Letztendlich hat der Film sein Herz am rechten Fleck, und auch wenn er lediglich sympathisch vor sich hin dümpelt, so bin ich doch trotzdem neugierig auf die zwei Jahre später entstandene Fortsetzung, in welcher John Lithgow und Mel Gibson prominent dazu stoßen. Anders selbst hat 2018 mit "Plötzlich Familie" eine ähnliche Handlung im tragikomischen Gewandt hinterher geschoben, ebenfalls mit Mark Wahlberg besetzt. Und dass ausgerechnet der hier den harten Kerl mimt, so schmächtig wie er trotz Muskeln letztendlich wirkt, erklärt sich zumindest durch das amüsante Schlussszenario. Ohnehin beweist er Humor und genug komödiantisches Können, um zu wirken. Selbstverständlich ist "Daddy's Home" (Originaltitel) nie wirklich bissig, bleibt stets arg brav, aber wer genau derartiges sucht wird solide unterhalten. Der typisch grenzwertige Ferrell-Humor taucht nur selten auf, z.B. dann wenn es um den Geruch in Brads Büro geht. Und Highlight des Films bleibt definitiv der Fremdschäm-Moment während eines Basketball-Spiels. Die lauten Slapstickmomente, wie der Motorrad-Crash im Haus, funktionieren jedoch in der Theorie besser als in der Praxis. Am Ende bleib ich bei Werken dieser Art aber meist milde und großzügig und behalte sie eher als unterhaltsam, anstatt als annehmbar in Erinnerung. OFDb
Von einem der daheim blieb, um die weiten Welten des Films zu entdecken...
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01.08.2021
DADDY'S HOME - EIN VATER ZU VIEL (2015)
"Daddy's Home - Ein Vater zuviel" (Alternativtitel) bietet nichts außergewöhnliches im Komödiensektor der USA, folgt er doch dem gewohnten Plotmuster, erzählt mit offensichtlichem Happy End, so dass am Ende alles entschuldbar und versöhnlich bleibt. Und auch die Geschichte selbst um Konkurrenz, unfähigem Wettbewerb und dem Verlieren seiner Prinzipien hätte es so schon in den Jahrzehnten davor geben können und hält weder Überraschungen, noch nennenswerte Modernisierungen oder Innovationen bereit (vielleicht mit Ausnahme des hier parodierten modernen Vaterbildes). Kreativ ist "World's Greatest Brad" (Alternativtitel) wahrlich nicht ausgefallen. Warum ich letztendlich mit derartigen Produkten trotzdem sympathisiere, weiß ich nicht. Im hier vorliegenden Falle liegt es mitunter an der Hauptrollen-Besetzung mit Will Ferrell, der auch im routinierten Modus unter der nicht immer pointensicheren Inszenierung Sean Anders genügend Humor zu versprühen weiß, dass man ihm einfach nicht bös sein kann hier nicht mit voller Energie dabei zu sein.
03.05.2016
TED 2 (2015)
Wer damals aufgrund der provokativen Cartoon-Serien Seth MacFarlanes vom ersten „Ted“ eine provokative Komödie erwartet hat, der hat zum einen „American Dad“ und „Family Guy“ auf ein zu hohes Podest gestellt, so Publikums-berechnend die dortigen Provokationen ausfallen und zum anderen nicht bedacht, dass man nicht gleich eine Komödie frei von Gefühlen und Feel-Good-Momenten kreieren muss, um zu provozieren. Wie sähe so ein reiner Asi-Film aus, den sich manche Filmfreunde scheinbar wünschen, wenn sie den Film verurteilen weil er zu brav ausgefallen sei?
Wenn man etwas zu Recht kritisieren konnte und durfte, dann war das die zu innovationsfrei geratene Geschichte, welche von einem Klischee zum nächsten hüpfte. Und wer damit Probleme hatte sollte sich „Ted 2“ am besten gar nicht angucken, denn viel geändert hat sich an diesem Zustand nicht. Dass beide Filme meiner Meinung nach dennoch konsumierbar bleiben, liegt an den kleinen aber feinen Randideen, welche die ganze Chose entkrampfen. Zwar geht mir das ewige Pro-Kiffer-Getue nach wie vor auf die Nerven, weswegen ich es auch nicht dazu zähle, aber an sich weiß „Ted „2“ zu unterhalten wenn man sich auf ein kleines überraschungsfreies Sonntag-Nachmittags-Filmchen ohne Anspruch einstellt und akzeptieren kann, dass es sich an einer Idee aus dem Film „Nummer 5 gibt nicht auf“ bedient.
Wirklich unerträglich ist erst der Schluss ausgefallen, für dessen mieseste Szenen auch noch Morgan Freeman herhalten musste. Es wäre traurig gewesen der alte Mann hätte hier seine letzte Vorstellung gegeben. Gut dass er scheinbar noch kerngesund ist, solch einen erbärmlichen Abschied von der Leinwand hätte ich ihm auch nie im Leben gewünscht. Aber was kann den guten Mann dazu veranlasst haben für solch eine anbiedernde Rolle, die frei jeglicher Herausforderung ist, mit an Bord zu kommen? Die Figur ist eindimensional ausgefallen, wird so wenig wie möglich eingebaut, und ist rein des Schnulzeffektes da, den jene Art Film benötigt, welche die „Ted“-Reihe gerne verarschen würde. Scheinbar ist es in Amerika einfach nicht möglich auf dem Markt der Familienfilme ohne ein dick aufgetragenes überkitschtes Happy End zu bestehen.
Wirklich ärgerlich ist hingegen die Tatsache, dass der Film arg heuchlerisch daherkommt wenn er Lebewesen mit Seele Gehör schenken will, quasi die Botschaft vermitteln will dass jedes fühlende Wesen Rechte besitzt, dies aber scheinbar gleichgestellt wird mit der arg fragwürdigen Haltung, dass es sich dann automatisch um einen Menschen handeln müsse. So streitet man im Film nicht um die Frage ob Ted ein Lebewesen mit Menschenrechten ist, weil er wie diese denkt und empfindet, sondern darüber ob der Teddybär als Mensch anerkannt wird oder nicht. Leider gehört dieser Blödsinn für jeden der Augen im Kopf hat um zu erkennen dass Ted kein Mensch ist zu den Dingen die man im Film ernst nimmt. Und da wird es schon schwierig als Erwachsener noch zum Zielpublikum dazuzugehören.
Von diesen Ärgernissen einmal abgesehen, mit denen ich leider mittlerweile in amerikanischen Komödien automatisch rechne, schaut sich „Ted 2“ eigentlich recht spaßig und kurzweilig, allerdings habe ich nach dem ebenso schlichten Teil 1 auch keine hohen Ansprüche an den Stoff gestellt, den man in den Händen guter Autoren zu einer richtig guten Geschichte hätte werden lassen können. Andererseits ist es erstaunlich dass sich ein an sein Publikum so anbiedernder Film überhaupt noch brauchbar guckt, zumal man mit Mark Wahlberg eine der Schnarchnasenstars schlechthin in der Hauptrolle besetzt hat, ein Typ über dessen Starruhm ich mich bei seiner blassen Ausstrahlung und dem mangelnden Schauspieltalent immer wieder nur wundern kann. OFDb
23.12.2012
THE HAPPENING (2008)
Es beginnt urplötzlich in den Parks der Großstadt und weitet sich zu
einem staatenübergreifenden Szenario aus: Wie aus heiterem Himmel
begehen Menschen Selbstmord, nicht mehr Herr über sich selbst, wie
ferngesteuert. Keiner weiß was der Auslöser ist und wie man sich
ansteckt. Die Menschen haben Angst...
Weit weg von Sixth Sense...
Kaum wer wird in Kritiken so gescholten wie das einst so genannte Regiewunder M. Night Shyamalan, der Regisseur mit dem unaussprechlichen Nachnamen, der Mann der uns den genialen „The Sixth Sense“ bescherte und von da an an diesem gemessen wurde. Jedoch nicht objektiv. Denn was die Schimpfer sehen wollten war das selbe in grün, dabei zeigte der Herr auf dem Regiestuhl bereits mit dem Folgefilm „Unbreakable“, dass er gerne abwechslungsreiche Beiträge abliefern will.
Leider wird der gute Mann auch viel zu oft auf das in „The Sixth Sense“, „Unbreakable“ und „The Village“ angewandte überraschende Ende reduziert. Wehe er lässt es aus, dann sind die Kritiken direkt negativ. Dabei zeigte doch gerade „The Village“, dass dieser häufig angewendete Kniff nicht immer positiver Natur sein muss.
Auch „The Happening“ verweigert sich dieses Erzählkniffs, und das ist nur eine Abweichung von den beiden großen Erfolgen mit Bruce Willis. Denn der Regisseur der ruhigen Bilder, der selbst in „Unbreakable“ das Zugunglück ausblendete, auf das die komplette Geschichte aufbauen sollte, hält diesmal die Kamera gnadenlos drauf. Normale Menschen aus dem Alltag begehen Suizid, und die Methoden sind oft nicht seicht.
Shyamalan schockt mit Bildern, die nicht immer sonderlich blutig sind, in ihrer Extreme aber auch anderweitig zu schocken wissen. Einer der größten Momente von „The Happening“ ist dann auch die Kameraarbeit, wenn eine Gruppe Menschen mit dem Auto den Ortseingang einer Stadt erreichen, und die Bäume am Straßenrand geschmückt sind mit erhangenen Menschen. Das ist nicht gerade sinnig, wenn man sich an die restlichen Geschehnisse im Streifen hält, aber der Effekt ist enorm.
Was nun der Auslöser der Selbstmordwelle ist, soll hier nicht verraten werden. Das Unwissen steuert den Löwenanteil der packenden Atmosphäre bei. Während des kompletten Filmes gehen die Protagonisten nur Vermutungen nach, Shyamalan begeht den Fehler der stärksten Vermutung am Ende recht zu geben. Ein ungewisser Ausgang mit lediglich einer hohen Wahrscheinlichkeit des Vermuteten hätte das Werk mysteriöser beendet.
„The Happening“ ist fast konsequent durchgehend spannend, um so trauriger ist es, welcher Grund uns hier präsentiert wird, denn das ist lächerliches Kino im Stil der trashigen 60er Jahre. Alternative, sinnigere Ideen hätte es sicherlich gegeben. Aber Shyamalan ist für seine Fantasie bekannt, strapazierte damit die Nerven der Zuschauer in „Das Mädchen aus dem Wasser“ ein wenig zu sehr, und nun geht er wieder einen Schritt zurück, verzichtet auf esoterisches Getue und wendet sich einem anderen Bereich zu, der in Amerika gerade total angesagt ist. Arg phantastisch ist das Ergebnis dennoch.
Das klingt jetzt alles negativ, aber trotz der Mängel ist dem werten Herr doch ein Film gelungen, der es versteht Weltuntergangsstimmung auf den Zuschauer zu übertragen. Das plötzliche Ende mag manchen verstimmen, aber selbst diese Idee fand ich recht gut. Lediglich der angehangene Schluss war mau und erinnerte mich auch viel zu sehr an „28 Weeks Later“, wo mir die selbe Pointe besser gefiel.
Der Rest erinnerte an einen völlig anderen Film. Es klingt merkwürdig, aber „The Happening“ schaute sich in seiner Art wie „Krieg der Welten“ ohne die Zerstörungsmomente. Das Szenario ist streckenweise ähnlich, es zielt auf die selben Gefühle beim Zuschauer, fordert einem nur mehr Naivität ab, als Spielbergs Film.
Als Zugpferd wählte sich Shyamalan diesmal Mark Wahlberg aus, was nach Bruce Willis, Mel Gibson und Co sicherlich nicht die beste Wahl war. Und wirklich: von schauspielerischem Großtalent wird da sicherlich niemand reden. Aber zur allgemeinen Überraschung verträgt sich die Geschichte, und die dominante Position Wahlbergs Rolle in dieser, recht gut mit seiner Ausstrahlung. Wahlberg spielt zurückhaltend, und was er mimisch nicht drauf hat, wird von der beklemmenden Atmosphäre des Streifens wieder aufgefangen.
Logiker werden keinen Spaß an diesem Mix aus Science Fiction, Horror und Katastrophenfilm haben. Wer sich allerdings auch mal naiv an eine etwas hanebüchene Geschichte wagen kann, wird belohnt mit einem aufwühlenden Endzeitszenario, das sicherlich wenig Neues bietet, Bekanntes dafür atmosphärisch neu zusammenwürfelt. Die weit hergeholte Vorstellung, dass so etwas wirklich einmal passieren könnte, hinterlässt einen arg beängstigenden Eindruck – das ist nur eine weitere Parallele zu „Krieg der Welten“. OFDb
07.12.2012
THE ITALIAN JOB (2003)
Eine Gruppe Profidiebe wird nach gelungenem Coup von einem ihrer
Mitglieder betrogen. Der Verräter glaubt seine ehemaligen Komplizen tot,
während diese einen Racheplan schmieden...
Von einem fehlerhaften Frontmann...
Grays Neuverfilmung von „Charlie staubt Millionen ab“ möchte gerne in der Liga von Werken wie „Ocean's Eleven“, „The Score“ oder „Verlockende Falle“ mitspielen, wenn auch etwas actionreicher angelegt. Er scheitert aber an der Blauäugigkeit die man besitzen muss, um überhaupt Gefallen daran zu finden. Die eigentliche Geschichte klingt sehr nett, warum der Verräter seine Diebeskollegen für tot hält geht storytechnisch auch in Ordnung. Vieles andere innerhalb der Geschichte ist allerdings etwas unausgegoren. Dazu später mehr!
Die Besetzung kann sich sehen lassen. Donald Sutherland absolviert einen Gastauftritt, Teen-Star Seth Green ist mit dabei, Jason Statham aus „The Transporter“ weiß mit seiner leichten Bruce Willis-Ähnlichkeit zu gefallen und hat ohnehin ein markantes und somit wirksames Gesicht, Charlize Theron darf nicht nur hübsch aussehen sondern ist auch nützlich für den Bruch, und Edward Norton ist ohnehin immer eine erstklassige Besetzung.
Lediglich Mark Wahlberg ist als Frontmann zu blass besetzt. Hätte er einen ähnlich kleinen Gaunerpart wie Seth Green ginge das in Ordnung, als Anführer der Truppe fehlt ihm jedoch das Format und die optische Wirkung vor der Kamera. Er sieht aus wie ein Weichei und wirkt so brav wie der olle Matthew Broderick. Schade dass man nicht Matt Damon besetzte, der sieht Wahlberg recht ähnlich, kann aber wesentlich besser schauspielern. Zumindest haben wir mit Wahlberg den ersten Hinweis darauf, dass der Film nicht ganz so gut funktioniert, wie er es eigentlich könnte.
Denn eigentlich ist die Geschichte zunächst einmal flott erzählt. Die Musikuntermalung versucht auch in den nicht so flinken Szenen durch flotte Musik ein konsequent schnelles Tempo vorzugaukeln. Das geht manchmal in Ordnung, manchmal wirkt es allerdings etwas lächerlich. Im Gegensatz zu den oben genannten Vergleichsfilmen war man auch mehr dem Actionkino zugeneigt. Aber auch hier gibt es des öfteren Punkteabzug.
Crashende Autos im Straßenverkehr wirken bei einer Verfolgungsjagd gut. Findet diese jedoch auf dem Wasser statt, und man crasht lediglich eine olle Gondel, hat das nicht mehr das selbe Kaliber. Das wirkt billig (was es von den Kosten ja dann auch gewesen sein dürfte) und nicht gerade sonderlich actionreich. Crashenden Autos sieht man in „The Italian Job“ nur bei den Szenen mit manipulierten Ampel, und da gibt es für den Actionfreund auch nicht gerade viel Krawumm zu sehen. Von meiner Seite aus geht das allerdings in Ordnung, wirken doch wenigstens diese Szenen endlich einmal realistisch.
