Schlombies Filmbesprechungen auf Facebook:

Dienstag, 12. November 2013

DER 13. KRIEGER (The 13th Warrior 1999 John McTiernan u.a.)


Ein Araber verbündet sich mit Wikingern um gegen eine mordende Bande zu kämpfen, die ganze Dörfer in Schutt und Asche legt und von der es heißt, ihre Kämpfer wären keine Menschen...


Ali Baba und die 12 Wikinger...

Ich selbst sehe Filme dieser Art nur sehr selten, denke aber feststellen zu können, dass Freunde dieses Genres bestens unterhalten werden. Auch ich fand „Der 13. Krieger“ ganz okay, finde aber dass der Film mehr will als er kann. Rein optisch gibt es nichts zu meckern, die Kostüme sind gelungen, die Locations gut gewählt, die Maske okay. Allerdings gibt es hin und wieder Gestalten, die sehen trotz aller Möchtegern-Urigkeit einfach zu gestylt aus und erinnern zu sehr an das Heute. Interessanter Weise betrifft dieser Punkt kaum die Hauptdarsteller, jene Rollen die Teenherzen höher schlagen lassen sollen. Es sind die Randdarsteller, bei denen mir das aufgefallen ist.

„Der 13. Krieger" ist um Tempo bemüht, deswegen werden so gute Ideen, wie erst die Sprache des Verbündeten lernen zu müssen, auf die Schnelle abgehakt. Das finde ich an solchen Produktionen immer etwas schade, fehlt es in solchen Dingen doch immer an Konsequenz aus Angst man würde eine Geschichte damit ausbremsen. Die Hauptfigur hätte länger lernen müssen. Es hätte im Laufe des Films einen immer weiter abnehmenden Bröckchengehalt von noch unbekannten Worten und Wortspielereien geben müssen, den er nicht versteht. Eventuell durchgezogen bis zum Schluss des Films. Die eigentliche Geschichte hätte man damit nicht verändern müssen. Das Tempo wäre das selbe.

Dass ein im Film aufkommender Mythos von der Realität eingeholt wird, ist wohl mit die beste Idee am Film. Allerdings muss mir nur noch wer erklären, warum ein Volk nach dem Tod seines Anführers nicht mehr kämpfen kann oder will, so als habe man es mit einem Insektenstaat zu tun. Da hätte man ruhig andere Wege finden können die Geschichte kurz zu halten. Ein solches Ende eines Kampfes ist einfach nicht überzeugend.

Banderas gibt sich sichtlich in seiner Rolle Mühe, stößt aber freilich an seine Grenzen, so dass es für den Film besser gewesen wäre man hätte die Rolle mit einem talentierteren Schauspieler besetzt. Etwas schade finde ich seine Leistung schon, denn ich hätte ihm persönlich mehr zugetraut.

Trotz aller (teilweise engstirniger) Kritik hat es der Film zumindest geschafft einen Menschen wie mich, der mit Filme um Schlachten, Fantasy und Abenteuer nur wenig am Hut hat, zu unterhalten. Und das ist doch eigentlich ein recht gutes Zeichen, oder?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen