Es gibt schon einige Schlaftabletten im Bereich des Slasher-Horrors. Aber wie ein solch unmotiviertes Produkt noch 1987 so viele Fehler machen konnte, ohne von den Erfolgen der bereits abklingenden Welle zu lernen, will sich mir nicht erschließen, nicht in dieser extremen Form, die mit "Aerocibide" vorliegt. Zwar schlägt der unbekannte Killer, dessen Identität es zu erraten gilt, recht häufig zu, und nach erster monotoner Methode auch recht abwechslungsreich, die Mordsequenzen sind jedoch derart stümperhaft umgesetzt, inklusive der Gore-Szenen, dass Freunde härterer Werke bereits als Zielpublikum ausscheiden. "Killer Workout" (Originaltitel) ist aber ohnehin eine dröge Nummer, der mehr dran gelegen ist notgeile Aufnahmen von Körpern zu machen, deren Fitnessübungen eher einem Porno-Casting, als einem Aerobic-Kurs entsprechen, als um einen Spannungsaufbau bemüht zu sein.
Die Polizei im Zentrum ermitteln zu lassen, ist ein weiterer entscheidender Fehler für diese Gattung Film, der augenzwinkernde Schluss kommt mit einer Verspieltheit daher, die das restliche Werk leider nicht ausstrahlt, und letztendlich erinnert vieles von den halbwegs passablen Ideen, die jedoch erst spät thematisiert werden, zu sehr an "Sleepaway Camp", wohingegen die sportliche Orientierung in ihrer langweiligen Art eher an den zu Recht mit der Zeit vergessenen "Killerspiele" erinnert. "Aerobi-Cide" (Alternativtitel) erreicht zu keinem Zeitpunkt ein flottes Feeling, nicht einmal der Soundtrack bekommt ein derartiges kurzfristig erreicht. Von Beginn an ist der Krimi-Slasher von Regisseur David A. Prior, der u.a. auch den elendig schlechten "Bio-Force" inszeniert hat, sperrig erzählt, bishin zu seinem auf vier Minuten lang getrimmten Abspann. Das nenne ich echt mal konsequent: "Aerobicide" ist tatsächlich in jederlei Hinsicht öde. OFDb
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