2017/11/12

DAS ROTE PHANTOM SCHLÄGT ZU (Superargo cobtro Diabolikus 1966 Nick Nostro)


Ein körperlich fast unzerstörbarer Wrestler wird zum Geheimagenten und bekämpft einen Wissenschaftler, der die Weltherrschaft an sich reißen möchte, indem er Gold täuschend echt fälschen kann...


Dir. K...

Das rote Phantom sieht wie ein Superheld ohne Umhang aus. Durch die Entstehungszeit und die schlicht inszenierten Kampfsequenzen, sowie durch die naive Handlung erinnert sein Abenteuer ein wenig an die „Spider-Man“-Serie der 70er Jahre, die es im Gegensatz zum hier besprochenen Film in Deutschland noch immer nicht auf DVD geschafft hat. Dabei guckt sie sich weit unterhaltsamer als dieser unentschlossene Mix aus Superhelden-und Agentenfilm. Zwar macht nur das wenigste Sinn und immer wieder gerät der hirnlose, unkaputtbare Muskelmann in Schwierigkeiten, so richtig Spaß machen will die ganze Chose jedoch nicht, nicht einmal auf unfreiwillig komischer Basis.

Das darf verwundern, immerhin hagelt es hier reihenweise Idiotien. Ein schnelleres Vorankommen einer Untersuchung will man erreichen, indem man besagte Untersuchung vertagt, an der Identität des roten Phantoms zweifeln die Oberverbrecher selbst dann noch, wenn er tausende Grad Hitze reibungslos übersteht, und dass das Phantom selbst in den aberwitzigsten Situationen die Maske anbehält, ist freilich Nonsens den „Das rote Phantom schlägt zu“ mit allerlei vergleichbaren Werken teilt. In anderen Filmen ähnlicher Thematik erfährt man aber zumindest warum der Held übernatürliche Eigenschaften besitzt. Im hier besprochenen Film werden lediglich die Fähigkeiten aufgezählt, von Ursachen erfahren wir nichts.

Das Phantom darf weder einen aufregenden Fall lösen, noch gelingt es Regisseur Nick Nostro das zu schlichte Geschehen halbwegs aufregend zu erzählen. „Superargo contro Diabolikus“ (Originaltitel) ist weder schundiger „Daredevil“ noch spaßiger „Super Sonic Man“. Er ist nicht billig genug inszeniert um auf dem Niveau eines „The Deathless Devil“ zu unterhalten, aber auch nicht professionell genug umgesetzt um mit wertvolleren Mitläufern der Agentenfilmwelle mitzuhalten. „Das rote Phantom schlägt zu“ ist einfach nur ein austauschbares Billigprodukt unter vielen, bei einem geduldigeren Publikum mit noch weniger Erwartungen vieleicht lieber gesehen als von mir, wahrlich schlecht sieht immerhin anders aus, aber er ist in meinen Augen eben jene Art Routine, die sich schlechter schaut als ein missglückter Film. Ob ich jemals der Fortsetzung „Frankensteins Teufelsmaske“ eine Chance gebe, wage ich zur Zeit zu bezweifeln.


Weitere Besprechungen zu Das rote Phantom schlägt zu: 


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen