebastelt hat.

Frei von unfreiwilliger Komik ist „Varan - Das Monster aus der Urzeit“ sicherlich nicht erzählt, aber sowohl Trash-Liebhaber die sich auf Werke mit besagter unfreiwilliger Komik stürzen, als auch respektvollere Filmfreunde, die eine solche höflichst übersehen können, werden mit dem fertigen Produkt angenehm unterhalten werden, welches erst 2011 erstmals den Weg nach Deutschland fand.

Zu sehen wie das Ungetüm dem See entsteigt, umgeben von brodelndem Wasser, welches zuvor auch sein Auftauchen atmosphärisch vorbereitet, ist trotz billigster Umsetzung angenehm zu schauen, ebenso die Zerstörungsorgie der Bestie, der Hingucker eines fast jeden asiatischen Monsterfilm-Klassikers. Etwas mehr hätte man aus der Thematik sicherlich ernten können. Ganz besonders jener Zeitpunkt, wenn die Kreatur überraschend davon fliegt, hätte die Verantwortlichen des Filmes dazu ermutigen können nun einige Zeit mit Stille zu arbeiten, schließlich kann das Monstrum überall untergetaucht sein, und das Ungewisse hätte dem Streifen eine gewisse Phase lang unheimliche Momente bescheren können.

Leider sollte „Varan“ trotzdem „nur“ Monster-Action werden, ursprünglich fürs japanische Fernsehen gedreht, was das Setzen auf eine bewährte Modewelle im Filmbereich verständlicher macht, der Film kann sich also nicht wirklich frei entfalten und fristet somit zu Recht ein Dasein im großen Schatten von „Godzilla“. Aber das heißt nicht dass Ishirô Hondas Blaupause seines eigenen Erfolgsfilmes nicht ebenfalls Spaß bereiten kann. Ich habe mich angenehm unterhalten gefühlt, zumal ich nicht all zu viel von einem solchen Stoff erwartet habe.  OFDb

14.07.2015

WELTRAUM-BESTIEN (1957)

Der Aufhänger eines großen Roboters, der auf „Godzilla“-Art alles niedertrampelt was dem Menschen heilig ist, taucht überraschend früh auf, um nach seinem Niedergang nur noch einmal kurz vor Schluss vorbeizuschauen und das auch nur ganz kurz ohne etwas zu zerstören. Es ist der Roboter dessentwegen man zunächst reinschaltet und das so sympathisch gezeichnete Plakat, welches glücklicher Weise auch auf dem Front-Cover für die deutsche DVD-Veröffentlichung verwendet wurde. Aber „Weltraumbestien“ entwickelt sich in eine ganz andere Richtung, und das ist aufgrund seines Unterhaltungswertes auch gar nicht schlimm.

Aliens die ihre Heimat Atom-verseucht haben wollen ein kleines Fleckchen auf der Erde besiedeln, sagen sie kämen in friedlichen Absichten und warnen den Mensch davor seinen Planeten ebenso zu zerstören, wie sie es taten. Das klingt ein klein wenig von „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ und „Gefahr aus dem Weltall“ geklaut, aber die Paranoyer, dass der Mensch trotzdem zum Angriff bläst, ist dieses Mal nicht gesellschaftskritisch eingebracht, die Besucher sind tatsächlich böse, planen tatsächlich eine Invasion, und vielleicht wäre das nie jemandem aufgefallen, wenn sie nicht fünf Erdenfrauen zur Fortpflanzung gefordert hätten und mit ihren überlegenen Waffen zum Schwanzvergleich aufgefordert hätten.

Die Nationen der Welt tun sich zusammen, Japan, USA und die Sowjetunion kämpfen vereint gegen einen größeren Feind, und selbst in einem japanischen Film haben wir den Endsieg schließlich den Amerikanern zu verdanken, welche den Japanern die nötige Technik bereitstellten um es den Neuankömmlingen mal gehörig zu zeigen. Zwar sind die Tricks veraltet und Schüsse billig ins Bild gemalt, aber zumindest geht ordentlich die Post ab. Laserstrahlen, ein Riesenroboter, überflutete Täler, Panzer, Flugzeuge - für eine Produktion dieses Niveaus ließ man sich nicht lumpen und pumpte doch einiges an Finanzen hinein.

Das Vertrauen in den Erfolg des Projektes lag auch sicher daran, dass man Ishirô Honda, den Regisseur des allerersten „Godzilla“, mit an Bord hatte, und die Geschichte dessen Erfolgsfilmes mit dem kürzlichen US-Hit „Kampf der Welten“ kombinierte. Und siehe da: „Weltraum-Bestien“ ist eines dieser wenigen Werke, bei dem das große Tammtamm trotz Mangel interessanter, geschweige denn tief greifender, Charaktere zu funktionieren weiß. Hier geht derartig die Post ab, dass einem einfach nicht langweilig werden kann.

Zudem ist der Trash-Gehalt für einen Streifen dieser Art noch als ziemlich zurückgeschraubt zu bezeichnen, selbstverständlich nur im direkten Vergleich zu ähnlichen Werken. Wie schon kürzlich von mir in „Planet des Grauens“ bemerkt gibt es in „Phantom 7000" (Alternativtitel) mal wieder keine blinkenden Lichter zu sehen, wie sie für das Science Fiction-Genre der 50er Jahre geradezu typisch wären. Und die Miniaturbauten sind mit sehr viel Liebe zusammengezimmert worden, so dass die Katastrophenszenen noch heute zu gefallen wissen, in welchen besagte Bauten zerstört werden.

Lustig ist es trotzdem den Menschen bockig dabei zuzusehen, wie sie unbelehrbar einer höher entwickelten Rasse den Kampf ansagen. Und das Design des Roboters bringt einen ebenfalls zum schmunzeln, wirkt es doch irgendwie Vogel-artig. Seine Schnauze wäre auch vergleichbar mit der eines Maulwurfs. Unsinnigkeiten in der Geschichte, wie z.B. jene dass die letzten zwei der geforderten fünf Frauen so gar nicht überwacht werden, so dass die Aliens leichtes Spiel haben diese zu entführen, gibt es zuhauf. Aber man würde „Chikyû bôeigun“ (Originaltitel) nicht gerecht werden, wenn man ihn als reinen unfreiwillig komischen Trash abstempeln würden, weiß er zusätzlich doch auch als das zu funktionieren was er eigentlich sein möchte: ein Science Fiction-Action, in welchem sich zwei Welten ordentlich bekriegen. Und die Moral darf diesmal zu Hause bleiben!  OFDb