Viele andere Szenen tun dies nicht. Oh ja, das fertige Werk soll ein kurzweiliger Funfilm sein, ein Popkornfilm. Aber man versucht zu zeigen wie professionell die Diebe arbeiten. Und nun schleichen sich Ärgernisse von Seiten ein, die man aus anderen Filmen gewohnt ist und dort auch gütigst übersieht. Wenn unsere „The Italian Job“-Gauner aber nun ihren Coup bis ins kleinste Detail planen, dann ärgert es beispielsweise, wie unecht hier Auto gefahren wird. Mit jedem Sprung in die Luft müsste die Karre längst Schrott sein. Unfälle wären beim Fahrstil sehr wahrscheinlich gewesen. Man hätte liegen bleiben müssen usw. Klar machen diese gewohnten Elemente einen Film rasant, sie hinterlassen aber auch den Eindruck, dass der fertige Plan auf zu vielen Zufällen beruht.
Außerdem stößt es etwas sauer auf, dass man zu viele wichtige Aspekte der Planungsphase, ähnlich wie in der Ocean's-Reihe, bereits als fertige Tatsache vorgesetzt bekommt. Kontaktmänner sind bereits aufgetrieben, eine finale Rückversicherung dient als Überraschung. Ihre Entstehung wird aber nicht einmal über Rückblick erklärt obwohl da dringend Erklärungsbedarf bestand. Asse werden ohnehin häufig aus dem Ärmel gezogen, ohne zu erklären wie man nun dies wieder bewerkstelligt hat.
Was ebenfalls auf der Negativliste steht, ist das Verhalten der Jungs in dem Zeitraum, in dem die Rolle Nortons seine Kollegen noch für tot hält. Man plant vor Ort, spaziert durch die Gegend, und das wo der Haupttrumpf doch darin liegt für tot gehalten zu werden. Nicht einmal in einem Nebensatz wird erwähnt wie gefährlich das Treiben der Helden ist.
Zuletzt sollte man auf der Negativliste einmal darüber nachgrübeln wer nun das schlimmere Übel ist: die Rolle Nortons oder die Diebesbande? Die Rolle Nortons brachte seine Kollegen um (dachte dies zumindest), lebte danach in Reichtum und hat sicherlich noch eine handvoll weiterer Menschen auf dem Gewissen. Seine Taten geschehen im vollen Bewusstsein. Unsere Diebesbande hat auf Gaunerniveau gute Absichten und will bewusst auch niemanden unnötig verletzen. Doch dann sichtet man immer wieder flinke Autos mitten im Straßenverkehr, rasende Autos in der U-Bahn-Station u.ä. Die Autos brettern dort in Highspeed umher, wo jede Menge unschuldiger Menschen sind.
Im Prinzip hat man es lediglich dem gnädigen Drehbuchautor zu verdanken, dass dabei nicht mindestens so viele Menschen umkamen wie bei Nortons Killermomente. Aber das ist Hollywood in seinen Massenpublikums-Werken: Für den guten Zweck wird dieses Risiko in Kauf genommen. Ethisch unkorrekter und asozialer kann man wohl kaum handeln. Ähnliche Fehler sind übrigens auch in „Stirb langsam 4.0“ zu sichten.
Schaut man über diese ganzen Minuspunkte hinweg, was möglich ist in einem solch kleinen Popkornfilm, wird man zumindest recht nett unterhalten. Es wird nie langweilig, und die Boots- und Autofahrten sind sehr rasant umgesetzt. Ohnehin werden Autofreaks ähnliche Freude verspüren wie beim besseren „Nur noch 60 Sekunden“. Die gezeigten Tricks der Bande sind auch eine Freude für sich, und ohnehin macht es Spaß zu beobachten, wie die Gauner mit jedem Situationswechsel umdenken muss.
„The Italian Job“ ist flotte Unterhaltung, ist aber auch nur der kleine Film für zwischendurch. Er ist zu naiv erzählt und seine Action ist verglichen mit dem was man heutzutage von der Konkurrenz präsentiert bekommt auch arg zurückhaltend. Da man auch die Jugend ins Kino locken wollte, ist er eine Spur zu brav ausgefallen, und auf eine intelligente Geschichte wurde keine Rücksicht genommen. Die Story an sich ist gut, die Besetzung weiß bis auf Wahlberg auch zu überzeugen. Aber gerade der gute Cast und die finanziellen Möglichkeiten die gegeben waren, sind der Anlass zu grübeln, warum dann um Gottes Willen aus „The Italian Job“ nicht großes Kino gemacht wurde. OFDb
Kategorien:
2000-2009,
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