Freitag, 30. November 2012

FREITAG DER 13. 8 - TODESFALLE MANHATTAN (Friday The 13th 8: Jason Takes Manhattan 1989 Rob Hedden)


Killer Jason nistet sich auf einem Schiff nach New York ein und tötet munter alle Anwesenden, bis auf diejenigen, die in New York angekommen Richtung Innenstadt flüchten...


Salz- statt Süßgewässer...

In Teil 8 schlägt Jason zum 6. Mal zu, und geändert hat sich eigentlich wenig. Drei Änderungen fanden im negativen Sinne statt: Jason sieht nicht mehr so herrlich vergammelt aus wie im Vorgänger, und seine wenn überhaupt vorhandene unheimliche Ausstrahlung ist reduziert worden, da nun die Maske wieder komplett vor das Gesicht passt. Und das hat einfach nicht das selbe Flair wie der aufgeblähte Kopf hinter der zerbröselten Maske als Alternative.

Die andere wichtige Änderung wird bereits im Beititel erwähnt: Jason verlässt seine holde Heimat. Allerdings treibt es ihn nur kurz nach Manhattan, in der Hauptlaufzeit mordet er Teens und Teenbetreuer auf einem Schiff. Ansonsten sichtet man die typisch dünne Story, die meiner Meinung nach lieber wieder am Crystal Lake hätte spielen sollen.

Untalentierte Teens spielen dünne Rollen, und der Blutgehalt wirkt diesmal etwas reduziert. Ganz schlimm ist er in der alten VHS-Fassung, die wohl von allen geschnittenen Videoveröffentlichungen der Reihe die meisten Federn lassen musste.

Was an diesem 7. Aufguss der selben Story wundert ist, dass er erstaunlich positiv routiniert funktioniert. „Freitag der 13.“ ist grundsätzlich Schund, auch in den besonders guten Teilen. Das faszinierende an dem simplen Rezept ist einfach, dass selbst ein routinierter Teil wie dieser Nummer 8 zu unterhalten weiß. Für den 08-15-Cineasten oder TV-Glotzer hat der banale Film keinen Reiz. Er ist einfach etwas für Fans der Reihe. Und selbst für die ist er nur triviale Unterhaltung für zwischendurch. Wer viele oder alle Vorgänger nicht mochte und sich dennoch Teil 8 antut, ist selber schuld wenn er enttäuscht wird. „Freitag der 13. 8“ bietet das was man nach Sichtung der Vorgänger erwartet. Wegen der am Anfang der Review erwähnten schlechten Änderungen ist dennoch ein leichter Qualitätsabstieg zu verbuchen.

Im Kino war Teil 8 nicht der erwünschte Hit. Jason an einen anderen Ort zu verfrachten allein reicht nun einmal nicht aus, um wieder das Interesse der Masse zu wecken. Mit Teil 9 sollte es noch einmal besonders schlecht werden bevor mit Teil 10 wieder ein guter Teil produziert wurde. Zurück an das klassische Muster wagte man sich allerdings nie wieder. Damit war mit Teil 7 Schluss, trotz des mäßigen Erfolges von Teil 8.

Die in Teil 6 aufkommende Komik wird auch in „Todesfalle Manhattan“ wieder aufgegriffen. Das ist immer Geschmackssache, aber spätestens wenn Jason ein paar Punker verschreckt, in dem er ihnen nur kurz sein Gesicht zeigt, ist ein Lacher garantiert. Dass dieser auf Kosten der Logik des typischen Jason-Charakters geht würde nur dann sauer aufstoßen, wenn man es mit dieser Reihe mit etwas anspruchsvollerem zu tun hätte. Freitag der 13. war für mich allerdings immer nur die Groschenheft-Reihe des Kinos. Da ist eine niedrige Erwartungshaltung von Beginn an gegeben. Wie kann ein Teil 8, der sich im groben so strikt an das bewährte Muster hält, da ernsthaft enttäuschen? Er ist eben nur Spaß für Fans!

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